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Köln - Eigentlich haben die beiden Borussen-Clubs der Bundesliga vieles gemeinsam. Dortmund wurde sechs Mal, Mönchengladbach fünf Mal Deutscher Meister. Beide Borussen gewannen je zwei Mal einen Europapokal und beide Borussen zählen zu den beliebtesten deutschen Traditionsvereinen. Aber in der aktuellen Saison trennt die zwei Clubs doch einiges.

Das Leistungsgefälle der Spieler des Bundesliga-Tabellenführers Dortmund zu denen des Schlusslichts Mönchengladbach kommt auch im Offiziellen Bundesliga Manager (OBM) deutlich zum Ausdruck. Während die virtuellen Schwarz-Gelben praktisch Woche für Woche ihre Leistung steigern, stagnieren die Schwarz-Weiß-Grünen bestenfalls.

Barrios trifft in jedem Spiel

Eklatant ist der Unterschied im Angriff. BVB-Torjäger Lucas Barrios schoss am letzten OBM-Spieltag 8014 Tore und kam damit auf eine überragende Quote von fast exakt einem Tor pro Spiel. So etwas nennt man auch eine Torgarantie. Mo Idrissou, der beste Gladbacher Angreifer des Managerspiels, traf nur in etwa jedem zweiten seiner OBM-Spiele.

Interessant ist auch die Entwicklung des Dortmunder Edeljokers Robert Lewandowski, der in der Bundesliga schon zwölf Mal eingewechselt wurde. Im OBM landete der Pole zuletzt mit einer Trefferquote von 67 Prozent auf Platz 11 der Gesamtauswertung und lag ziemlich genau zwischen Barrios (2.) und Idrissou (21.).

Mittelfeld fest in Dortmunder Hand

Das virtuelle Mittelfeld dominieren natürlich auch die Borussen aus Westfalen. In Kevin Großkreutz (5.), Nuri Sahin (10.) und Shinji Kagawa (12.) platzierten sich gleich drei Dortmunder unter dem besten Dutzend aller Mittelfeld-Asse des 13. OBM-Spieltags. Gladbachs Marco Reus, der auf dem Bundesliga-Rasen ganz sicher zu den konstant Besten seines Teams zählt, erreichte einen ordentlichen 19. Rang.

Ohne Reus sähe der Vergleich der beliebtesten Spieler beider Borussen-Clubs ganz finster aus für die Elf vom Niederrhein. Reus ist der einzige Gladbacher, der in den Top 100 der meistgekauften Spieler auftaucht: Platz 58 mit 11.797 Verpflichtungen. Vor dem Ex-Dortmunder (!) liegen aber gleich sieben BVB-Stars, hinter Reus folgen noch zwei weitere Dortmunder.

Preise für BVB-Stars steigen und steigen

Mats Hummels haben 20.193 OBM-Trainer gekauft, damit belegt der BVB-Abwehrspezialist Platz 6 dieser Auswertung. Sahin (15.723 / 21.), Neven Subotic (15.612 / 22.), Tamas Hajnal (15.511 / 23.), Barrios (14.795 / 31.), Kuba (13.244 / 41.) und Großkreutz (44.) befinden sich allesamt noch in den Top 50.

Hochinteressant ist auch ein Blick auf den Marktwert einiger Spieler. Bei einigen Profis des BVB ist der Preis förmlich explodiert. Während Nuri Sahin einst mit einer Ablösesumme von 2, 5 Millionen Euro auf dem OBM-Transfermarkt eingeordnet wurde, so kostet der türkische Nationalspieler heute knapp 5,4 Millionen Euro. Kagawas ursprünglicher Wert von 1,3 Millionen hat sich inzwischen fast verdoppelt, während er sich bei Top-Talent Mario Götze fast verdreifacht hat: von 200.000 auf 593.000 Euro.

Die Hoffnung bleibt

Keine Frage: Im OBM sind die Trainer zurzeit besser beraten, ihre Dortmunder Borussen aufzustellen. Den Fans der Gladbacher Borussen bleibt eher die Hoffnung, dass in der Bundesliga schon mancher Tabellenführer über den Tabellenletzten gestolpert ist.