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Die Slowakei ist wahrlich nicht als Fußballnation verschrien. Eishockey, das wird hier ganz groß geschrieben. Auf den Kufen, die die Welt bedeuten, war der kleine Nachbar des großen Tschechiens schon Weltmeister. Und doch gibt es sie, richtig gute Fußballer. So wie Stanislav Sestak.

Dass er dem Eisfieber entgangen ist, hat er wohl seinen Brüdern zu verdanken. Die schleppten ihn eines Tages mit auf den Bolzplatz. Da war Sestak fünf oder sechs Jahre alt. So ganz genau kann er sich nicht mehr erinnern. Nur eines war damals klar. Seine Leidenschaft war der Fußball.

Tolle Torquote

Mit zehn trat Sestak dem ersten Verein bei, Tatran Presov. 2001 folgte ein Wechsel in die slowakische Hauptstadt zu SK Slovan Bratislava. Nach anderthalb Jahren ging er in der Winterpause zu MSK Zilina. Der Verein gehörte seinerzeit zu den aufstrebenden Clubs des Landes.

Ein idealer Ort für einen aufstrebenden Stürmer. Sestak etablierte sich schnell. In drei Spielzeiten trug er sich in 72 Spielen unglaubliche 45 Mal in die Torjägerlisten ein. Längst hatten größere Vereine aus dem Ausland ein Auge auf ihn geworfen.

Sestak ließ all das kalt: "Ich mache kein großes Theater um meine Person. Ich bin niemand, der seinen Namen jeden Tag in der Zeitung lesen muss." Und doch schrieb er in seiner Heimat die großen Schlagzeilen - und sei es nur aufgrund seiner konstant guten Leistungen.

Rasanter Einstand

Antrittsschnell, sprintstark mit und ohne Ball und sicher im Abschluss. Darauf konnten sich ab 2007 die Fans des VfL Bochum freuen. Als frisch gebackener Slowakischer Meister packte Sestak seine Koffer und heuerte in der Bundesliga an.

So rasant wie sein Spiel verlief auch seine Debütsaison. Mit 13 Treffern und acht Assists sicherte Sestak den Bochumern den Klassenerhalt und spielte sich im Eiltempo in die Herzen der Fans. In der nächsten Saison bremsten ihn Verletzungsprobleme zwar ein wenig aus. Dennoch kam er in 24 Einsätzen auf neun Treffer.

Grund genug für die Bochumer Führungsetage, den schnellen Angreifer nicht davonlaufen zu lassen. Bis 2013 wurde der Vertrag mit Sestak verlängert. "Er gehört sicherlich zu den stärksten Konterstürmern der Liga und hat die besten Jahre als Angreifer noch vor sich", erklärte VfL-Vorstand Thomas Ernst.

Schnell reagiert. Gut zu wissen.

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