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München - Schalke 04 feiert in Kaiserslautern einen Kantersieg, auch der FC Bayern und Hannover 96 fahren hohe Siege ein. Freiburg und Augsburg holen wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach werden ihrer Favoritenrolle gerecht. bundesliga.de präsentiert die Stimmen des 26. Spieltags.

1. FC Kaiserslautern - Schalke 04 1:4 (1:2)

Trainer Marco Kurz (1. FC Kaiserslautern): "Wir haben die Entschlossenheit vermissen lassen, obwohl das Spiel für uns perfekt begonnen hatten. Wir haben dann irgendwann den Glauben nicht mehr hochgehalten. Wir kommen nur mit Punkten da unten raus. Wir werden aufstehen müssen und werden auch aufstehen. Wenn wir uns den Klassenerhalt erarbeiten wollen, müssen wir anders auftreten."

Trainer Huub Stevens (Schalke 04): "Wir denken an uns, aber natürlich denkt man auch ein wenig an Marco. Er muss jetzt den Kopf hochhalten. Wir wollten nicht in Rückstand geraten, bei dem Gegentreffer hat Klaas-Jan Huntelaar nicht aufgepasst. Danach lief es besser, und wir haben in der Pause gesagt, dass wir schnell das dritte Tor machen müssen. Das hat geklappt, nach dem Super-Tor von Raul fiel es uns natürlich leicht. Wenn wir auf dem vierten Platz enden würden, wäre das super."

Hannover 96 - 1. FC Köln 4:1 (1:1)

Trainer Mirko Slomka (Hannover 96): "Wir standen nach den Siegen unserer Konkurrenten ziemlich unter Druck. Ron-Robert Zieler hat uns mit seinen Paraden mehrfach im Spiel gehalten. Köln hätte uns den entscheidenden Nackenschlag geben können, aber sie haben es glücklicherweise nicht gemacht."

Trainer Stale Solbakken (1. FC Köln): "Wir hatten speziell in der zweiten Halbzeit unsere Möglichkeiten, haben sie aber leider nicht genutzt. Ich bin mit meinem Team zufrieden, dennoch wissen wir natürlich, dass wir mitten im Abstiegskampf stehen. Hannover ist eine klasse Mannschaft, gegen die wir am Ende verdient verloren haben."

Hertha BSC - FC Bayern München 0:6 (0:3)

Trainer Otto Rehhagel (Hertha BSC): "Wir haben die beiden Außen Robben und Ribery nicht in den Griff bekommen. Davor habe ich gewarnt. Nach dem frühen Tor und dem ersten Elfmeter sind wir eingebrochen. Wir waren dem Gegner auf ganze Strecke unterlegen. Die Bayern haben gezeigt, welch außergewöhnliche Mannschaft sie haben. Das ist bitter, dass wir so hoch verloren haben, aber ich hoffe, dass wir uns nach einigen Tagen gefangen haben, um dann den Abstiegskampf wieder zu 100 Prozent anzugehen."

Sportdirektor Christian Nerlinger (Bayern München): "Wir haben von der ersten Sekunde an gezeigt, dass wir das Spiel gewinnen wollten. Wir waren eine homogene Mannschaft, der Sieg war hochverdient. Wie das Team nicht nur fußballerisch, sondern auch mannschaftlich aufgetreten ist, gibt uns Mut. Nach der Niederlage gegen Leverkusen ist ein Ruck durch die Mannschaft gegangen, sie hat sich zusammengerauft."

Hamburger SV - SC Freiburg 1:3 (0:2)

Trainer Thorsten Fink (Hamburger SV): "Es bringt mir nichts, wenn wir im Mittelfeld die Zweikämpfe gewinnen und dann in der Box nicht da sind. Wir hätten eine Vorentscheidung schaffen können. Wir müssen den Abstiegskampf annehmen, was man jetzt wirklich mal in den Mund nehmen muss, und dann kommen wir da unten raus."

Trainer Christian Streich (SC Freiburg): "Wir hatten heute Glück, der HSV hätte aufgrund unserer Fehler in Führung gehen müssen. Der HSV hatte Druck, das ist anders als bei uns im Breisgau, daher konnten wir gewinnen."

Borussia Dortmund - Werder Bremen 1:0 (1:0)

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): "Ich kann nur die mangelhafte Chancenverwertung kritisieren, wir haben das Spiel zu lange offen gelassen. Daher konnten wir uns bis zum Schluss nicht ganz sicher sein. Mit der Leistung bin ich hochzufrieden, wir waren super lebendig."

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): "Ich bin enttäuscht, aber es gibt keine Zwiefel daran, dass der Dortmunder Sieg verdient war. Wir haben in der zweiten Halbzeit mehr Mut und Selbstvertrauen gezeigt, dafür muss man die Mannschaft loben. Das war Klasse und macht Spaß."

