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München - Der von vielen befürchtete Durchmarsch der Münchener Bayern ist erst einmal gestoppt. Hannover 96 sei Dank. Die Niedersachsen bezwangen den Rekordmeister am vergangenen Wochenende mit 2:1 und sorgten wieder für Spannung.

Ohnehin war die Sorge übertrieben, wenn man die Zahlen ins rechte Licht rückt. Die bundesliga.de-Datenbank bestätigt das.

Die Bayern müssten die kommenden acht (!) Begegnungen allesamt gewinnen, um das Niveau des Vorjahresmeister Borussia Dortmund auch nur zu halten. Die Dortmunder Bestwerte zu toppen, scheint fast unmöglich zu sein. Der BVB holte in der vergangenen Hinrunde 43 Punkte und hatte nach zehn Spieltagen 25 Punkte und damit drei Zähler mehr als der FC Bayern gegenwärtig auf dem Konto.

Dortmund rückt näher an die Bayern heran

Nach vier Siegen in Serie sind die Schützlinge von Jürgen Klopp den Bayern wieder dicht auf den Fersen. Der Primus wiederum muss auch nicht ins Grübeln kommen. Bei drei Punkten und 16 Toren Vorsprung sieht die Bayern-Welt nach wie vor schwer in Ordnung aus.

Aber nicht nur der Kampf um die Spitze ist wieder offen. Die ganze Bundesliga liegt dicht beieinander. Der Abstand von Platz 2 (Dortmund) zu Rang 8 (Hoffenheim) beträgt nur drei Punkte. So eng ging es nach zehn Spieltagen im 3-Punkte-Zeitalter im Verfolgerfeld nie zu.

Trotz 14 erzielten Toren ist Freiburg Schlusslicht

Auch der Abstand von Platz 10 (Hertha) zu Position 18 (Freiburg) beträgt nur sechs Punkte. Geringer war er nach zehn Spieltagen zuletzt vor sieben Jahren (fünf Punkte). Die Freiburger ihrerseits können sich damit rühmen, mit sieben Zählern auf dem Konto das punktemäßig beste Schlusslicht seit elf Jahren zu sein.

Auch die vom Sportclub erzielten 14 Tore sind ein erstaunlicher Wert. Mehr Tore hatte ein Tabellenletzter nach zehn Spieltagen letztmals vor 26 Jahren geschossen, als Fortuna Düsseldorf auf damals 18 "Buden" kam und am 9. Spieltag übrigens den späteren Meister Bayern München mit 4:0 deklassiert hatte.

Schon elf Vereine standen in den Top 5

Es gibt weitere bemerkenswerte Zahlen, die die Ausgeglichenheit der Bundesliga belegen. Alle 18 Bundesligisten haben etwa bereits mindestens zwei Spiele verloren. Das passierte letztmals vor sieben Jahren. Auch die Fluktuation in der Tabelle ist interessant. Schon 11 der 18 Vereine waren bereits einmal in den Top 5 platziert. Und nur drei Clubs (Bremen, Hannover und Mönchengladbach) standen immer in der oberen Tabellenhälfte.

Mut sollte allen Vereinen der Fakt machen, dass ein 0:1-Rückstand noch lange keine Vorentscheidung bedeutet. Jede dritte Mannschaft, die in dieser Saison mit 0:1 ins Hintertreffen geriet, konnte am Ende noch punkten.