ANZEIGE

Stuttgart - Während beim VfB die Stimmung nach dem langersehnten Dreier natürlich blendend ist, hadern die Gäste aus Frankfurt mit der eigenen Chancenverwertung. Die Stimmen zum Spiel VfB Stuttgart - Eintracht Frankfurt.

Huub Stevens (Trainer VfB Stuttgart): "Wir sind glücklich über die drei Punkte. Letzte Woche haben wir eine halbe Stunde super gespielt, dann ein Gegentor bekommen und den Faden verloren. Heute waren wir nicht im Spiel. Da hat man gesehen, was Druck aus Menschen macht, wie nervös und hektisch sie werden. Nach dem 0:1 muss man der Mannschaft aber ein großes Kompliment aussprechen, sie hat Moral gezeigt. Aber das sind drei Punkte, aber auch nicht mehr als das."

Thomas Schaaf (Trainer Eintracht Frankfurt): "Wir haben es mal wieder geschafft - das ist schon eine Never-Ending-Story - aus einem kontrollierten ein unkontrolliertes Spiel zu machen. Wir haben sehr lange sehr gut gespielt, aber zu wenig daraus gemacht. Wir müssen auf das zweite und dritte Tor gehen. Wir haben es dann wieder erlebt, dass wir ein Tor aus heiterem Himmel bekommen. Das hat uns zu sehr beschäftigt. Da wurden wir bitter bestraft. Wir werden weiter daran arbeiten, um das besser hinzubekommen."

"Haben Moral gezeigt und alles gegeben"

Christian Gentner (VfB Stuttgart): "Wir haben unsere Chancen genutzt, Moral gezeigt und alles gegeben. Eine Aktion hat eine Blockade gelöst, dann haben wir gezeigt, was wir fußballerisch können. Daran sieht man, wie schwierig eine solche Niederlagenserie für den Kopf sein kann. Umso wichtiger war der Sieg. Mit dem Erfolg bauen wir Druck auf die vor uns liegenden Mannschaft auf, aber nichtsdestotrotz ist es immer noch eine schwierige Lage.“

Daniel Ginczek (VfB Stuttgart): "Das Wichtigste vorneweg: mein Papa ist an diesem Samstag 65 geworden, und die zwei Tore sind auch ein Geschenk an ihn. Gerade das 1:1 hat uns in die Karten gespielt. Denn wir hatten eine schlechte erste Hälfte, in der uns nichts gelungen ist. Ab der 60. Minute hat man dann aber gesehen, was für Qualitäten wir auch nach vorne haben können. Der Sieg war aber nur ein kleiner Schritt.“

Georg Niedermeier (VfB Stuttgart): "Nach dem Spiel herrschen gemischte Gefühle. Einerseits ist es gut zu wissen, dass wir Partien drehen können, andererseits stehen wir in der Tabelle immer noch auf dem letzten Platz. Wir haben wieder einmal gezeigt, dass wir gewillt sind – und uns nun endlich einmal dafür belohnt. In der ersten Hälfte waren wir nervös, hatten zu viele schnelle Ballverluste, haben aber dennoch immer Gas gegeben. Nach der Pause war es dann sehr wichtig, eine solche Reaktion auf das Gegentor zu zeigen.“

Oriol Romeu (VfB Stuttgart): "Die Hauptsache ist, dass wir gewonnen haben. Aber es gibt noch eine Menge zu tun, wir haben noch gar nichts erreicht.“

"Wir waren das bessere Team"

Timothy Chandler (Eintracht Frankfurt): "Wir waren das bessere Team, aber haben es wieder nicht geschafft, in einem fremden Stadion zu gewinnen. Wir gehen mit einer Niederlage in die Länderspielpause, und das ist immer schlecht.“