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Köln – 1023 Testspiele, 1601 Pokalspiele, 666 Partien in freien Ligen und 979 Vorbereitungsspiele. Dazu noch einige hundert Turnier- und Rankingspiele. Die Bilanz eines einzigen normalen Wochentags im Offiziellen Bundesliga Manager (OBM) unterstreicht, dass das Managerspiel inzwischen zum täglichen Treffpunkt einer großen Fangemeinde geworden ist.

Längst sind es nicht nur die Meisterschaftsspiele in den vielen Staffeln und Ligen, die die User lediglich am Wochenende ins Managerspiel locken. Besonders diejenigen Manager, die schon etwas länger im OBM aktiv sind, schätzen die vielen verschiedenen Möglichkeiten und Einstellungen des Spiels, die die Leistungsfähigkeit des eigenen OBM-Teams erheblich erhöhen können.

Taktik der Schlüssel zum Erfolg

Besonders im taktischen Bereich bietet der OBM viele Feinheiten, an denen die ehrgeizigsten OBMler unermüdlich tüfteln. Denn wie im realen Fußball ist auch im virtuellen Spiel die Taktik der Schlüssel zum Erfolg. Die Redaktion hat dazu mehrere erfahrene und erfolgreiche "Vielspieler" des OBM befragt und einige wertvolle Tipps für die Mitspieler bekommen.

Redaktion: Welche der Features wie Taktikradar, Spielbeobachter oder Zeugwart nutzt ihr und sind für euch unverzichtbar?

Ron der Schleifer (Team: BC- Forchheim): Fester Bestandteil meiner Analyse-Toolbox ist der Spielebeobachter. Allerdings nur für den Ligabetrieb. Er bietet mir die Möglichkeit, mich im Vorfeld über den Gegner und seine Spezialitäten zu informieren um dann Rückschlüsse auf das kommende Spiel ziehen zu können.

thorap (Team: Schwanheimer Fohlen): Ich nutze alle Features. Für mich ganz wichtig ist der Spielebeobachter in Kombination mit dem Taktikradar; ohne das geht gar nichts. Hier versuche ich Feinheiten der gegnerischen Aufstellung bzw. Einstellung zu entnehmen. Besonders, wann und unter welchen Voraussetzungen zum Beispiel ein Wechsel erfolgt.

JanV34 (Team: SVS Papenburg 07): Der Taktikradar ist gut, um im Stadion neue Formationen zu analysieren und Fehlerquellen aufzudecken, wenn man es "ganz genau" haben will. Ich persönlich spiele mittlerweile wieder ohne Radar, aber für ca. 1 KIX im Monat ist es schon einen Gedanken wert.

Bege (Team: TheUntouchables): Am wichtigsten ist für mich der Taktikradar und kommt vor allem nach einem Patch zum Tragen. Durch den Taktikradar kann man sehr gut erkennen, wie sich Wechsel unter anderem auf die Formation auswirken, bzw. wie sich die Formationen im Allgemeinen verhalten. Man spart außerdem auch viel Zeit, da die lästigen Perspektivenwechsel und das "Gezoome" wegfallen.

Dragon (Teams: Dragons Cologne/ Cologne Angels): Den Spielbeobachter nutze ich sehr oft, schaue mir bei Wettbewerben fast jedes Spiel in der Option "Highlights" an. Erstens macht es mir mehr Spaß als die reine Statistik der Spiele. Und des Weiteren erhalte ich eine Analyse über die Taktik meines Gegners. Taktikradar ist für mich unwichtig. Nette "Spielerei ".

Franky (Team: BC- Lok Leipzig): Spielbeobachter und Taktikradar sind die perfekten Features, um sich auf seinen Gegner vorzubereiten. Das Taktikradar ist ein Muss für jeden OBM-Spieler, wenn er dauerhaft erfolgreich sein will. Im Stadion kann man quasi das Spiel des Gegners lesen und gegebenenfalls darauf reagieren. Den Zeugwart nutze ich nur in der Standard-Version. Lieber eine starke Taktik, als ein starkes Trikot.

Redaktion: Wie feilt ihr an eurer Taktik und probiert ihr auch unterschiedliche Formationen aus?

Ron der Schleifer (Team: BC- Forchheim): Da halte ich es wie Coca Cola mit seiner Rezeptur. Ein gutes Rezept verrät man nie. Ok, natürlich versucht man, wenn es mal wieder nicht so läuft, an der Taktik zu feilen: Schuss nah oder Schuss fern, lange Pässe, kurze Pässe etc., um wieder auf den Weg des Erfolges zurück zu kommen.

thorap (Team: Schwanheimer Fohlen): Ich spiele generell alles und bin kein Freund von immer der gleichen Formation. Von der 4-4-2, über die 3-4-3 mit Raute, 4-5-1 bis hin zur 4-2-3-1 mit diversen Wechseln; zum Beispiel, wie zur Zeit von sehr vielen praktiziert, ein Mittelfeldspieler oder Stürmer für einen zusätzlichen Abwehrspieler. Wichtig aus meiner Sicht ist auch das "verdeckte" Einstellen eines Teams - nach dem Motto: "defensiv" auflaufen, "offensiv" ausspielen oder eben vice versa.

JanV34 (Team: SVS Papenburg 07): Eine Taktik ist immer im Schwung - man findet eine, man spielt eine und irgendwann wird man taktisch ausgekontert und stellt eine neue Suche an. Ich nutze Testspiele gegen bestimmte Gegner und Formationen, um die Regler langsam zu optimieren, auch Freie Ligen und Wettbewerbe sind dort sehr hilfreich.

Bege (Team: TheUntouchables): Meine Taktiken entstehen meistens nach einem Patch. Da schaue ich mir zu Beginn erst mal das evtl. neue Verhalten bei meinen Lieblingsformationen, bei Formationen die mal Interessant sein könnten und bei den Formationen, die meines Erachtens bei der Simulation am effektivsten sind, an. Danach teste ich bestimmte Einstellungen bei meinen Teams untereinander.

Dragon (Teams: Dragons Cologne/ Cologne Angels): ... das wüsstet Ihr wohl gern. Aber ein wenig kann ja sagen: Nach einem Patch mache ich unzählige Testspiele gegen meine 2. Mannschaft, die dann immer gleich eingestellt ist oder gegen den FC Deutschland, das KI Team. Wichtig ist, dass der Gegner immer mit der gleichen Formation und Taktik aufläuft. Sonst könnte man keine Veränderungen an der Taktik der ersten Mannschaft vornehmen.

Franky (Team: BC- Lok Leipzig): Ich feile grundsätzlich über Testspiele an meiner Taktik, hier suche ich mir die Teams raus, die momentan sehr erfolgreich spielen, schaue mir die Spiele im Stadion an, analysiere, was ich verbessern kann, bzw. wo der Gegner besser ist und versuche es demzufolge zu verbessern. Ich führe eigene Statistiken über die Reglereinstellungen, wann ich mit was am erfolgreichsten bin und in welcher Minute des Spiels. Ich bin ein absoluter Taktikfreak.