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Rostock - 7.500 Zuschauer waren am Samstagnachmittag in die Rostocker DKB-Arena gekommen, um das Benefzimatch des VfB Stuttgart beim gastgebenden FC Hansa mitzuverfolgen, dem auch der Erlös der Partie Zugute kam. Und die Fans bekamen auch einiges geboten, denn ohne großes Abtasten nahm das Duell Fahrt auf.

Erst fünf Minuten waren gespielt, als der VfB zum ersten Mal gefährlich vor dem Rostocker Tor auftauchte. Nach schnellem Kombinationsspiel im Mittelfeld hätte Martin Harnik beinahe Kapital aus einem gutgetimten steilen Zuspiel schlagen können. Doch Hansa-Keeper Kevin Müller war noch einen Tick schneller am Spielgerät als der heranstürmende Angreifer des VfB und konnte so die Chance noch vereiteln. Sein Gegenüber Sven Ulreich musste ebenfalls kurz darauf erstmalig eingreifen, entschärfte den Schussversuch aus der Distanz von Lucas Albrecht ohne Probleme.

Chancenlos war der Schlussmann des VfB allerdings in der 16. Minute: Eine von Mohammed Lartey getretene Ecke konnte von der VfB-Hintermannschaft nicht entscheidend geklärt werden, so dass sich Patrick Wolf die Einschussmöglichkeit im Fünfer bot - das 1:0 für die Hausherren. Und Hansa blieb auch danach am Drücker. Dem Drittligsten war anzumerken, dass der Saisonstart unmittelbar bevorsteht, wohingegen die Elf von Bruno Labbadia eine anstrengende Vorbereitungswoche in den Knochen steckte.

Ausgleich vom Punkt



In der Pause wechselte Cheftrainer Bruno Labbadia, komplett durch. Verzichten musste er bei der heutigen Partie lediglich auf Johan Audel (Aufbau nach Oberschenkelzerrung) und Christian Gentner, den ein Magen-Darm-Infekt außer Gefecht setzte. Die zweite Halbzeit ging der runderneuerte VfB mit Schwung an und eroberte sich mehr und mehr Spielanteile. Der Ausgleich fiel in Minute 55 jedoch nicht aus dem Spiel heraus, sondern wurde vom Elfmeterpunkt aus erzielt. Vedad Ibisevic verwandelte einen Handelfmeter sicher im Rostocker Tor.

Nur 180 Sekunden später hätte Zdravko Kuzmanovic beinahe die Führung erzielt, als ihn eine gut getretene Ecke von Ibo Traoré auf Höhe des Sechzehners erreichte und er mit einer strammen Direktabnahme Hansa-Torwart Müller zu einer Glanzparade zwang. Wenige Minuten darauf verpasste dann auch Shinji Okazaki die Chance auf ein weiteres VfB-Tor.


VfB Stuttgart 1. Halbzeit:Ulreich - Hoogland, Maza, Niedermeier, Boka - Kvist, Holzhauser - Harnik, Hajnal, Torun - Cacau

VfB Stuttgart 2. Halbzeit: Ziegler - Sakai, Tasci, Rüdiger, Molinaro - Bah, Kuzmanovic - Okazaki, Stöger, Traore - Ibisevic