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Stuttgart/Nürnberg - Europa winkt, doch die Abwehr bereitet Sorgen. Der aufstrebende VfB Stuttgart muss gegen den 1. FC Nürnberg seine Defensive umbauen, Khalid Boulahrouz fällt wegen eines Zehenbruchs aus. Deshalb rückt Gotoku Sakai nach rechts, Arthur Boka übernimmt die linke Abwehrseite. Ob Serdar Tasci gegen den "Club" nach auskurierter Hüftverletzung zurückkehrt, ist offen (ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Im rechten offensiven Mittelfeld wird wohl Cacau den verletzten Shinji Okazaki (Innenbandanriss im rechten Knie) vertreten, der frühere Nürnberger Julian Schieber spielt für den gelbgesperrten Vedad Ibisevic im Sturmzentrum. "Klar würde ich jubeln", sagte Schieber auf der clubeigenen Homepage auf die Frage, ob er einen Treffer gegen die ehemaligen Kollegen feiern würde.

VfB will Leihgabe Didavi zurück



Ähnlich wie einst bei Schieber ist Stuttgart gewillt, Leihspieler Daniel Didavi nach Saisonende vom Ligarivalen Nürnberg zurück an den Neckar zu holen. "Er hat sich in einer wichtigen Phase verletzt, jetzt aber wieder gespielt. Wir hoffen, dass er bis auf Sonntag weiter erfolgreich spielen wird. Dann freuen wir uns, wenn er im Sommer wieder hier ist", sagte Trainer Bruno Labbadia.

Didavi ist noch bis 2013 an den VfB gebunden, wo der 21-Jährige seit der F-Jugend spielte. Am Wochenende soll Didavi im "Club"-Mittelfeld wieder die zentrale, offensive Rolle übernehmen, während er in Stuttgart meist über außen kam. "Ich wäre als junger Spieler froh, wenn ich überhaupt in der Bundesliga spielen könnte. Dann wäre es mir egal, auf welcher Position", sagte Labbadia dazu.

Heckings Anspruch: "In Stuttgart etwas holen"



Auf einen anderen Offensivspieler muss Nürnberg bereits in den kommenden Wochen verzichten. Christian Eigler fällt verletzt aus. Der 28-Jährige hat sich wegen einer Bauchmuskelschwäche einen Nabelbruch sowie Brüche an beiden Leisten zugezogen und wird dem "Club" aller Voraussicht nach erst wieder Mitte April zur Verfügung stehen. Eigler wurde bereits erfolgreich operiert.

Für die Startelf im Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart am Sonntag wäre Eigler ohnehin nicht infrage gekommen. Dort steht wieder Philipp Wollscheid, der gegen Wolfsburg früh wegen Adduktorenproblemen ausgewechselt werden musste. Ein Auftritt wie beim 1:3 gegen den VfL dürfe in Stuttgart "in dieser Form nicht noch einmal vorkommen", forderte Trainer Dieter Hecking. Vor allem "die Tugenden, die uns stark machen, Kompaktheit und aggressives Spiel", habe sein Team dort vermissen lassen.

Der Coach ist gleichwohl zuversichtlich, dass sich der FCN am Neckar anders präsentieren wird. "Wer in Leverkusen und Bremen punktet, der muss auch das Selbstbewusstsein haben, in Stuttgart etwas holen zu wollen", sagte Hecking. Er erwartet "ein Spiel mit vielen Emotionen. Der VfB hat einen ordentlichen Lauf." Man dürfe der Labbadia-Elf "keine Räume geben" und müsse sie "vom Tor weghalten". Nur dann sei der fünfte Auswärtssieg möglich.



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