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Osnabrück - Das Trainer-Debüt von Peter Knäbel endete mit einem Unentschieden. Am Donnerstagabend (26. März) trennte sich der Hamburger SV mit einem 0:0 vom VfL Osnabrück.

Vor rund 4.500 Zuschauern in der osantel Arena in Osnabrück agierten die Rothosen gegen den Drittligisten zwar über die gesamte Spielzeit feldüberlegen, doch die wenigen Torchancen in der ersten Halbzeit konnten leider nicht genutzt werden.

Drei Rückkehrer in der Startelf

"Man konnte sehen, dass wir viele Spieler dabei hatten, die durch ihre lange Verletzungspausen noch das Selbstvertrauen fehlte", sagte Knäbel nach dem Schlusspfiff. Damit meinte er vor allem den offensiven Teil seiner Mannschaft. Mit Pierre-Michel Lasogga, Lewis Holtby und auch Maxi Beister fanden sich gleich drei langvermisste Offensivakteure in der Startelf, in der Knäbel ansonsten für keine große Überraschungen sorgte.

Durch fünf fehlende Nationalspieler (Valon Behrami, Johan Djourou, Ivica Olic, Mohamed Gouaida, Julian Green und Zoltan Stieber) und den angeschlagenen bzw. im Aufbautraining befindlichen Spielern, die in Hamburg geblieben waren (Heiko Westermann, Rafael van der Vaart, Marcell Jansen, Slobodan Rajkovic und Marcelo Diaz) fehlten auch insgesamt zehn Spieler, so dass sich die Mannschaft fast von selber aufstellte. So agierten die Rothosen im altbekannten 4-3-2-1. Das Tor hütete in der ersten Halbzeit René Adler, zur zweiten kam dann Jaroslav Drobny in die Partie.

Zunächst hatte der Hamburger Schlussmann noch wenig zu tun. Und vorne ging es in den ersten 15 Minuten recht erfreulich zur Sache. Bereits nach zwei Minuten tauchte Maximilian Beister alleine vor VfL-Keeper Frank Lehmann auf, doch der Schlussmann wehrte den Schuss zur Ecke ab. Auch in der zehnten Minute war es erneut Beister, der nach Hackenvorlage von Holtby knapp drüber zielte. Ein weiterer Versuch von Holtby nach einem Abspielfehler von Torwart Lehmann (12.) beendete aber zunächst die Offensiv-Aktionen der Rothosen.

Zwar konnte die Knäbel-Elf über die gesamten ersten 45 Minuten mehr Ballbesitz für sich verzeichnen, mehr als zwei weitere, kleinere Kopfballchancen von Ivo Ilicevic kamen dabei aber nicht heraus.

Kleine Schritte machen Mut

Auf der anderen Seite trauten sich mit zunehmender Spieldauer auch die Gastgeber mehr und mehr zu. Eine Flanke des sehr agilen Stanislav Iljutcenko klärte Matthias Ostrzolek mit letzter Mühe mit dem Kopf (20.) vor seinem Gegenspieler. Auch der Kopfball von Tobias Willers nach einer Ecke verfehlte den Querbalken nur hauchdünn. Die letzten beiden Möglichkeiten der Osnabrücker klärte dann René Adler. Zunächst lenkte er einen 18-Meter-Freistoß von Simon Tüting um den Posten, dann riskierte er Kopf und Kragen bei der flachen Hereingabe von David Pisot und dem anschließenden Durcheinander im Fünfmeterraum.

Im zweiten Durchgang verflachte das Spiel mit den vielen Wechseln zunehmend. Auf beiden Seiten kamen kaum noch zwingende Aktionen zustande. Die beste Chance hatte noch Artjoms Rudnevs mit einem 20-Meter-Schuss in der 48. Minute.

"Wir haben noch eine Menge zu tun. Man sieht, dass bei einer missglückten Aktion das Selbstbewusstsein auch schnell wieder in der Sonne schmilzt", befand Peter Knäbel im Anschluss, hob aber sogleich das Positive hervor. "Ich freue mich über die kleinen Schritte. Wir haben heute einige Spieler auch aus der zweiten Reihe gehabt, die gemerkt haben, wie es sich anfühlt, mal wieder über 90 Minuten auf dem Platz zu stehen. Bei den wenigen Chancen fehlt uns noch die Konsequenz, aber daran arbeiten wir jetzt weiter", verabschiedete sich der Trainer.

Das Spiel im Stenogramm:

VfL Osnabrück: Lehmann – Pisot (46.Grassi), Groß, Willers, Hohnstedt  - Thee (46.Chahed), Feldhahn (46. Wagener), Tüting (46.Tomik), Kandziora (77.Falkenberg)– Menga (46.Sembolo), Iljutcenko

Hamburger SV: Adler (46.Drobny) – Diekmeier (46.Götz), Kacar, Cleber, Ostrzolek (46.Marcos) – Jiracek, Mende – Beister, Holtby (73.A. Arslan), Ilicevic (46.Rudnevs) – Lasogga (61. N. Müller)

Tore: -

Schiedsrichter: Thorsten Schriever