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München - Die Bayern bleiben in der Bundesliga in der Erfolgsspur, während Bremen im Tabellenkeller festhängt. So beurteilen die Beteiligten den ungleichen Vergleich in der Allianz Arena. Die Stimmen zum Spiel:

Pep Guardiola (Trainer Bayern München): "Nach Spielen der Nationalmannschaft sagt man, dass es schwer ist. Aber wir haben gut gespielt, hatten eine gute Einstellung, ein gutes Positionsspiel, einen guten Aufbau. Nach dem 1:0 von Philipp Lahm war es ein bisschen einfacher."

Robin Dutt (Trainer Werder Bremen): "Wir brauchen nicht groß rumreden, wir haben eine sehr schlechte Leistung gebracht - und das ist nicht in Zusammenhang mit dem FC Bayern zu bringen. Wir haben nicht annähernd so gespielt wie in der Rückrunde hier letztes Jahr. Wir haben keinen Torschuss gehabt, in den Zweikämpfen schlecht gespielt. Die Niederlage ist auch in der Höhe verdient."

"Für sechs Tore muss man schon arbeiten"

Thomas Müller (Bayern München): "Wir freuen uns für unsere Fans. Nicht mehr und nicht weniger. Wir sind mit dem 6:0 sehr zufrieden. Das heißt aber nicht, dass uns irgendwas geschenkt wurde, auch wenn es von außen leicht aussieht. Für sechs Tore muss man schon arbeiten, die Zweikämpfe gewinnen, die Wege gehen und sich Möglichkeiten herausarbeiten. In München tut sich jede Mannschaft schwer. Und wenn du dann schon einen Negativlauf hast, ist es noch schwieriger."

Philipp Lahm (Bayern München): "Wer getippt hat, dass ich heute zwei Tore mache, der ist reich. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ich ein Tor mache, ist schon sehr gering. Ein Doppelpack ist mir noch nie passiert! Ich weiß auch nicht, ob das nochmal passieren wird. Das ist schön für mich. Aber wichtig ist, dass wir mit dem 1:0 ein bisschen Ruhe reingebracht haben. Es war eine Topleistung der Mannschaft! Wir haben souverän gewonnen. Das war genau das, was wir uns vorgenommen hatten. Jetzt wollen wir in Rom wieder punkten."

"Das Ergebnis tut sehr weh"

Raphael Wolf (Werder Bremen): "Das war ein bitterer Schlag für uns, da gibt es nichts zu beschönigen. Das war kein schönes Gefühl. Heute haben Dinge nicht geklappt, die sonst in der Jugend klappen. Fakt ist, dass wir gut arbeiten im Training, auch die letzten beiden Wochen gut gearbeitet haben, aber das nicht auf dem Platz abrufen. Das muss schnell besser werden."

Nils Petersen (Werder Bremen): "Das Ergebnis tut sehr weh. Die Bayern spielen ihr Spiel enorm gut. Ständig rennt man nur hinter dem Ball her, das zieht doppelt Kraft. Im Prinzip haben wir keine Zeit, lange über die Niederlage nachzudenken. Das Spiel gegen Köln ist eminent wichtig. Darauf müssen wir uns schnellsten konzentrieren."

Clemens Fritz (Werder Bremen): "Wir werden in den nächsten Tagen nicht mit hängenden Köpfen rumlaufen, sonst holen wir gegen Köln auch nichts."