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Am Freitag und Samstag konnten sich Trainer Robin Dutt und seine Mannschaft vom SC Freiburg in aller Ruhe ansehen, was die Konkurrenz im Abstiegskampf so machte. Mit der Partie gegen den Deutschen Meister VfL Wolfsburg am Sonntag (ab 17 Uhr im Live-Ticker / Liga-Radio) liefern die Breisgauer den Kehraus des 32. Bundesligaspieltages und wissen dann schon, wie ihre Chancen auf den Klassenerhalt stehen.

Freiburg geht mit dem Rückenwind der letzten Erfolge in die Partie gegen den entthronten Meister. Nach nur einer Niederlage aus den letzten fünf Spielen hat der Aufsteiger wieder eine realistische Chance, den Abstieg zu vermeiden, sogar die Relegation gegen den Zweitliga-Dritten zu umgehen.

Dutt: "Punkt könnte wertvoll sein"

"Wir haben eine klare Tendenz nach oben, vor allem in den Heimspielen", erklärte Dutt. Sieben Punkte aus den letzten drei Partien lautet dort die Bilanz.

"Es war wahnsinnig wichtig, dass wir auch mal ein Sechs-Punkte-Spiel gewonnen haben. Natürlich macht das Mut für den Schlussspurt", sagte Mittelfeldmann Julian Schuster nach dem 2:1 gegen den 1. FC Nürnberg vor einer Woche.

Zum dritten Mal in Folge kann Dutt mit unveränderter Aufstellung beginnen und setzt auch wieder auf die neue und erfolgreiche 4-1-4-1-Taktik. "Natürlich wollen wir auch gegen Wolfsburg Punkte sammeln", kündigte der Trainer an, ist dabei aber realistisch angesichts der schwierigen Aufgabe: "Ein Punkt könnte schon sehr wertvoll für uns sein." Der würde schon reichen, um am VfL Bochum vorbeizuziehen, der am Freitag mit dem 0:2 gegen den VfB Stuttgart den Freiburgern in die Karten spielte.

Wolfsburg kämpft um Europa-League-Teilnahme

Die "Wölfe" haben auswärts zuletzt am 13. Februar in Leverkusen verloren und schielen als Tabellenachter auch auf Platz 6 und die Europa League. "So lange das rechnerisch möglich ist, werden wir darum kämpfen", kündigte Trainer Lorenz-Günther Köstner an und verlangte: "Bereitschaft und Verantwortungsbewusstsein müssen stimmen. Wir wollen die Saison sauber zu Ende bringen."

"Wir müssen hochkonzentriert sein", warnte deshalb Dutt: "wir müssen vor allem auf Edin Dzeko achten und wissen um die Offensivqualitäten der Wolfsburger." Entsprechend war das taktische Defensivverhalten intensiver Bestandteil der Vorbereitung auf das Spiel. Der Freiburger Trainer schenkt wohl auch gegen die Niedersachsen seiner zuletzt eingespielten Abwehrreihe mit Kapitän Heiko Butscher und Oliver Barth im Zentrum das Vertrauen. "Unsere beiden Innenverteidiger haben das sehr gut gemacht in den letzten Wochen", so Dutt, und auch sonst spreche "viel dafür, die Mannschaft wieder so spielen zu lassen wie letzte Woche".

Misimovic angeschlagen

Personell hat der SCF-Coach aber Einiges in der Hinterhand, einzig Tommy Bechmann (nach Muskelfaserriss) fehlt auch am Sonntag noch leicht angeschlagen.

Auf Wolfsburger Seite steht hinter dem Einsatz von Spielmacher Zvjezdan Misimovic, der aufgrund einer Zerrung in der Wadenmuskulatur am Freitagnachmittag nicht trainieren konnte, ein Fragezeichen. "Es könnte eng werden bei 'Zwetschge'", so Köstner. Auf dem Weg der Besserung sind dagegen Nationalspieler Christian Gentner (Oberschenkelverletzung) und Torwart André Lenz (Gallenblasen-Probleme). Auch Alexander Madlung steht nach überstandener Gesäßmuskelzerrung vor einem Comeback.


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