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Frankfurt/Main - Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat am heutigen Donnerstag unter Vorsitz von Goetz Eilers in der Frankfurter DFB-Zentrale die Berufung des Bundesligaspielers Anatoliy Tymoshchuk vom FC Bayern München gegen das Urteil des DFB-Sportgerichtes vom 18. November 2011 letztinstanzlich zurückgewiesen und damit die Sperre von insgesamt drei Meisterschaftsspielen der Lizenzligen bestätigt.

Der Club und Tymoshchuk hatten fristgerecht Berufung gegen die Entscheidung des DFB-Sportgerichtes eingelegt, das nach mündlicher Verhandlung die im Einzelrichterverfahren verhängte Sperre von drei Spielen wegen rohen Spiels bestätigt hatte und damit dem Antrag des Kontrollausschusses gefolgt war.

Tymoshchuk war in der dritten Minute der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit des Bundesliga-Spiels beim FC Augsburg am 6. November 2011 von Schiedsrichter Felix Zwayer (Berlin) mit der Roten Karte des Feldes verwiesen worden.

Das DFB-Bundesgericht schloss sich der Auffassung des Sportgerichts an und sah keine Veranlassung, von der Regelsperre bei dieser Form des rohen Spiels abzusehen. In seiner Urteilsbegründung sagte Eilers: "Das Foul von Tymoshchuk ist nicht das Beispiel eines geringstmöglichen rohen Spiels. Das ergibt sich schon aus der Intensität, die aus der Schnelligkeit des Ablaufs und der erheblichen Aufprallgeschwindigkeit aufgrund des Aufeinanderzusprintens folgt."