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Köln - Die Bundesliga biegt so langsam in ihre entscheidende Phase ein. In den kommenden Monaten wird sich herausstellen, wer das Zeug für Europa hat und wer weiterhin noch um den Klassenerhalt bangen muss. Drei Bundesliga-Profis haben nicht nur die Tabelle im Blick, sondern auch die Torjägerkrone.

Alex Meier (18), Arjen Robben (17) und Bas Dost (13) liefern sich einen heißen Kampf um die begehrte Trophäe. bundesliga.de nimmt die Toptorjäger (siehe Infografik) von Eintracht Frankfurt, dem FC Bayern München und dem VfL Wolfsburg genauer unter die Lupe. Ex-Goalgetter Erik Meijer hat sich im Interview bereits auf seinen Favoriten festgelegt.

Alex Meier: Trefferquote mit Erfolgsaussicht

Der 32-Jährige erlebt derzeit ein zweites Karrierehoch. In Köln erzielte der 1,96 Meter große Torjäger von Eintracht Frankfurt seine Treffer Nummer 17 und 18, führt damit vor Arjen Robben aktuell die Torschützenliste an. Nie zuvor in der Bundesliga oder auch in der 2. Bundesliga hat Meier in einer Spielzeit so oft getroffen.

Meier stellte damit sogar einen vereinsinternen Rekord auf. Nach 24 Spieltagen hatte kein Frankfurter Adler jemals so viele Treffer auf dem Konto. Die Chancen auf die Torjägerkanone stehen bestens. Nur ein Mal wurde ein Spieler, der mindestens 18 Mal in den ersten 24 Runden traf, am Saisonende nicht Torschützenkönig (Mario Gomez in der Saison 2011/12.  

Ein weiteres Argument: Behält Meier seine Quote von bisher 0,8 Treffern pro Spiel bei, so hätte er am Ende der Saison 26 Tore auf dem Konto. Damit hätte er sich in den vergangenen zehn Jahren sieben Mal die begehrte Trophäe gesichert.

Arjen Robben: Rekordreicher Topscorer

Wenn der FC Bayern München in dieser Saison einnetzt, dann ist Arjen Robben meistens nicht weit. Der Niederländer war in 20 Spielen bereits an 24 Toren beteiligt (17 Treffer und sieben Vorlagen) - er ist damit der Topscorer der Liga. Robben ist mit nur einem Tor Rückstand Meier dicht auf den Fersen, schon jetzt stellte er einen neuen persönlichen Saisonrekord auf - und das als nicht klassisch ausgebildeter Stürmer.

In der Geschichte der Bundesliga gab es mit Marek Mintal (in der Saison 2008/09) nur einen anderen Mittelfeldspieler, der zum gleichen Zeitpunkt häufiger getroffen hatte. Robben würde sich mit der Torjägerkanone beim FC Bayern in einer ruhmreichen Liste verewigen.

Der FCB stellte in 15 seiner 49 kompletten Bundesliga-Spielzeiten den Torschützenkönig, das macht einen Anteil von 31 Prozent. Darunter befinden sich Legenden wie Karl-Heinz Rummenigge (dreifacher Torschützenkönig), Giovane Elber oder Gerd Müller. Letzterer holte sogar sieben Mal die Torjägerkanone – das ist Bundesliga-Rekord.

Bas Dost: Goalgetter der Rückrunde

Wolfsburgs Knipser zündete zwar in dieser Saison spät, dafür aber wuchtig. Dost ist nicht nur Toptorschütze des VfL Wolfsburg, sondern ist auch mit elf erzielten Toren in den ersten sechs Partien nach der Winterpause ligaweiter Toptorschütze. So gut war der Niederländer in seiner Zeit bei den Wölfen noch nie, in dieser Saison erzielte er schon mehr Tore als in seinen ersten beiden Spieljahren bei den Niedersachsen zusammen.

Und auch der großgewachsene Torjäger schrieb bereits Bundesliga-Geschichte. Dem Viererpack in Leverkusen ließ Dost Doppelpacks in Berlin und Bremen folgen - mehr als acht Tore in drei aufeinanderfolgenden Bundesliga-Partien gelangen in der Historie der Liga noch nie einem Spieler.

Um den bisher zwei Wolfsburger Torschützenkönigen Grafite (2008/09: 28 Tore) und Edin Dzeko (2009/10: 22 Tore) zu folgen, müsste Dost seine bisherige Quote von einem Treffer pro Spiel auf 1,5 hochschrauben. Der bisher letzte Spieler, der mit 13 Toren nach 24 Spieltagen am Saisonende Torschützenkönig wurde, war Thomas Christiansen in der Saison 2002/03.

Yannik Schmidt/Tobias Anding