ANZEIGE

Köln - Das Warten hat schon bald ein Ende: Am 14. August rollt in der Bundesliga endlich wieder der Ball. bundesliga. de verrät sieben Gründe, warum Sie sich auf eine spannende, stimmungsvolle und auch spektakuläre Saison 2015/16 freuen können.

1. Es riecht nach Spannung

Auch in diesem Jahr ist der FC Bayern München wieder der große Favorit auf die Meisterschaft. Der Trend deutet jedoch nicht unbedingt auf die Verteidigung der Schale hin, denn zuletzt büßte die Mannschaft von Pep Guardiola deutlich an Dominanz ein, verlor sechs der letzten acht Pflichtspiele. Die beiden letzten nationalen Titel sicherte sich schon der aufstrebende Konkurrent aus Wolfsburg (DFB-Pokal und Supercup). In den drei vergangenen Meisterjahren sank der Abstand des FCB auf den jeweiligen Tabellenzweiten ohnehin jährlich: Der 25-Punkte-Vorsprung auf Dortmund im phänomenalen Triple-Jahr 2012/13 schrumpfte 2013/14 auf noch immer sehr komfortable 19 Zähler, in der Spielzeit 2014/15 betrug der Abstand auf den VfL Wolfsburg aber "nur noch" zehn Punkte. Auch ein weiterer Fakt spricht diesmal für die Herausforderer: Noch nie ist es einer Mannschaft gelungen, die Bundesliga vier Mal in Folge zu gewinnen.

2. Zu viele Anwärter – zu wenig Plätze

Auch der Kampf um die Champions-League-Plätze wird 2015/16 aller Voraussicht nach ungemein spannend. Zwar haben nicht alle Clubs das Erreichen der Königsklasse offiziell als oberste Priorität ausgegeben, doch dürften sich mit dem FC Bayern München, dem VfL Wolfsburg, Borussia Dortmund, Bayer 04 Leverkusen, Borussia Mönchengladbach und dem FC Schalke 04  gleich sechs Vereine berechtigterweise zum Kandidatenkreis zählen. Zu vergeben gibt es bekanntlich aber nur vier Plätze.

3. Gute Keeper und trotzdem viele Tore

Dass 2014/15 in der Bundesliga weniger Tore gefallen sind als in den Jahren zuvor, lag in erster Linie an den herausragenden Leistungen der Torhüter. Erstmals seit der Spielball "Torfabrik" in Deutschland eingeführt wurde, wehrten die Keeper über 70 Prozent der Torschüsse ab. Parallel leisteten sie sich auch noch deutlich weniger schwere Fehler, verringerten die Patzer vor Gegentoren von 57 (2013/14) auf 38. Trotzdem klingelt es in der Bundesliga (2,75 Tore pro Spiel) immer noch öfter als in England (2,56), Spanien (2,65), Italien (2,69) und Frankreich (2,49).

4. Klare Spitze in Europa

Dass die modernen Stadien in der Bundesliga zu den besten der Welt gehören, ist kein Geheimnis. Durchschnittlich 43.500 Zuschauer kamen 2014/15 pro Partie in die Arenen. Nur 2011/12 waren es mit 45.100 mehr. Mit diesem Schnitt kann keine der europäischen Topligen auch nur ansatzweise mithalten. Die englische Premier League kommt immerhin noch auf einen Zuschauerschnitt von 36.200, in der spanische Primera Division sind es nur noch 27.000 und die italienische Serie A (22.200) und die französische Ligue 1 (22.200) locken nur etwa halb so viele Menschen in die Stadien.

5. Die neuen Gesichter

Auch in diesem Jahr werden wieder zahlreiche Neuzugänge die Bundesliga bereichern. So hat sich der FC Bayern München mit Champions-League-Finalist und Copa-America-Gewinner Arturo Vidal und dem brasilianischen Nationalspieler Douglas Costa verstärkt. Mit Kevin Kuranyi (TSG 1899 Hoffenheim), Sascha Riether (FC Schalke 04) und Piotr Trochowski (FC Augsburg) kommen drei ehemalige deutsche Nationalspieler zurück und mit dem Japaner Yoshinori Muto hat der 1. FSV Mainz gleich einen vielumworbenen Ersatz für den abgewanderten Shinji Okazaki gefunden. Besonders gespannt darf man auf hochveranlagte Talente wie Luc Castaignos (Eintracht Frankfurt), Pavel Kaderabek (TSG 1899 Hoffenheim), Jan Kliment (VfB Stuttgart), Andre Ramalho (Bayer Leverkusen) oder Nico Elvedi (Borussia Mönchengladbach) sein. Und mit Pascal Groß vom FC Ingolstadt 04 kommt nicht zuletzt auch der herausragende Spieler der abgelaufenen Zweitligasaison. Unglaubliche 21 Standards von ihm führten 2014/15 zu Toren.

6. Was macht Nummer 54?

Stichwort FC Ingolstadt: Die Schanzer spielen zum ersten Mal im Oberhaus und sind damit der 54. Verein der Bundesliga-Geschichte. 17 Premieren-Duelle sind also vorprogrammiert. Wohin die Reise wohl geht? Von ihren vier direkten Vorgängern konnten sich mit dem FC Augsburg und der TSG 1899 Hoffenheim zwei Neulinge dauerhaft etablieren, die SpVgg Greuther Fürth und der SC Paderborn mussten hingegen als Tabellenletzter direkt wieder den Gang in die 2. Bundesliga antreten.

7. Darmstadt als gutes Omen für den HSV

Nach 33 Jahren kehrt der SV Darmstadt 98 zurück in die Bundesliga. Wie auch in den Jahren 1978/79 und 1981/82 gehen die Lilien als klarer Außenseiter in die Saison. Damals reichte es nicht für den Klassenerhalt. Immerhin dürfte sich der Hamburger SV statistisch gesehen über die Rückkehr der Darmstädter freuen: In beiden Bundesliga-Jahren der Lilien holte der HSV am Ende die Meisterschaft.

Von Karol Herrmann