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Dortmund - Borussia Dortmund ist mit einer überzeugenden Vorstellung wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Eine Woche nach dem 0:3 beim Hamburger SV feierte der deutsche Vizemeister einen hochverdienten 3:0 (0:0)-Sieg gegen den abstiegsbedrohten 1. FC Nürnberg, dessen Aufwärtstrend nach der zweiten Rückrunden-Niederlage zunächst gestoppt ist.

Allerdings mussten sich die 80.645 Zuschauer in der Dortmunder Arena lange gedulden, ehe der BVB vier Tage nach dem starken Auftritt im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Zenit St. Petersburg (4:2) die Führung gelang. Bei seinem Comeback nach dreiwöchiger Verletzungspause traf Nationalspieler Mats Hummels (51.), bevor Robert Lewandowski seinen 15. Saisontreffer (64.) erzielte. Henrikh Mkhitaryan (83.) traf zum Endstand, der BVB ist nun wieder Tabellenzweiter.

"Meine Mannschaft hat einen hohen Aufwand betrieben, das war auch notwendig. Nürnberg hat selbstbewusst begonnen, und in der ersten Halbzeit haben wir uns große Chancen herausgearbeitet", sagte BVB-Trainer Jürgen Klopp. 

Dortmund kontert in Halbzeit eins

Mit neuem Selbstbewusstsein nach einer Bilanz von zuvor vier Siegen in den fünf Punktspielen seit der Jahreswende suchte Nürnberg den offenen Schlagabtausch. Allerdings boten die Franken dem BVB damit nach Ballverlusten Räume für schnelle Angriffe. Schon nach vier Minuten musste FCN-Torhüter Raphael Schäfer gegen den freistehenden Mkhitaryan klären, Lukasz Piszczek verpasste wenig später eine Vorlage von Marcel Schmelzer.

Nürnberger Angriffe bereiteten der Dortmunder Defensive keine größeren Probleme. Auf der Gegenseite lag der Führungstreffer des BVB in der Luft. Eine große Chance bot sich Lewandowski bei einem indirekten Freistoß aus fünf Metern wegen eines nicht regelkonformen Rückpasses. Doch er fand keine Lücke in der Nürnberger Abwehrmauer.

"In der ersten Halbzeit waren wir defensiv gut organisiert. Wir haben nie unsere Stärken ausspielen können, aber das lag an der Qualität der Dortmunder. Ich habe positive Ansätze in der Defensivarbeit gesehen", so Club-Coach Gertjan Verbeek.

Pekhart scheitert am Pfosten

Verstärkt stand in der Folge Schäfer im Blickpunkt, der unter anderem bravourös gegen Mkhitaryan und Schmelzer klärte. Allerdings wäre der Schuss für die Westfalen beinahe nach hinten losgegangen, als Nürnbergs Tomas Pekhart nach einem Missverständnis zwischen Hummels und Sokratis den Pfosten traf (29.).

Dortmunder Überlegenheit, viele Chancen, aber keine Tore - so lautete das Halbzeitfazit. Allerdings machten sich die Borussen, bei denen Nationalspieler Marco Reus wegen einer Gelb-Sperre fehlte, das Leben mit der mangelnden Chancenverwertung selbst schwer.

Wie eine Erlösung feierten die Dortmunder Fans schließlich das 1:0 durch Hummels, der den Ball nach einer Abwehraktion von Schäfer über die Linie stocherte. Anschließend nutzte Lewandowski einen Blackout der Nürnberger Defensive zum 2:0.

Spieler des Spiels: Robert Lewandowski

Der Pole brachte den BVB auf die Siegerstraße, indem er das 1:0 vorbereitete und zum 2:0 traf. Lewandowski gab fünf Torschüsse ab, damit mehr als der Club insgesamt (vier). Sechs weitere Torschüsse bereitete er vor.