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München - Für die traumhaft gestarteten Hannoveraner gilt es, beim Gastspiel in Köln eine offene Rechnung zu begleichen (Sonntag, ab 17 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio). Mit 0:4 unterlagen die Niedersachsen im vergangenen März bei den "Geißböcken" und verspielten so die Chance, Verfolger Bayern München im Rennen um die CL-Plätze auf fünf Punkte zu distanzieren.

Das Ende ist bekannt, die 96er mussten sich mit der Europa League begnügen. Doch in Sachen Termindichte steht der Nachfolgewettbewerb des Uefa Cups der Champions League in nichts nach. Die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka hat in den kommenden drei Wochen ein Mammutprogramm zu absolvieren: viermal Bundesliga, zweimal Europa League, einmal DFB-Pokal - Startschuss bildet das Duell mit dem FC.

Schlaudraff nicht dabei

Slomka setzt deshalb auf Personalwechsel, um Überbelastungen vorzubeugen. "Die Rotation ist wichtig, auch um den anderen Spielern zu zeigen, dass sie gebraucht werden", meint der Trainer, dessen Team an den ersten acht Spieltagen lediglich eine Niederlage einstecken musste.

Auf Angreifer Jan Schlaudraff wird er in der Domstadt verzichten. Der ehemalige Nationalspieler laboriert an einer Patellasehnenreizung im Knie. "Wir wollen nichts riskieren und versuchen, ihn bis zum Spiel gegen Kopenhagen wieder fit zu kriegen", sagte Slomka.

Moritz Stoppelkamp und Emanuel Pogatez konnten hingegen nach ihren Pausen beschwerdefrei trainieren. Auch die beiden Norweger "Moa" Abdellaoue und Henning Hauger kehrten nach ihrem Oslo-Trip wieder in das Mannschaftstraining zurück. Auch die weiteren Nationalspieler kehrten ohne Blessuren zurück nach Hannover.

Brecko fit, Novakovic fraglich

Weniger Positives weiß Kölns Coach Stale Solbakken zu berichten: "Die Länderspiele bringen immer ein bisschen Unruhe in die Mannschaft. Ich weiß nicht wer wie viel trainiert hat, manche Spieler sind verletzt."

Unter anderem kehrte der slowenische Nationalspieler Miso Brecko angeschlagen zurück, bis Sonntag soll er aber wieder fit sein. Milivoje Novakovic verletzte sich beim Abschlusstraining der Slowenen an der Leiste und konnte am Freitag nicht am Mannschaftstraining teilnehmen. Sein Einsatz entscheidet sich kurzfristig.

Mc Kenna im Training

Falls Novakovic bis Sonntag noch nicht wieder fit sein sollte, könnte Lukas Podolski als einzige Spitze auflaufen: "Vielleicht spielt Lukas alleine vorne, aber es gäbe auch die Option, Freis oder auch den kopfballstarken Odise Roshi einzuwechseln." Für den Innenverteidiger Kevin Mc Kenna sieht es derweil gut aus.

Er habe gut trainiert, sagte Solbakken, "aber ob es für 90 Minuten reichen wird, weiß ich noch nicht". Als Ersatz für Mc Kenna stünde der tunesische Nationalspieler Ammar Jemal bereit, der seine Oberschenkelprobleme überwunden hat.