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Normalerweise rechnet man in solch einer frühen Phase der Saison noch nicht mit einem Arnold Bruggink. Der Holländer bevorzugt doch eher die Rückrunde und läuft zum Ende einer Saison erst so richtig heiß. Einiges, was Sie noch nicht über den Spielmacher von Hannover 96 wussten, hat bundesliga.de zusammengestellt.

Werdegang

Arnold Bruggink begann seine Karriere im Alter von sieben Jahren bei Stevo Geesteren. Im Alter von 14 Jahren ging der Mittelfeldspieler dann zum FC Twente Enschede, bevor er mit 20 letztendlich seinen Durchbruch bei der PSV Eindhoven schaffte und drei Meisterschaften feiern durfte. Mit sage und schreibe 100 Toren in 303 Spielen der Erendivisie bewies der Mittelfeldakteur unheimliche Torjägerqualitäten.

Hochzeit

Im Juni 2009 heiratete Bruggink seine Frau Inge in Holland und startete direkt im Anschluss seine "Flittertage". Es ging für vier Tage nach Barcelona "ohne die Jungs". Die "Jungs" sind in diesem Fall nicht die Kollegen bei 96, sondern die gemeinsamen Söhne Tijn (drei Jahre alt) und Pim (ein Jahr). Die beiden blieben bei den Großeltern daheim, damit das junge Glück Zeit zum Entspannen hatte.

Ventil-Trick

Der Mittelfeldakteur verrät ein kleines Geheimnis bezüglich seiner Stärke bei Standards: "Das Ventil des Balls zeigt immer in die Richtung, wo der Ball hin soll. Ein Trainer in Spanien hat mir während meiner Zeit auf Mallorca mal erzählt, dass der Bereich einen Tick schwerer ist als der Rest." Der Ball bekomme dadurch eine ganz spezielle Flugkurve, verrät Bruggink: "Er geht schnell hoch und dann schnell wieder runter."

Rückrunden-König

Den Niederländer begleitet seit seiner Zeit bei Hannover 96 ein kurioses Phänomen. War Bruggink in der Vorrunde meist außer Form und häufig in der Kritik, lief er in der Rückrunde zur Höchstform auf und avancierte zum Top-Scorer bei den Niedersachsen. In der letzten Halbserie erreichte er eine Bilanz von fünf Toren und zehn Vorlagen. Die Fans können sich also schon wieder freuen...

Quarantäne

Auch Bruggink blieb nicht ganz unverschont von der grassierenden Schweinegrippe. In seiner Familie gab es einen Infektionsfall mit dem H1N1-Virus, woraufhin der Top-Scorer der Niedersachsen in Quarantäne musste, um die Ansteckungsgefahr gegenüber seinen Mannschaftskollegen zu minimieren. Der Verdacht bei Bruggink bestätigte sich jedoch im Nachhinhein nicht.

Umweltfreund

Wer mit Bruggink reden möchte, muss häufiger Bus fahren. "Ich fahre sehr wenig Auto", sagt Bruggink. Mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Rad oder zu Fuß auf der Lister Meile kommt er schnell genug dort an, wo er hin will. Und ein Vorbild in Sachen Umwelt ist der Mittelfeldspieler dadurch allemal.

Schnecke

Oft wird der zentrale Mittelfeldspieler für seine mäßige Geschwindigkeit kritisiert. Davon lässt er sich allerdings nicht aus der Ruhe bringen: "Van Gaal hat mal gesagt, jeder kommt anders zur Welt", erzählt Bruggink: "Ich werde nicht mehr schneller. Aber wenn das Passspiel schnell ist, wird auch das Spiel schnell."

Prominenz

Eines unterschied seine bisherigen Stationen bisher immer von seinem jetzigen Verein Hannover 96: Er hatte jeweils prominente Namen sich. Neben Starstürmern wie Ruud van Nistelrooy, Klaas Jan Huntelaar oder Samuel Eto'o arbeitete er auch mit altbekannten Trainerfüchsen wie Guus Hiddink, Dick Advocaat und Eric Gerets zusammen.

Mallorca-Ausflug

In der Spielzeit 2003/04 probierte der Holländer sein Glück auf Mallorca in der Primera Division: "Palma ist fantastisch. Von der Lebensqualität her war es die schönste Zeit meiner Karriere. Als ich noch hier war, kamen auch jede Woche Freunde zu Besuch, weil‘s so schön ist." Nur die spanische Mentalität nervte manchmal: "Einmal hatten wir einen Maler im Haus, der wollte eigentlich nur kurz neue Farbe holen. Dann kam er erst zwei Tage später wieder".