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Berlin - Hertha-Coach Pal Dardai lobt vor allem die zweite Halbzeit seiner Elf, S04-Trainer Roberto Di Matteo unterschreibt das späte Remis. Die Stimmen zum Spiel Hertha BSC - FC Schalke 04.

Pal Dardai (Trainer Hertha BSC): "Momentan ist es ein bisschen schwierig für uns, das Spiel einzuordnen. Schalke hat die erste Halbzeit dominiert. Aber im zweiten Durchgang haben wir guten Fußball gespielt. Wir haben uns vorgenommen, offensiver zu agieren und mehr Spielzüge nach vorne zu kreieren. So haben wir auch mehr Torgefahr ausgeübt. Wenn man in der letzten Minute dann den Ausgleich kassiert, ist das natürlich bitter. Aber wir nehmen den Punkt und die positiven Dinge aus diesem Spiel mit. Ab morgen konzentrieren wir uns nur noch auf die kommende Partie."

Roberto Di Matteo (Trainer Schalke 04): "Es war ein gutes Spiel, auch wenn es nicht das höchste Tempo hatte. Die Partie am Dienstag hat meine Mannschaft viel Kraft gekostet. Wir haben die Begegnung trotzdem lange Zeit kontrolliert. Hertha hat versucht, über ihre Konter zum Erfolg zu kommen. Da mussten wir sehr aufmerksam sein, sie waren sehr gefährlich. Die Reaktion von meinem Team nach den beiden Rückständen hat mir sehr gut gefallen. Wir sind zweimal zurückgekommen. Wenn man eine Minute vor Schluss zurückliegt und dann noch den Ausgleich schießt, muss man zufrieden sein, dass man immerhin einen Punkt mit nach Hause nimmt. Natürlich wollten wir die drei Zähler. Aber vielleicht ist dieser gewonnene Punkt am Ende der Saison ja der entscheidende."

"Nach dem ärgerlichen Gegentor nicht aufgesteckt"

Benedikt Höwedes (FC Schalke 04): "Wir waren in der ersten Halbzeit klar die spielbestimmende Mannschaft. Nach dem ärgerlichen Gegentor haben wir nicht aufgesteckt, sondern weiterhin guten Fußball gespielt und noch vor der Pause das verdiente 1:1 erzielt. In den zweiten 45 Minuten waren wir dann nicht mehr so druckvoll. Vielleicht weil wir gegen Real Madrid viel Kraft gelassen haben. Nach dem erneuten Gegentor haben wir eine gute Moral bewiesen und mehr als verdient einen Punkt geholt. Timon Wellenreuther weiß selbst, dass er bei den Gegentoren nicht ganz so gut aussah. Aber die Mannschaft macht ihm keinen Vorwurf. Er selbst ärgert sich sicherlich am meisten."

Joel Matip (FC Schalke 04): "Wir lagen bis zur letzten Minute mit 1:2 zurück. Dass wir dann doch noch einen Punkt mitgenommen ist natürlich gut. Wir hatten uns allerdings selbstverständlich mehr erhofft. Das Spiel in Madrid wollen wir nicht als Entschuldigung gelten lassen. Die Herthaner haben auch ihren Teil dazu beigetragen, dass es superschwierig war. Sie haben einen guten Job gemacht, deswegen müssen wir uns mit dem Punkt zufrieden geben. Angesichts der Tabellensituation ist der eine Zähler allerdings zu wenig. Wir haben aber nach wie vor alles selbst in der Hand."

Leroy Sane (FC Schalke 04): "Ich habe wie schon in Madrid gemischte Gefühle. Auf der einen Seite bin ich stolz darauf, dass ich ein Tor erzielt habe und der Mannschaft mit meinem Treffer helfen konnte. Auf der anderen Seite ist es natürlich schade, dass wir nur einen Punkt mitgenommen haben. Es war mehr drin als nur ein Unentschieden. Wir hatten einige Chancen, um weitere Treffer zu erzielen. Wir müssen jetzt nach vorne schauen und uns auf das Spiel gegen Leverkusen konzentrieren. Die Partie ist sehr wichtig für uns."

"Müssen die Nachlässigkeiten abstellen"

Marvin Plattenhardt (Hertha BSC): "Es ist sehr ärgerlich, dass das Spiel noch 2:2 endet. Wir haben ein sehr sehr gute Spiel gemacht, von der ersten bis zur letzten Minute. Die Gegentore fallen zu blöden Zeitpunkten, aber auf unserer Leistung heute können wir aufbauen und was für die nächsten Wochen mitnehmen."

Fabian Lustenberger (Hertha BSC): "Wir haben Schalke Paroli geboten, zwei Mal geführt und ein gutes Spiel gemacht. Deswegen ist der späte Ausgleich sehr bitter. Ich glaube nicht, dass Schalke vier oder fünf Hochkaräter hatte um das Spiel zu gewinnen. Im Moment ist die Enttäuschung, dass wir nur einen Punkt geholt haben natürlich da. Aber wir müssen nach vorne gucken und uns auf Hamburg vorbereiten."

Sebastian Langkamp (Hertha BSC): "Das ist eine gefühlte Niederlage. Nach dem Spielverlauf haben wir zwei Punkte verloren. Vor dem Spiel wären wir mit einem Unentschieden einverstanden gewesen. Aber wenn man das Spiel dann so in der Nachspielzeit noch aus der Hand gibt, ist das besonders bitter."

Änis Ben-Hatira (Hertha BSC): "Wir haben uns mit allem, was wir hatten gegen den Ausgleich gestemmt. In dem Moment fällt dann eine kleine Welt zusammen. Wir hätten den Sieg verdient gehabt und haben ein super Spiel gemacht. Letztendlich können wir stolz und froh über unsere Leistung sein. Wir müssen die Nachlässigkeiten abstellen, so etwas wird von Spitzenteams wie Schalke eiskalt bestraft."