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Frankfurt - Mit einer starken Aufholjagd hat sich Hannover 96 im Abstiegskampf etwas Luft verschafft. Bei Eintracht Frankfurt kamen die Niedersachsen nach einem 0:2-Rückstand noch zu einem 2:2 (0:1) und sendeten im Abstiegskampf der Bundesliga nach zuletzt drei Niederlagen ein Lebenszeichen.

Alexander Madlung (27.) und Stefan Aigner (54.) brachten die Gastgeber in Führung, Marcelo (68.) und Didier Ya Konan (82.) sorgten für das verdiente Unentschieden.

96 direkt mit dicken Chancen

Vor 49.600 Zuschauern hätten die Gäste gleich zweimal früh in Führung gehen müssen. Erst scheiterte Edgar Prib an Eintracht-Torwart Kevin Trapp (14.), eine Minute später setzte Innenverteidiger Felipe einen Kopfball vollkommen unbedrängt aus vier Metern neben das Tor. Die nervöse Anfangsphase der Niedersachsen passte ins Bild der bisherigen Saison.

Korkut, der am Donnerstag seinen 41. Geburtstag gefeiert hatte, musste am Main auf den gesperrten Leonardo Bittencourt verzichten, Prib ersetzte ihn. Für den erkrankten Ex-Frankfurter Joselu (Grippe) begann Ya Konan als einzige Spitze. Eintracht-Trainer Schaaf tauschte einmal und brachte Sonny Kittel.

Eintracht-Tore aus dem Nichts

Von der bis dahin drittbesten Offensive der Liga zeigten die Hausherren aber aus dem Spiel heraus nur wenig. Wenn es für Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler gefährlich wurde, dann nach ruhenden Bällen.

Top-Torjäger Alexander Meier (Hier können Sie u.a. Meier in die Top-11 der Saiosn wählen!) zwang den Keeper nach 18 Minuten per Freistoß noch zu einer Glanzparade, ehe der 1,93 Meter große Madlung ohne Gegenwehr zur Führung einköpfen durfte. Die Hannoveraner Abwehr hatte sich mit ihrer Abseitsfalle verspekuliert.

Der Gegentreffer kam zur Unzeit. Gerade hatten die Gäste mit etwas mehr Mut Richtung Frankfurter Strafraum gespielt, dort fehlte aber die Genauigkeit. Nun unter Zugzwang stehend, wurden die Aktionen der 96er überhasteter. Allerdings verpasste es auch die Eintracht, daraus noch vor der Pause Kapital zu schlagen.

Schöner Schlenzer von Ya Konan

In der zweiten Halbzeit übernahm Hannover sofort wieder die Initiative, weiterhin fehlte aber die Durchschlagskraft. Die Gastgeber bekamen dadurch Raum zum Kontern, Aigner nutzte nach Vorarbeit von Haris Seferovic einen Fehler von Christian Schulz zum 2:0. Weitere Gelegenheiten ließ Frankfurt zunächst ungenutzt, sodass Marcelo mit einem Rücken-Tor nach einer Ecke von Hiroshi Kiyotake für Spannung sorgte.

Ya Konan rettete den Gästen dann einen Zähler. Nach Zuspiel von Lars Stindl schlenzte der Ivorer die Kugel sehenswert über den machtlosen Trapp hinweg ins Netz. Zum 17. Mal in dieser Saison kassierte Frankfurt ein Gegentor in der Schlussviertelstunde - Ligahöchstwert.

SID

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Spieler des Spiels:

Lars Stindl

Lars Stindl bereitete den Ausgleichstreffer vor und war Hannovers Bester gegen Frankfurt. Er gab drei Torschüsse ab, führte 43 Zweikämpfe (67 Prozent gewonnen) und lief (11,6 Kilometer) - jeweils Bestwert bei den Niedersachsen. Zudem war Stindl erstmals in seiner Bundesliga-Karriere in einem Spiel über 100 Mal am Ball (103 Mal).

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