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Köln - Schwitzen ist angesagt. Bereits am Mittwoch ging es für die Spieler von Schalke 04 los mit der Leistungsdiagnostik, einen Tag darauf war das erste öffentliche Training. Die Fans feierten ihre Mannschaft und den neuen Trainer. Andre Breitenreiter freut sich auf seine neue Aufgabe und blickt positiv in die neue Saison.

"Es war endlich an der Zeit, auf den Platz zu gehen. Das erste Training war super: sehr viele Zuschauer, heißes Wetter, Spieler, die sehr motiviert sind - endlich hat das Warten ein Ende", resümiert Andre Breitenreiter nach dem gestrigen Trainingsauftakt. Der neue Trainer scheint mit seiner Mannschaft zufrieden zu sein, selber brennt er mindestens genau auf die neue Saison. Unter Hochdruck feilt er am Trainingsplan für die Vorbereitung. "Ich bin kein Trainer, der ein Alleinunterhalter ist. Ich versuche, die anderen Trainer immer mitzunehmen, ihre Meinung ist mir sehr wichtig. Wir arbeiten als Team hervorragend zusammen." In den ersten Trainingseinheiten geht es dem Coach in erster Linie um die Gewöhnung, die Spieler sollen sich nach der Pause wieder an Ball und Platz gewöhnen.

Das Team scheint auf einem guten Level zu sein. Die sportmedizinischen Tests haben gezeigt, dass die Profis in ihrer freien Zeit nicht nur in der Sonne lagen, sondern auch an ihrer Fitness gearbeitet haben. Für Breitenreiter ist das eine gute Basis, auf der er in den kommenden Wochen aufbauen will. Dafür wird das Team noch in ein Trainingslager fahren, Breitenreiters Ausrichtung ist klar: "Insbesondere werden wir zu Beginn an der Fitness arbeiten, um unser laufintensives Spiel beherzt umzusetzen. Das ist für mich sehr wichtig. Ich möchte, dass wir hohes Pressing spielen, jedem verlorenen Ball nachgehen und bei Ballgewinn die Fitness haben, offensiv umzuschalten. Wir wollen schnell auf das gegnerische Tor spielen." Ganz im Zeichen dieser Ansage stand das Training am Freitagvormittag. Passen, passen, passen war das Motto unter dem die Spieler um Leon Goretzka und Eric Maxim Choupo-Moting ihre ersten Einheiten ablieferten.

Für die Zukunft hält der Trainer den Ball aber flach. In erster Linie geht es ihm darum, dass die Mannschaft nach den aufreibenden letzten Wochen der Vorsaison wieder zueinander findet und ein gemeinsames Spiel entwickelt. Breitenreiter: "Die Jungs brauchen ihre Zeit, um zu verstehen, wie wir als Trainer ticken und müssen unsere Spielidee verinnerlichen. Wenn uns das gelingt, werden wir marschieren. Davon bin ich überzeugt, und dann wird es auch allen Spaß machen."