Bremen - Neuzugang Thomas Delaney konnte in seinen ersten beiden Partien in der Bundesliga zwar noch keine Punkte sammeln, doch der Däne ist auf jeden Fall eine Verstärkung für den SV Werder Bremen. Sowohl gegen Dortmund als auch gegen den FC Bayern zeigte der 25-Jährige seine Stärken und bestätigte, warum ihm viele Experten Großes bei Werder zutrauen. Im Interview zeigte sich Delaney zwar enttäuscht darüber, dass es wie schon gegen den BVB nicht zu einem Punkt gereicht hat. Mit der Teamleistung war er aber zufrieden.

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Frage: Wie schon gegen Dortmund in der Vorwoche war Werder Bremen sehr nahe dran, einen Punkt zu holen. Gegen Bayern München setzte es eine knappe 1:2-Heimniederlage. Wie bewerten Sie die Leistung Ihres Teams?

Thomas Delaney: Es sind heute gute und schlechte Dinge passiert. Die negative Schlagzeile für unser Spiel ist, dass wir, wie schon gegen Dortmund, nicht gut ins Spiel gekommen sind. Die positive Schlagzeile ist, dass wir sowohl gegen Dortmund als auch gegen die Bayern sehr gute Phasen im Spiel hatten. Gegen Dortmund war es die Phase vor der Halbzeit und gegen Bayern waren wir heute die erste halbe Stunde nach der Pause richtig gut. Wir müssen in den kommenden Spielen eine mutige Taktik wählen und uns wieder fokussieren. Es war ein gutes Gefühl, heute auf dem Platz zu stehen gegen einen sehr guten Gegner. Nur das Ergebnis ist wieder nicht zufriedenstellend.

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Frage: Nach dem Tor von Max Kruse zum 1:2-Anschluss sah es fast so aus, als wäre Werder mit den Bayern auf Augenhöhe. Haben Sie das auch so empfunden?

Delaney: Nein, natürlich nicht sind wir nicht auf einem Level mit Bayern, da muss man nur auf die Tabelle schauen. Wir haben verloren und müssen es schaffen, über 90 Minuten eine gute Leistung zu bringen, dann kommen auch die Punkte. Wir sind enttäuscht und man ist immer noch etwas mehr enttäuscht, wenn man nur knapp verliert, als wenn man eine 6:0-Klatsche bekommt. Wir waren nahe dran, haben aber eine gute Leistung gebracht. Darauf sollten wir aufbauen.

"Wir haben mutig gespielt"

Frage: Was genau hat denn den Unterschied ausgemacht zwischen Werder und Bayern gemacht?

Delaney: Wir machen einfach noch zu viele Fehler. Und wenn man gegen Bayern zu viele Fehler macht, dann verliert man meistens. Der Unterschied zwischen beiden Teams war heute, dass die Bayern weniger Chancen gebraucht haben um zu gewinnen. Aber es ist ja auch normal, wenn man solche Topspieler wie Arjen Robben oder Robert Lewandowski. Wichtig war einfach, dass wir die richtige Einstellung und Mentalität auf dem Platz gezeigt haben. Diese müssen wir jetzt auch in den kommenden Wochen zeigen, am besten schon in Augsburg.

Frage: In der Offensive ist Werder immer für ein Tor gut. Kruses Treffer war sehr gut herausgespielt. Wie haben Sie die Szene gesehen?

Delaney: Ja, das Tor war super heraus gespielt. Genau so wollen wir spielen, schnell und direkt. Man hat gesehen, dass die Bayern auch Respekt hatten vor unseren Offensivspielern, wie Kruse oder auch Gnabry. Jeder weiß, dass Max ein guter Spieler ist und dass er manchmal auch das Tor trifft. (lacht)

Frage: Sie haben jetzt innerhalb einer Woche gegen die vermeintlich besten Teams der Liga gespielt und waren jeweils knapp dran zu punkten. Können Sie die beiden Leistungen gegen Dortmund und gegen die Bayern vergleichen?

Delaney: Das ist schwierig. Gegen Dortmund (>>> Zum Matchcenter #SVWBVB) lagen wir früh zurück und haben dann eine Halbzeit lang in Unterzahl gespielt. Ich persönlich fand sogar, dass wir heute einem Punkt sogar noch näher waren als gegen Dortmund. Wir haben heute besser gespielt als letzte Woche, natürlich auch, weil wir Elf gegen Elf gespielt haben. Die Mentalität war in beiden Spielen ähnlich gut. Wir haben darüber geredet, dass wir mutig agieren müssen und ich finde, dass haben wir auch gezeigt. Es muss nur in den kommenden Spielen von Beginn an so sein. Auch die Zuschauer im Stadion haben gefühlt, dass für uns heute etwas drin war. Sie haben uns nach vorne gepusht. Leider hat es in beiden Spielen nicht zu einem Punkt gereicht, dass sollte sich am kommenden Wochenende in Augsburg endlich ändern.

Aus Bremen berichtet Alexander Barklage