Zusammenfassung

  • Mit den Start der Bundesliga-Saison treten zahlreiche Neuerungen in Kraft
  • Der Video-Assistent unterstützt die Bundesliga-Schiedsrichter
  • Auch einige Anstoßzeiten und Stadionbedingungen haben sich verändert

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Köln – Sprichwörtlich macht zwar eigentlich der Mai alles neu, aber in der Bundesliga ist der August der Monat der Veränderungen. Mit dem Auftaktspiel zwischen dem FC Bayern München und Bayer 04 Leverkusen am 18. August treten auch zahlreiche Neuerungen in Kraft. Welche genau? Wir haben für Euch die wichtigsten zusammengetragen.

Schiedsrichter:

Erstmals werden die Schiedsrichter in dieser Saison bei allen Bundesliga-Partien auf einen Video-Assistenten zurückgreifen können. Diese Neuerung soll eine weitere Unterstützung für den Schiedsrichter auf dem Platz sein. Alle 23 Bundesliga-Schiedsrichter der vergangenen Saison kommen auch als Video-Assistenten zum Einsatz; darunter auch Dr. Jochen Drees, Günter Perl und Wolfgang Stark, die ihre Schiedsrichterlaufbahn am Ende der vergangenen Saison 2016/17 wegen Erreichens der Altersgrenze von 47 Jahren beenden mussten.

In welchen Situationen der Video-Assistent eingreifen kann und wie die Umsetzung der Neuerung stattfindet, seht ihr in folgendem Video:

Die Einführung des Video-Assistenten ist aber nicht das einzige Novum im Schiedsrichterwesen: Mit Bibiana Steinhaus leitet in der kommenden Saison erstmals eine Schiedsrichterin Partien in der Bundesliga. Seit 2007 hat die 38-jährige Polizistin bereits 80 Spiele in der 2. Bundesliga gepfiffen.

Niemand wird im Regen stehen

Erstmals müssen in dieser Spielzeit alle Plätze in den Stadien der Bundesliga und 2. Bundesliga überdacht sein. Nass werden in Zukunft also nur noch die Spieler. Außerdem dürfen die Clubs die Spiele erstmals parallel zum Spielgeschehen auch live auf ihren Video-Leinwänden zeigen.

Veränderte Anstoßzeiten

Alle Einzelheiten zur Übertragung der Bundesliga und 2. Bundesliga findet Ihr in unserem Artikel "So seht ihr die Bundesliga 2017/18 im TV". Geändert haben sich neben den übertragenden TV-Sendern auch einige Anstoßzeiten. In der Bundesliga beginnt das zweite Spiel am Sonntag zukünftig um 18.00 Uhr (statt 17.30 Uhr). Maximal je fünf Mal pro Saison finden sonntags (13.30 Uhr) und montags (20.30 Uhr) Bundesliga-Spiele statt. Damit werden in erster Linie Clubs entlastet, die zuvor in der UEFA Europa League im Einsatz waren. Maximal acht Mal (statt bislang sechs Mal) kann ein Club 2017/18 das Topspiel am Samstag (18.30 Uhr) bestreiten.

Auch in der 2. Bundesliga hat sich einiges getan. Ab dem 3. Spieltag werden am Freitag nur noch zwei (statt bislang drei) Begegnungen ausgetragen. Dafür findet samstags eine Partie mehr statt (drei statt bislang zwei). Findet montags in der Bundesliga ein Spiel statt, so entfällt die Ansetzung an diesem Tag in der 2. Bundesliga. In diesem Fall findet samstags in der 2. Bundesliga ein weiteres Spiel statt (dann vier statt sonst drei).

Im Audiobereich überträgt neben dem ARD-Hörfunk erstmals auch Amazon Music die Bundesliga-Spiele live.

Video: Das ist neu in der 55. Bundesliga-Saison

Auswechseltafeln verdoppelt

Erstmals werden in der Bundesliga und 2. Bundesliga jeweils zwei Auswechseltafeln eingesetzt. Der Mannschaftsverantwortliche jedes Clubs gibt die Rückennummern der Spieler während der Begegnung nunmehr selbst ein und reicht daraufhin die Tafel dem Vierten Offiziellen zum Spielerwechsel an. Dieses bei internationalen Spielen schon praktizierte Verfahren soll den Vierten Offiziellen dabei unterstützen, das Spielgeschehen vor dem eigentlichen Wechselvorgang noch aufmerksamer verfolgen zu können.