Zusammenfassung

  • Werder wartet auch nach fünf Spieltagen noch auf den ersten Sieg, das hatte es zuletzt vor drei Jahren unter Robin Dutt gegeben.

  • Wolfsburg war vor der Pause mit 68 Prozent der Spielanteile, 58 Prozent gewonnenen Duellen und 6:1 Torschüssen hoch überlegen, nach der Pause war dann Werder mit 10:6 Torschüssen voll da.

  • Luca Caldirola kam erstmals seit fast einem halben Jahr wieder zum Einsatz und gewann starke 100 Prozent seiner Zweikämpfe – natürlich Bestwert auf dem Platz.

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Wolfsburg - Unter seinem neuen Trainer Martin Schmidt hat der VfL Wolfsburg einen Sieg im Nordduell gegen SV Werder Bremen vergeben. Trotz großen Aufwandes und viel Engagement kamen die Wölfe im ersten Spiel mit Schmidt auf der Bank gegen den Tabellenvorletzten nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus.

FANTASY HEROES: Thomas Delaney, Felix Uduokhai (beide 10 Punkte), Divock Origi (9)

Neuzugang Divock Origi (28.) hatte die Gastgeber zunächst verdient in Führung gebracht, Fin Bartels (56.) konnte für die erst in der zweiten Halbzeit aufgewachten Bremer noch per Kopf ausgleichen. Am Ende waren die Hanseaten den drei Punkten gegen fahrige Hausherren sogar etwas näher. Für den unter Druck geratenen Werder-Trainer Alexander Nouri war das Unentschieden daher eigentlich zu wenig, auch der erst am Montag verpflichtete Schmidt hatte sich mehr vorgenommen.

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Aber so verpasste es Wolfsburg, unter dem Nachfolger von Andries Jonker ordentlich Selbstvertrauen für die Partie gegen Bayern München am Freitag zu tanken - auch mit dem früheren Mainz-Trainer Schmidt auf der Bank blieb Wolfsburg über weite Strecken der Partie besonders spielerisch einiges schuldig. Werder wartet nach dem 5. Spieltag weiter auf den ersten Saisonsieg.

Keine Chance für Jiri Pavlenka beim 1:0 für Wolfsburg
Keine Chance für Jiri Pavlenka beim 1:0 für Wolfsburg

Schmidt, der nur zwei personelle Änderungen vornahm, sein Team aber taktisch sehr variabel einstellte, sah zunächst viele technische Fehler und Fehlpässe. In der Spitze wurde der fehlende Mario Gomez (Bänderriss) als Anspielstation vermisst, doch dann nutzte Origi gleich seine erste echte Chance zum Führungstreffer. Die Leihgabe vom FC Liverpool drückte eine Hereingabe von Paul-Georges Ntep unhaltbar über die Linie.

"Wir hätten es nach der zweiten Halbzeit verdient gehabt, zu gewinnen. Wir wussten in der Halbzeit, dass wir noch nicht geschlagen sind. Dafür ist Wolfsburg selbst zu verunsichert." Fin Bartels

Die von Verletzungen geplagten Bremer begannen nach dem Ausfall von Max Kruse (Schlüsselbeinbruch) ohne gelernten Stürmer und trugen so lange herzlich wenig zu einem unterhaltsamen Spiel bei, echte Chancen blieben erst einmal Mangelware. Die Hanseaten konnten sich glücklich schätzen, dass der agile Yunus Malli (33.) und Origi (38.) aus aussichtsreicher Position zu unpräzise blieben.

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"Die erste Hälfte war zu ängstlich, in der zweiten haben wir unser wahres Gesicht gezeigt!" Robert Bauer

In der zweiten Halbzeit wendete sich aber das Blatt, Werder brachte unter anderem Ishak Belfodil und machte plötzlich Druck. Wolfsburg kam nicht mehr richtig zur Entfaltung. Gleich nach Wiederanpfiff vergab Bremens Florian Kainz eine Riesenchance, zehn Minuten später machte es Bartels dann aber besser. Allerdings hatte der Offensivmann auch Glück, dass die Flanke vor seinem Treffer noch vom Wolfsburger Robin Knoche genau auf seinen Kopf verlängert wurde. Theodor Gebre Selassie traf noch den Pfosten (71.).

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SPIELER DES SPIELS: Thomas Delaney war der erste Bremer, der die Ärmel hochkrempelte und für den Punktgewinn in Wolfsburg kämpfte. Der Kapitän lief am meisten von allen Spielern (12,5 Kilometer) und bestritt die meisten Zweikämpfe aller Spieler. Von seinen 29 Duellen gewann er starke 59 Prozent und trieb das Spiel seiner Mannschaft immer wieder an. Das mündete in drei Torschüssen und zwei Torschussvorlagen, kein Bremer war an mehr Torschüssen beteiligt.  

BILDER DES SPIELS

Nach dem Treffer von Origi sah es zunächst nach einem Sieg für Wolfsburg aus
Nach dem Treffer von Origi sah es zunächst nach einem Sieg für Wolfsburg aus
Wolfsburg hielt die Bremer - hier Ntep (r.) gegen Gebre Selassie - auf Trab
Wolfsburg hielt die Bremer - hier Ntep (r.) gegen Gebre Selassie - auf Trab
Thomas Delaney drehte bei Bremen in der zweiten Hälfte richtig auf
Thomas Delaney drehte bei Bremen in der zweiten Hälfte richtig auf
Jubel bei Bremen: Fin Bartels hat ausgeglichen
Jubel bei Bremen: Fin Bartels hat ausgeglichen