Bayer Leverkusen - Borussia Mönchengladbach 1:2 (0:1)

Trainer Robin Dutt (Bayer Leverkusen): "Wir durften das 0:1 nicht so herschenken, das war sehr bitter. Danach hat die Mannschaft aber sehr gut reagiert. Wir wurden mit dem 1:1 für unseren Druck belohnt. Die Mannschaft hat dann aber im Übermut zu sehr auf das 2:1 gespielt. Da müssen wir einfach noch dazulernen. Wir wollten alle die ganz große Freude haben, jetzt haben wir die ganz große Trauer. Unter dem Strich wäre ein Unentschieden gerecht gewesen. Für uns ist es ein bitterer Tag, wenn man mit leeren Händen da steht. Wir haben jetzt zwei Spiele hintereinander verloren, da wird es natürlich immer schwerer, noch einen Champions-League-Platz zu erreichen. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt."

Trainer Lucien Favre (Borussia Mönchengladbach): "Das war ein völlig verdienter Sieg für uns, denn wir hatten viel mehr Torchancen als der Gegner. Aber es war enorm schwer für uns. Wir haben früh überraschend geführt, aber nach dem Tor war Leverkusen besser. Nach dem 1:1 haben wir dann unglaublich reagiert. Die Mannschaft wollte heute unbedingt einen Sieg ereichen. Das hat sie gut gemacht. Das Spiel hätte aber auch 1:1 ausgehen können."

FC Augsburg - FSV Mainz 05 2:1 (1:1)

Trainer Jos Luhukay (FC Augsburg): "Der Knackpunkt war der Ausgleich vor der Pause. Beide Mannschaften waren sehr gut organisiert und haben die Räume sehr eng gemacht. Deshalb sind die Tore vor der Pause aus dem Nichts gefallen. Aufgrund der Art und Weise, wie wir in der zweiten Halbzeit gespielt haben, war der Sieg verdient. Wir haben aber vergessen, das dritte und vierte Tor nachzulegen. Der Zusammenhalt zwischen Mannschaft und Fans kann dazu führen, dass wir das Unerwartete erspielen können."

Trainer Thomas Tuchel (FSV Mainz 05): "Wir haben in keiner Phase an das anknüpfen können, was uns in den letzten Wochen ausgezeichnet hat. Selbst die Basiselemente unseres Spiels waren mangelhaft. Daraus lässt sich dann natürlich kein Selbstvertrauen schöpfen. Die 20 Minuten nach der Halbzeit waren wahrscheinlich die schlechtesten der ganzen Saison. Die Liste unserer Mängel ist heute lang."

1. FC Nürnberg - VfL Wolfsburg 1:3 (1:2)

Trainer Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): "Wir sind alle sehr enttäuscht. Wer sagt, dass wir Scheiße gespielt haben, der hat recht. Das war von der ersten Minute an kein gutes Spiel von uns. Wir waren zu häufig nur zweiter Sieger in den Zweikämpfen, waren zu weit weg von den Gegenspielern, das war entscheidend. Viele haben es alleine versucht, aber das Mannschaftsspiel hat nicht funktioniert. Wir haben Substanz, die Klasse zu erhalten, aber für mehr müssen wir noch etwas machen."

Trainer Felix Magath (VfL Wolfsburg): "Ich bin froh, dass wir nach dem Sieg in Köln am ersten Spieltag auswärts wieder einmal gewonnen haben. Das hatte sich zuletzt aber schon in Kaiserslautern angedeutet. Die Mannschaft hat mehr Stabilität und hat sich auch spielerisch verbessert. Wir hatten gute Aktionen nach vorne und verdient gewonnen. Patrick Helmes kommt nun besser zur Geltung. Seine Stärken liegen im Strafraum, dies hat er eindrucksvoll demonstriert."

1899 Hoffenheim - VfB Stuttgart 1:2 (0:2)

Trainer Markus Babbel (1899 Hoffenheim): "In der zweiten Halbzeit waren wir wesentlich giftiger und haben uns Torchancen erarbeitet. Aber leider waren wir über 90 Minuten gesehen zu naiv. Da war uns der VfB in Sachen Effektivität überlegen. Wir haben phasenweise guten Fußball gespielt, nach vorne war es teilweise ganz ansehnlich. Aber in der Rückwärtsbewegung haben wir dem Gegner zu viel Platz gelassen, das hat mir gar nicht gefallen."

Trainer Bruno Labbadia (VfB Stuttgart): "Ich bin froh, dass Vedad seine Rückkehr so vergoldet hat. Er hat den Übergang in der Winterpause sensationell gut geschafft. Wir wissen aber, dass bei unseren Kontern noch ein Stück weit genauer werden müssen. Wenn wir das 3:0 früher gemacht hätten, hätten wir ein Super-Spiel gemacht."