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Berlin - Vor 5823 Zuschauern unterlagen Hertha BSC am Samstag dem CFC Genua mit 0:2 (0:1). Im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark erarbeiteten sich die Blau-Weißen viele Torchancen und waren spielbestimmend, ein Treffer sprang dabei aber leider nicht heraus.

Bei perfektem Fußballwetter begann die Hertha hochmotiviert und war sofort gefährlich. Valentin Stocker lief mit viel Tempo die linke Seite entlang und flankte gefährlich in den Sechzehner, Salomon Kalou verpasste den Ball nur knapp (5.). Stattdessen fiel im Gegenzug der Treffer auf der anderen Seite. Über Umwege landete der Ball bei Laxalt. Der aufgerückte Linksverteidiger ließ mit einem strammen Schuss in die lange Ecke Torhüter Thomas Kraft keine Chance (6.).

Hertha blieb auch in der Folge am Drücker. Einen Steilpass von Skjelbred nach zuvor tollem Solo verpasste Kalou nur knapp (20.). Einer der auffälligsten Spieler im blau-weißen Dress war in der ersten Halbzeit vor allem Jens Hegeler. Der 1,93 metergroße Mittelfeldakteur probierte es nach einer halben Stunde aus knapp 25 Metern mit einem Fernschuss, der das Gehäuse von Genua-Torhüter Lamanna nur knapp verfehlte. Der Keeper der Genuesen war auch in der nächsten Szene im Blickpunkt, als er einen Schuss von Valentin Stocker parierte (32.). Zum Ende der ersten Halbzeit übten die Herthaner nochmal ordentlich Druck aus, Hegelers Kopfball nach einer Ecke von Marvin Plattenhardt wurde vor der Torlinie aber noch geklärt (36.). Mit dem 0:1 ging es für beide Mannschaften in die Kabine.

Pál Dárdai wechselte zur zweiten Halbzeit zweimal. Für Per Skjelbred kam John Anthony Brooks, Nico Schulz ersetzte Roy Beerens. Fabian Lustenberger rückte auf die Position im defensiven Mittelfeld, Brooks in die Vierer-Abwehrkette. Stocker wechselte auf den rechten Flügel, Schulz spielte auf seiner angestammten linken Seite. Und der U21-Nationalspieler war sofort mittendrin im Geschehen. Seinen Pass auf Kalou leitete der Ivorer an den langen Pfosten weiter, wo Stocker nur eine Fußspitze zu spät kam (47.). Nur wenige Minuten später war es wieder Schulz, der für Torgefahr sorgte. Seine Hereingabe in den Strafraum verpassten mehrere Herthaner nur knapp (53.).

Gnadenlos effektiv

Mitte des zweiten Durchgangs wechselte Dárdai dann erneut. Für Hegeler kam Genki Haraguchi in die Partie, Alexander Baumjohann, der von den Hertha-Fans begeistert empfangen wurde, ersetzte Stocker (62.). Die Blau-Weißen bestimmten auch weiterhin das Geschehen, aber nach etwas mehr als einer Stunde zeigte sich auch wieder der CFC Genua gefährlich vor dem Tor. Nach einer Ecke köpfte Innenverteidiger Burdisso den Ball nur knapp neben das Tor von Torhüter Kraft (66.). Eine Viertelstunde vor dem Ende sorgte Chefcoach Pál Dárdai mit einem Dreifachwechsel noch einmal für frischen Wind. Für Plattenhardt, Langkamp und Darida kamen Florian Kohls, Maximilian Mittelstädt und Johannes van den Bergh in die Begegnung (76.). Kurz darauf zeigte der italienische Erstligist, warum er in der vergangenen Saison einen guten sechsten Platz in der italienischen Serie A belegte - enorme Effizienz. Genuas Rechtsaußen Lazovic wurde steil geschickt und schob den Ball eiskalt an Kraft vorbei (79.).

In der Schlussphase wurde Genua durch einen Lattentreffer von Ntcham (85.) noch gefährlich, ansonsten passierte nicht mehr viel. Kommende Woche stehen dann noch mehrere Trainingseinheiten auf dem Programm, ehe in neun Tagen im DFB-Pokal gegen Arminia Bielefeld (10.08.15) das erste Pflichtspiel ansteht.

 

So spielte Hertha: Kraft- Pekarik, Langkamp (van den Bergh 76.), Lustenberger, Plattenhardt (Kohls 76.) - Skjelbred (Brooks 46.) - Hegeler (Haraguchi 62.), Darida (Mittelstädt 76.), Stocker (Baumjohann 62.), Beerens (Schulz 46.) - Kalou