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Köln - An Urlaub war und ist für die Verantwortlichen der Clubs in den letzten Wochen wahrlich nicht zu denken. Etliche Transfers haben die Bundesligisten bereits getätigt, um ihre Kader für die kommende Saison aufzustellen. Im Transferreport nimmt bundesliga.de die Aktivitäten der einzelnen Clubs unter die Lupe, ordnet die wichtigsten Wechsel ein und sagt, was noch passieren soll.

Bayer 04 Leverkusen

Bilanz 2014/15

PlatzToreGegentoreSpielanteileZweikampfquote
(defensiv)
Eingesetzte
Spieler
            
4. 623751%52%22            

Platz 6: Das war die schlechteste Platzierung der Werkself in der vergangenen Saison – und das auch nur an sechs Spieltagen. Meistens hielt sich Leverkusen im vorderen Tabellenviertel auf und hatte die Champions League immerzu fest im Visier, schwankte meist zwischen Platz 3 und 4. Erst im Endspurt verlor das Team von Chefcoach Roger Schmidt den Anschluss zum drittplatzierten Borussia Mönchengladbach - und ließ ausgerechnet beim direkten Konkurrenten am 31. Spieltag drei Punkte liegen. Für die Champions-League-Qualifikation hat es trotzdem gereicht. In der neuen Saison ist das Ziel natürlich klar.

Hier geht's zur Saisonbilanz von Bayer 04 Leverkusen.

Die wichtigsten Zugänge

Mit Jonathan Tah hat Leverkusen einen weiteren Innenverteidiger verpflichtet – eine "extrem wichtige Personalie", wie Rudi Völler dem Kölner Stadtanzeiger sagte. Vor allem vor dem Hintergrund der Verletzung von Tin Jedvaj. Im Mittelfeld dürfte Christoph Kramer gesetzt sein. Der 24-Jährige war zwei Jahre erfolgreich zu Borussia Mönchengladbach ausgeliehen und wird Leverkusen nun in der Defensive verstärken. Als flexibler Defensivspieler kommt außerdem André Ramalho von RB Salzburg. Der 23 Jahre alte Brasilianer kann sowohl als Innenverteidiger als auch als Sechser eingesetzt werden. In der Spitze soll Admir Mehmedi, der aus dem Breisgau nach Leverkusen wechselt, den Weggang von Josip Drmic kompensieren. "Ich glaube, diese Art des Fußballs passt ganz gut zu mir. Das Pressing, dieses Attackieren. Ich denke, dass es eine gute Sache für beide Seiten wird, wenn ich mich hier perfekt anpasse", erklärt Mehmedi im Interview mit bundesliga.de.

Die bedeutendsten Abgänge

Im defensiven und zentralen Mittelfeld tut sich einiges bei der Werkself. Mit Ex-Kapitän Simon Rolfes, Stefan Reinartz und Spielgestalter Gonzalo Castro verlassen gleich drei Leistungsträger den Club. "So eine Situation lässt natürlich auch Luft für Spieler, die nachkommen", weiß Christoph Kramer, der seine Chance hier wahrnehmen wird. Während Rolfes seine Karriere beendet hat, sind Reinartz und Castro innerhalb der Bundesliga gewechselt. Reinartz verschlägt es zu Eintracht Frankfurt, Castro wird den BVB verstärken. Der 22 Jahre alte Josip Drmic, der erst zur letzten Saison zu Leverkusen wechselte, verlässt den Verein ebenfalls wieder. Den erhofften Stammplatz hat der Stürmer nie erhalten. Neuzugang Admir Mehmedi ist trotzdem optimistisch: "Ich sehe kein Problem darin, auch gemeinsam mit Stefan Kießling zu spielen. Ich bin sehr flexibel einsetzbar."

Gibt es noch Bedarf?

"Auf einer, vielleicht sogar auf zwei Positionen werden wir noch was tun – ganz sicher im Mittelfeld, eventuell auch vorne. Aber die wichtigste Baustelle in der Abwehr haben wir mit der Verpflichtung von Jonathan Tah erstmal geschlossen", bestätigt Sportchef Rudi Völler im Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger. Trotz der Neuzugänge Kramer und Ramalho könnte ein weiterer Mittelfeldspieler gebraucht werden, besonders der Weggang von Castro, der im defensiven, zentralen und offensiven Mittelfeld oder sogar als Rechtsverteidiger spielen kann, wird zu kompensieren sein.

Anmerkung: Nicht alle Transfers des Clubs werden hier behandelt. Die ausgewählten Spieler waren bei ihren ehemaligen Teams Stammspieler (mehr als 17 Spiele), haben viele Tore erzielt bzw. vorbereitet, oder waren anderweitig (bspw. Kapitän) Leistungsträger ihrer Mannschaften. Alle Transfers der Bundesliga finden Sie hier:

Alle Transfers der Bundesliga in der Übersicht

Die bisherigen Transferreports:

Eintracht Frankfurt

TSG 1899 Hoffenheim

SV Werder Bremen

1. FSV Mainz 05

1. FC Köln

Hannover 96

FC Augsburg

VfB Stuttgart

Hertha BSC

Hamburger SV

FC Ingolstadt

SV Darmstadt 98

FC Schalke 04

Die übrigen Clubs folgen

Helge Winter