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Am Strand in der Sonne liegen, dem Rauschen des Meeres zuhören und wenn die richtige Welle kommt, aufs Bord springen und auf dem Wasser tanzen. Genauso ist Steven Cherundolo aufgewachsen.

In Rockford im Bundesstaat Illinois das Licht der Welt erblickt, wuchs der Amerikaner an der Küste Kaliforniens auf, in der Stadt, in der einfach jeder Amerikaner leben will: San Diego. Dort besuchte er die Mount Carmel High School, spielte in der Jugend bei den La Jolla Nomads und erhielt später ein Stipendium für die University of Portland.

Lieber Baseball als "Soccer"

"Ich habe ganz normal wie die anderen Kinder gespielt, wurde dann in eine Mannschaft hineingeworfen, in der ich mich irgendwie entwickelt habe", erklärte Cherundolo über seinen Werdegang. Dabei war es immer sein Traum, Baseballspieler zu werden. Geld mit Fußball verdienen? Nicht in den USA.

Und irgendwie doch. "Ich habe mein erstes Geld als Fußballschiedsrichter in San Diego bei einem Jugendspiel verdient", so der Sunnyboy, dem die typisch kalifornisch entspannte Lebensart im Blut liegt. Ausgegeben hat er das Geld für einen Neoprenanzug. Surfen ist seine große Leidenschaft.

Eine feste Größe bei 96

Doch Cherundolos Weg führte ihn weit weg vom Pazifik in die Bundesliga. Und das früher als erwartet. Nach nur zwei Jahren Uni-Fußball wurde 1999 die amerikanische Nationalmannschaft auf ihn aufmerksam und er unterschrieb einen Vertrag bei Hannover 96.

Nach anfänglichen Startschwierigkeiten etablierte sich der US-Boy bei den Niedersachsen und stieg 2001/02 in die Bundesliga auf. Mittlerweile war er eine feste Größe bei den 96ern und ein Liebling der Fans. Trotz seiner nur 1,68 Meter Körpergröße ist "Dolo" auf der rechten Abwehrseite Hannovers gesetzt.

Dass seine Körpergröße keine Rolle spielt, bewies er auch bei seinem ersten Bundesliga-Tor. Beim 2:0-Auswärtssieg der Niedersachsen in der Saison 2004/05 in Mönchengladbach traf er ausgerechnet mit dem Kopf.

Immer engagiert

Einzig eine Verletzung konnte ihn ausbremsen. In der Saison 2008/09 spielte er monatelang unter großen Schmerzen, ließ sich erst sehr spät zu einer Operation überreden. "Das ist die amerikanische Mentalität", sagte er dazu. Wie immer mit einem Lächeln auf dem Gesicht.

Der ewige Optimist ist aber nicht nur ein Strahlemann, er bringt auch andere zum Strahlen. So engagiert er sich in Hannover unter anderem für die Organisation "Kinderherz Hannover e.V.". Spieler wie Cherundolo sind heutzutage selten. Bei allem Erfolgsdruck immer positiv denkend und dem einen - und nur dem einen - Verein verpflichtet. Schön zu wissen, dass es solche Spieler noch gibt. Auch wenn Sie viele tausend Kilometer entfernt zuhause sind.

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