ANZEIGE

Hamburg - Raus aus dem Flieger, rauf auf den Rasen zum Duell mit Lionel Messi und Co.: Am Sonntag erspielte sich der Hamburger SV noch in Südkorea die stattliche Prämie von 1,2 Millionen Euro, am Dienstag soll schon das nächste Highlight folgen.

Die Zauberer des großen FC Barcelona geben sich in Hamburg die Ehre. Zwar werden die EM-Helden Spaniens noch fehlen, aber den Auftritt von Weltfußballer Messi hat sich der HSV vertraglich festschreiben lassen. "Für mich ist das die beste Mannschaft der Welt", sagte Trainer Thorsten Fink, "das Spiel ist eine tolle Sache für die Mannschaft und die Fans." Kein Frage - zum 125. Geburtstag des Vereins holen die Hanseaten natürlich das ganz feine Besteck heraus.

HSV in Südkorea deutlich verbessert



Der HSV steht am Ende wohl mit einem satten Gewinn da: Das Fernsehen überträgt, das Stadion ist seit Wochen ausverkauft, auf der lukrativen Südkorea-Reise konnte Finanzvorstand Joachim Hilke auch noch einen Titelsponsor für die Begegnung gewinnen. Neben dem sportlichen Erfolg, der HSV gewann den "Peace Cup" durch ein 1:0 gegen den südkoreanischen Rekordmeister FC Seongnam, weitere positive Nachrichten aus Fernost. "Die Reise nach Südkorea hat sich wirtschaftlich und nach Angaben des Trainers auch sportlich gelohnt", sagte Hilke dem "Hamburger Abendblatt".

Das Duell mit dem FC Barcelona, bei dem auch der lang verletzte Weltmeister David Villa wieder mittrainiert, bietet für die Profis des Hamburger SV die nächste Möglichkeit, sich auf Top-Niveau einzuspielen. Nach enttäuschenden Testspielen zu Beginn der Vorbereitung, zeigte sich Finks Elf in Südkorea schon deutlich verbessert.

"Geil, gegen so eine Mannschaft zu spielen"



"Natürlich sind wir noch nicht bei 100 Prozent, aber ich habe einen Erfolgswillen erkannt, der mir gut gefallen hat", sagte Fink. Insbesondere Kapitän Heiko Westermann, neuerdings im defensiven Mittelfeld zuhause, und das Innenverteidiger-Duo Michael Mancienne und Jeffrey Bruma konnten Pluspunkte sammeln. Sorgen bereitet vor allem Mittelfeldspieler Tomas Rincon, den Schmerzen am linken Schienbein plagen.

Es dürfte nicht ganz einfach werden, gegen den FC Barcelona weitere Argumente für einen sportlichen Aufschwung zu liefern, Messi und Co. sind sicher von anderem Kaliber als der Rekordmeister Südkoreas. Hinzu kommt, dass sich der HSV-Tross erst am Montag auf den Weg gen Heimat machte. "Wir werden über zehn Stunden Flug in den Beinen haben. Das ist nicht so glücklich", sagte Rene Adler der Hamburger Morgenpost, "aber natürlich ist es geil, gegen so eine Mannschaft zu spielen."