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Köln - Am 14. August ist es endlich wieder so weit - die Bundesliga startet in die neue Saison. Bis dahin nimmt bundesliga.de die Clubs unter die Lupe. Formcheck, Taktik, Neuzugänge und Schlüsselspieler von Borussia Dortmund.

Der Formcheck

Nur eine Niederlage in den Testspielen, erfolgreiche Asien-Tour, geglückter Auftakt in die frühe Pflichtspielphase – viel besser hätte es für die Borussia kaum laufen können. Aufgrund der engen Terminierung hatte sich Tuchel schon bis in die Hinrunde hinein Zeit erbeten, den BVB auf seinen Kurs zu bringen. Aber die Mannschaft präsentiert sich offen für Neues und lernt schnell. Ergebnisse wie der 2:0-Testsieg über Juventus Turin oder der 5:0-Kantersieg über Wolfsberg in der Qualifikation zur Europa League geben Selbstvertrauen.

Die Taktik

Pressing, Gegenpressing und Angriffsfußball mit viel Tempo sind für die Borussia nicht neu – unter Thomas Tuchel soll und will der BVB das Spiel aber zusätzlich mehr als bisher kontrollieren und dominieren. Ballbesitz und Ballzirkulation sind die Schlüssel auf dem Weg dorthin. Als Korsett hält der neue Trainer dabei an alten Systemen fest. Grundlegend läuft der BVB in einer 4-2-3-1-Formation mit Doppelsechs auf. Wert legt Tuchel aber auf Variabilität: Je nach Bedarf stellt er auf ein 4-3-3 oder auch ein 4-1-4-1 um.

Die Neuzugänge

Mit Gonzalo Castro (kommt von Bayer 04 Leverkusen) und Julian Weigl (wechselt von 1860 München) wurden gleich zwei Akteure verpflichtet, deren bevorzugtes Arbeitsgebiet das defensive Mittelfeld ist. Dabei hat das Talent Weigl dem etablierten Castro zunächst den Rang abgelaufen und sich überraschend einen Platz in der Startelf gesichert.

Torhüter Roman Bürki (kommt aus Freiburg) wurde auf Anhieb seiner angedachten Rolle als Nummer-eins-Herausforderer für Roman Weidenfeller gerecht. Von den ausgeliehenen und zurück gekehrten Akteuren konnte Jonas Hofmann im Gegensatz zu Moritz Leitner auf sich aufmerksam; Marvin Ducksch laboriert noch an den Folgen seines Mittelfußbruches.

Der Schlüsselspieler: Mats Hummels

Abwehrchef, Mannschaftskapitän, Führungsspieler – von Mats Hummels wird in der neuen Saison vieles erwartet und vieles abhängen. Zum einen sind Hummels sportliche Qualitäten gefragt: Er dirigiert und lenkt die Defensive, soll aber auch immer wieder mit präzisen Pässen und dosierten Vorstößen das Spiel von hinten heraus ankurbeln.

Zum anderen muss sich der Nationalspieler gerade nach dem Karriereende von Sebastian Kehl mehr denn je als Anführer dieser Mannschaft präsentieren und das Team zusammenhalten – als Leitwolf auf und neben dem Platz. 

Über Borussia Dortmund berichtet Dietmar Nolte