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Sinsheim - 1899 Hoffenheim hat wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga liegen lassen. Eine Woche nach dem 3:0-Sieg im Kellerduell bei der SpVgg Greuther Fürth kam der Tabellenvorletzte am 26. Spieltag nicht über ein 0:0 gegen den FSV Mainz 05 hinaus. Der FSV, der noch nie bei der TSG verloren hat, ist damit seit sechs Partien ungeschlagen. Trainer Thomas Tuchel verpasste dennoch seinen 50. Bundesliga-Sieg.

Die 24.500 Zuschauer in der Rhein-Neckar-Arena sahen zu Beginn eine äußerst mäßige Partie. Die Hoffenheimer, die sich unter der Woche auf einer Paintball-Anlage "warmgeschossen" hatten, hatten am 23. Geburtstag des schwer verunglückten Boris Vukcevic nicht mehr als ordentliche Ansätze zu bieten.

Die Gastgeber, die auf Sebastian Rudy, Sejad Salihovic, Fabian Johnson und Koen Casteels verzichten mussten, strahlten kaum Torgefahr aus - obwohl sie das Geschehen im Mittelfeld bestimmten. Der frühere Nationaltorwart Tim Wiese war auch gegen den FSV suspendiert, der ehemalige Mainzer Eugen Polanski saß nur auf der Ersatzbank.

Hoffenheim ohne Zug zum Tor

Die stark ersatzgeschwächten Mainzer, bei denen Elkin Soto, Niko Bungert, Nikita Rukavytsya, Junior Diaz, Ivan Klasnic, Radoslav Zabavnik, Marco Caligiuri und Jan Kirchhoff fehlten, konzentrierten sich zunächst auf die Defensive. Im Spiel nach vorne hatten die Gäste kaum etwas zu bieten. Ausnahme im ersten Durchgang: Kapitän Nikolce Noveski traf per Kopf den Pfosten (16.).

Diese Szene blieb für lange Zeit der einzige Höhepunkt. Das Spiel war auch in der Folge wenig aufregend. Die Defensivreihen hatten über weite Strecken alles im Griff, beiden Offensivabteilungen fehlte die Kreativität. Lediglich der Hoffenheimer Kevin Volland sorgte für ein wenig Gefahr (26.).

Pospech zirkelt den Ball ans Aluminium



Nach dem Seitenwechsel änderte sich erst einmal nichts. Kampf war Trumpf, Zweikämpfe und Fouls prägten das Bild. Auf Möglichkeiten warteten die Zuschauer zunächst vergeblich, selbst aussichtsreiche Standardsituation brachten keine Gefahr vor den Toren. Auch nach einer Stunde blieb das Angriffsspiel beider Teams mangelhaft.

Erst in der 65. Minute verzeichneten die Mainzer durch Shawn Parker die erste Chance des zweiten Durchgangs. Danach verfielen beide Mannschaften wieder in den alten Trott. Spielwitz, Tempo und Durchschlagskraft waren so gut wie nicht vorhanden. Lediglich der Mainzer Zdenek Pospech sorgte mit einem Distanzschuss an den Außenpfosten (74.) für Abwechslung, eine Minute später musste Hoffenheims Torwart Heurelho Gomes gegen Parker retten.

Spieler des Spiels: David Abraham



David Abraham hielt die Hoffenheimer Defensive gut zusammen und war mit 71 Prozent gewonnenen direkten Duellen der zweikampfstärkste Spieler auf dem Platz. Der Argentinier agierte dabei auch noch sehr fair und beging in 90 Minuten kein einziges Foul.