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München - Das Top-Duell des 13. Spieltags wirft seine Schatten schon voraus. Nach der Länderspielpause trifft der Rekordmeister auf den amtierenden Deutschen Meister, der Erste auf den Zweiten, der FC Bayern München auf Borussia Dortmund.

bundesliga.de stellt im Vorfeld die beiden Spitzenteams in allen Mannschaftsteilen gegenüber und vergleicht die Protagonisten anhand ihrer Leistungen in der laufenden Bundesliga-Saison. Den Anfang machen die beiden Torhüter Manuel Neuer und Roman Weidenfeller.

Weidenfeller legt vor

Der BVB-Keeper sicherte sich jüngst eine Auszeichnung, die aus dem furiosen Titelgewinn im Vorjahr resultierte. Als Dortmund am 30. April den Gewinn der Meisterschaft feierte, sagte Weidenfeller: "I think, we have a grandios Saison gespielt." Seine Aussage in bestem Denglisch wurde mittlerweile als "Fußballspruch des Jahres 2011" gekürt.

Ob der Mann im FCB-Kasten im Mai 2012 vielleicht einen ebenso richtigen wie folgenschweren Satz formulieren wird, bleibt abzuwarten. Fest steht allerdings, dass Neuer und seine Münchner bislang eine beeindruckende Runde absolvieren und mit fünf Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze thronen.

Manuel Neuer

Der Nationaltorwart selbst ist daran maßgeblich beteiligt. Nach dem 0:1 gegen Gladbach zum Auftakt blieb der FCB acht Mal hintereinander ohne Gegentor, Neuer jagte den historischen Rekord von Timo Hildebrand. Auch wenn es damit aufgrund der 1:2-Niederlage in Hannover nichts wurde, lesen sich Neuers persönliche Werte immer noch hervorragend:

In 1080 Minuten kassierte der 25-Jährige erst vier Gegentreffer, neun Zu-Null-Spiele sind Bestwert in der Bundesliga. 83 Prozent aller Torschüsse, die auf seinen Kasten kamen, wehrte er ab - Ligaspitze. Zuletzt glänzte Neuer in Augsburg, als er in der Schlussphase mit einem sensationellen Reflex gegen Edmond Kapllani den "Dreier" sicherte.

"Manuel hat einen guten Job gemacht. Er hat jetzt eine Million abbezahlt", lobte Präsident Uli Hoeneß die Leistung seines teuersten Neuzugangs für die diesjährige Titeljagd. Die Kollegen attestierten Neuer durchweg eine "Weltklasse"-Leistung, der Keeper selbst blieb gewohnt bescheiden: "Ich habe auf den Ball reagiert und hatte Glück." Immerhin hat er den bis dahin so souveränen Bayern mit seiner Reaktion erstmals Punkte gerettet.

Roman Weidenfeller

Auch Weidenfeller hat bisher alle Partien über die volle Distanz absolviert und überzeugt wie schon auf dem Weg zur Schale als solider Rückhalt. Mit neun Gegentoren kassierte er nach Neuer und gemeinsam mit Marc-Andre ter Stegen die zweitwenigsten, 80 Prozent gehaltene Torschüsse und fünf Zu-Null-Spiele bedeuten ebenfalls einen Platz in der Spitzengruppe. In einer Statistik liegt Weidenfeller sogar vor Neuer: Gegen Augsburg parierte er nämlich einen Elfmeter, dem FCB-Keeper gelang dieses Kunststück in Hannover nicht.

Nach etwas holprigen Saisonstart ist die Borussia mittlerweile in blendender Form und holte mit 13 Punkten aus den vergangenen fünf Spielen sogar drei mehr als die Bayern.

"Klar hat Bayern ein außergewöhnliches Team mit starken Einzelspielern. Die Meisterschale bekommen sie deswegen aber noch lange nicht überreicht", sagte Weidenfeller zuletzt. "Die Saison ist noch lang, da kann viel passieren. Wir werden wie letztes Jahr nur auf uns schauen." Heißt: Die eigene Form konservieren und auf Ausrutscher der Münchner hoffen. Was gibt es da besseres als ein direktes Duell...

Sowohl Neuer als auch Weidenfeller spielen bisher eine praktisch fehlerfreie Saison. Der Nationalkeeper musste nach seiner Rekordjagd zwar einige Male hinter sich greifen, hielt seinem Arbeitgeber aber zuletzt die Punkte fest. Weidenfeller und der BVB sind klar im Aufwind, der Routinier ist und bleibt dabei der große Rückhalt des Meisters. Insgesamt begegnen sich die beiden Torleute im Moment auf Augenhöhe. Lesen Sie als nächstes den Vergleich der Innenverteidigung der beiden Teams.




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