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Sinsheim - Mit einer eindrucksvollen Energieleistung hat sich die TSG 1899 Hoffenheim einen Punkt im bereits verlorenen geglaubten Baden-Derby erkämpft und bleibt weiter ungeschlagen. Nach einem 0:2-Rückstand holten die Kraichgauer am fünften Bundesliga-Spieltag ein 3:3 (1:2) gegen den immer noch sieglosen SC Freiburg.

Jannik Vestergaard erzielte mit der letzten Aktion des Spiels in der Nachspielzeit den Ausgleich (90.+3). Zunächst hatte Mike Frantz binnen zwei Minuten (31. und 33.) für den Sport-Club getroffen. Für den Neuzugang vom 1. FC Nürnberg waren es die ersten Treffer im Trikot der Freiburger. Dann legte Vladimir Darida per Foulelfmeter nach (75.), bevor er vom Platz flog (81.). Tarik Elyounoussi (44.) und Nationalspieler Sebastian Rudy (63.) trafen für die Gastgeber, die sieben Heimspiele nicht verloren haben.

Erste Gelegenheit nach fünf Minuten

Vor 24.872 Zuschauern in der Rhein-Neckar-Arena bestimmten die Gastgeber in den ersten Minuten die Partie. Die Hoffenheimer, bei denen Ermin Bicakcic, Jin-Su Kim und Sejad Salihovic fehlten, hatten bereits in der fünften Minute die erste Chance. Kevin Volland scheiterte an SC-Torwart Roman Bürki, dem Nachfolger von Oliver Baumann, der im Sommer nach Hoffenheim gewechselt war.

Die Freiburger, die ohne den verletzten Schweizer WM-Teilnehmer Admir Mehmedi und Oliver Sorg auskommen mussten, hatten in der Offensive zunächst nur wenig zu bieten. Die Mannschaft von Coach Christian Streich kam in der ersten Viertelstunde noch nicht einmal in die Nähe des Hoffenheimer Tors.

Philipp vergibt erste Chance

Dennoch wären die Gäste in der 18. Minute fast in Führung gegangen. Nach einem Fehlpass des Hoffenheimers Eugen Polanski lief Maximilian Philipp alleine auf Baumann zu. Der 20-Jährige nutzte die große Chance auf sein erstes Ligator aber nicht. Die Szene machte den Freiburgern dennoch Mut, nur zwei Minuten später scheiterte Darida an Baumann.

Die Gastgeber fanden in dieser Phase überhaupt nicht zu ihrem gewohnten Offensivspiel. Erst in der 29. Minute verzeichneten die Kraichgauer durch Àdam Szalai wieder eine Möglichkeit. Dazu kamen krasse Abwehrfehler der Hoffenheimer.

Frantz mit Doppelpack

Den Fauxpas von Volland nutzte Frantz zu seinem ersten Tor, zwei Minuten später verwertete er die Vorarbeit von Jonathan Schmid. Elyounoussi brachte die Gastgeber aber kurz vor der Pause mit seinem dritten Saisontor zurück ins Spiel. Darida hatte zuvor gepatzt.

Nach dem Seitenwechsel prüfte zunächst Vestergaard mit einem Freistoß Bürki (55.), wenige Sekunden später hatten die Hoffenheimer ein Foul an Kapitän Andreas Beck im Freiburger Strafraum erkannt. Die Pfeife von Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) blieb aber stumm.

Darida sieht die rote Karte

Das änderte aber nichts daran, dass die Gastgeber mit Vehemenz auf den Ausgleich drängten. Rudy sorgte per Freistoß für das 2:2. Auf der Gegenseite foulte Tobias Strobl Schmid an der Strafraumgrenze. Darida verwandelte und flog kurz darauf mit Rot für sein überhartes Einsteigen vom Platz.

Spieler des Spiels:

Jannik Vestergaard

Jannik Vestergaard spielte im zentralen defensiven Mittelfeld. Mit 83,3 Prozent gewonnener Zweikämpfe rechtfertigte er eindrucksvoll seine Aufstellung und erzielte darüber hinaus in der Nachspielzeit mit seinem ersten Saisontor den Ausgleich.