ANZEIGE

Köln - Auch den dritten Test der Saisonvorbereitung gestaltete der VfL Wolfsburg am Dienstagabend auf der Sportanlage des VfB Fallersleben torreich. Gegen eine Wolfsburger Stadtauswahl schossen Kevin Scheidhauer (vier Tore), Slobodan Medojevic (zwei), Aaron Hunt, Naldo, Robin Knoche, Timm Klose und Paul Seguin einen 11:1-Erfolg heraus.

Die Partie war wenige Sekunden alt, da zappelte der Ball bereits das erste Mal im Netz. Nachdem Scheidhauer zunächst noch den Pfosten getroffen hatte, verwertete Hunt den Abpraller problemlos (1.). Der Neuzugang war es auch, der in Minute acht einen Freistoß von der rechten Strafraumkante gefühlvoll auf Naldos Kopf servierte und damit den zweiten VfL-Treffer einleitete. Scheidhauer erhöhte kurz darauf gar auf 3:0 (10.) und spätestens als Medojevic im Fallen zum 4:0 einschoss (19.) deutete sich ein äußerst torreicher Abend an.

Ein halbes Dutzend bis zur Pause

Die Stadtauswahl jedoch fand Mitte des ersten Durchgangs besser in die Partie und bekam insbesondere im Mittelfeld nun etwas mehr Zugriff. Die Räume für die Grün-Weißen waren nicht mehr ganz so groß wie noch in der Anfangsphase und plötzlich kamen die von René Wegner und Benjamin Korsch betreuten Amateurkicker sogar zum frühen Ehrentreffer. Dennis Pollack (TSG Mörse) tauchte auf einmal frei vor Patrick Drewes auf und stocherte das Leder irgendwie am Schlussmann der Wölfe vorbei (24.). Bis zum Pausenpfiff schraubten der immer anspielbereite Scheidhauer (38.) und Mittelfeldorganisator Medojevic (42.) das Resultat jedoch auf ein standesgemäßes 6:1 in die Höhe.

Zur zweiten Halbzeit brachte Dieter Hecking Seguin für Junior Malanda ins Spiel, nach einer Stunde kamen außerdem noch Knoche und Christian Träsch für Medojevic und Maximilian Arnold zum Einsatz. Am Spielverlauf änderte sich freilich nichts, wenngleich die Stadtauswahl in der Pause einmal komplett durchwechseln und somit auf viele frische Kräfte zurückgreifen konnte. Den Wölfen waren nunmehr die Strapazen des Trainingsalltags der zurückliegenden Tage anzumerken, dennoch ging es weiter munter nach vorne. Wieder war es Scheidhauer, der eine Eingabe aus Nahdistanz verwertete (57.). Der nächste Treffer ging auf das Konto von Knoche (67.), der sich im Mittelfeldzentrum als Spielgestalter versuchen durfte.

Klose gelingt Tor des Abends

Mit zunehmender Spieldauer allerdings wurden die Wölfe im Torabschluss etwas inkonsequenter. Seguin, Scheidhauer, Hunt und Co. ließen doch einige klare Tormöglichkeiten liegen. Auf der Gegenseite bekam Patrick Drewes die Gelegenheit, sich auszuzeichnen, als er einem durchgebrochenen Angreifer im Eins-gegen-Eins den Schneid abkaufte. Scheidhauer mit seinem vierten Treffer läutete schließlich die Schlussoffensive ein (85.), in der die Wölfe mit aller Macht versuchten, das Resultat nach dem 26:0 gegen den TSV Ehmen und dem 9:0 gegen den FSV Kühlungsborn erneut zweistellig werden zu lassen. Das gelang eindrucksvoll, als der aufgerückte Klose einen Eckball per Seitfallzieher wuchtig in die Maschen schoss (88.) und damit ohne Zweifel für das spektakuläre Highlight des Abends sorgte. Den Schlusspunkt zum 11:1 setzte Seguin, der herrlich freigespielt von Hunt vor dem Tor die Ruhe behielt und platziert links unten einnetzte (89.).  

Die Stimmen zum Spiel

Klaus Allofs: Man hat gemerkt, dass wir viel getan haben in der letzten Woche. Da kann man ein paar Unkonzentriertheiten auch mal verzeihen. Dennoch haben die Jungs versucht, das Tempo hochzuhalten und es letztendlich gut gemacht.

Dieter Hecking: Man muss den Jungs ein Kompliment machen, sie haben sich durchgebissen, elf Tore erzielt und sich noch einige Chancen mehr herausgespielt. Der Wolfsburger Stadtfußball ist ja auch nicht der schlechteste.

Das Spiel im Stenogramm

Wolfsburg: Drewes – Jung, Naldo, Klose, Schäfer – Malanda (46. Seguin), Medojevic (61. Träsch) – Arnold (61. Knoche), Hunt, Caligiuri – Scheidhauer

Tore: 1:0 Hunt (1.), 2:0 Naldo (8.), 3:0 Scheidhauer (10.), 4:0 Medojevic (19.), 4:1 Pollak (24.), 5:1 Scheidhauer (38.), 6:1 Medojevic (42.), 7:1 Scheidhauer (57.), 8:1 Knoche (67.), 9:1 Scheidhauer (85.), 10:1 Klose (88.), 11:1 Seguin (89.)

Zuschauer: ca. 2.000