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Der FC Bayern steht nach dem 2:1-Sieg gegen Schalke wieder an der Spitze, das Rennen um die Europapokalplätze wird immer enger und im Abstiegskampf verschafft sich der 1. FC Nürnberg Luft. Die Reaktionen der Trainer zum 29. Spieltag:

Hamburger SV - Hannover 96 0:0

Bruno Labbadia (Hamburger SV): Wir haben den Gegner hinten reingedrängt und waren in allen statistischen Bereichen überlegen. Wir haben Konter vermieden und keine Chancen zugelassen. Das einzige Manko war, dass wir aus unseren Chancen kein Tor gemacht haben. Je länger das Spiel gedauert hat, desto tiefer stand Hannover. Die Mannschaft hat sehr viel investiert in dieses Spiel, aber leider konnten wir uns vorne nicht durchsetzen.

Mirko Slomka (Hannover 96): Das war ein ganz wichtiger Punkt für uns. Die Mannschaft hat sehr leidenschaftlich den Kampf angenommen. Uns war klar, dass der HSV uns heute reindrängen wird, aber wir haben gut dagegen gehalten. Jeder hat kämpferisch alles gegeben. Großen Respekt vor der Leistung meiner Jungs. Diesen Punkt und diese Leistung haben wir dringend gebraucht.


VfL Wolfsburg - 1899 Hoffenheim 4:0 (1:0)

Lorenz-Günther Köstner (VfL Wolfsburg): Wir hatten das Glück, nicht in Rückstand zu geraten und unsererseits die erste Chance zur Führung zu nutzen. Danach war die Müdigkeit vom Europapokalspiel am Donnerstag bei meinen Spielern wie weggeblasen. Einen großen Anteil an diesem Sieg hat aber auch Diego Benaglio, der uns mit seinen Paraden mehrmals vor einem Rückstand bewahrt hat.

Ralf Rangnick (1899 Hoffenheim): Die entscheidende Phase war die erste Halbzeit, in der wir es versäumt haben, unsere Chancen zu nutzen und in Führung zu gehen. Wenn wir da das Tor gemacht hätten, wäre ein Sieg sicher möglich gewesen. Nach dem 2:0 hat man gesehen, dass meine Mannschaft endgültig angeknockt war. Da war es schwer, nochmal ins Spiel zurückzukommen.


FC Schalke 04 - FC Bayern 1:2 (1:2)

Louis van Gaal (Bayern München): Ich denke, dass es ein schwieriges Spiel war. Wir haben glücklich zwei Tore geschossen, waren beim Gegentor aber nicht scharf genug, nach der Roten Karte wurde es noch schwieriger. Aber unser Sieg war hochverdient.

Felix Magath (Schalke 04): Wir haben zu ängstlich agiert, waren zu vorsichtig und haben so dem FC Bayern die Tore ermöglicht. Selbst der Mann mehr hat uns wenig geholfen. Wir haben nicht erkannt, dass wir über die Flügel spielen müssen. Wir haben dem Gegner in die Karten gespielt.


1. FC Köln - Hertha BSC 0:3 (0:2)

Zvonimir Soldo (1. FC Köln): In den ersten 20 Minuten bis zum Gegentor haben wir noch ordentlich gespielt. Dann haben wir ein unnötiges erstes Tor bekommen mit dem zweiten Treffer den Gegner unnötig aufgebaut. Nach dem Platzverweis war das Spiel für uns vorbei.

Friedhelm Funkel (Hertha BSC): Wir haben uns den Sieg über 90 Minuten verdient. Er ist vielleicht um ein Tor zu hoch ausgefallen, weil Köln am Anfang gut gespielt hat und unsere Führung etwas glücklich war. Danach hat sich aber unser Spiel durchgesetzt. Wir müssen nur noch fünf Spiele hart arbeiten. Die Mannschaften vor uns haben nun gesehen, dass man mit uns rechnen muss.


Eintracht Frankfurt - Bayer 04 Leverkusen 3:2 (1:1)

Michael Skibbe (Eintracht Frankfurt): Ich bin natürlich sehr glücklich über das Resultat. Das war fußballerisch und kämpferisch eine klasse Leistung meiner Mannschaft. Auch Bayer war unglaublich stark, aber es ist uns gelungen, die Ausfälle von Chris und Schwegler zu kompensieren. Wir haben erneut bewiesen, dass wir an sehr guten Tagen mit sehr guten Mannschaften mithalten können.

Jupp Heynckes (Bayer Leverkusen): Ich bin maßlos enttäuscht über die Niederlage. Wenn wir nach dem 2:1 kurz nach der Pause das Spiel mit elf Mann zu Ende gespielt hätten, dann wären wir auch als Sieger vom Platz gegangen. Das war ein Lapsus, da hat uns die Cleverness gefehlt. Jetzt müssen wir in den letzten Spielen versuchen, den Champions-League-Platz zu verteidigen.


Borussia Dortmund - Werder Bremen 2:1 (2:0)

Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): Die Champions League ist nicht das Ziel, das wir vor Augen haben. Denn 52 Punkte werden nicht einmal für die Europa League reichen. Dieses Spiel war der richtige Gratmesser für den Rest der Saison. Jetzt geht es richtig rund. So intensiv wird es immer laufen, schon am Samstag in Mainz, daran müssen wir uns gewöhnen.

Thomas Schaaf (Werder Bremen): In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel gemacht, das man von uns über die gesamte Spielzeit erwarten konnte. Nach dem Wechsel haben wir gezeigt, wie man erfolgreich sein kann, aber da war es schon zu spät.


SC Freiburg - VfL Bochum 1:1 (1:1)

Robin Dutt (SC Freiburg): Ich muss den Ärger über das Ergebnis von der Leistung der Mannschaft trennen. Das war eines unserer besten Heimspiele dieser Saison. Wir haben in der Defensive nur einen einzigen Fehler gemacht und wurden dafür bestraft. Die Leistung war richtig gut, die Chancen waren da, wir haben sie aber leider ausgelassen.

Heiko Herrlich (VfL Bochum): Das Beste an dem Spiel ist die Tatsache, dass wir einen Punkt aus Freiburg mitnehmen dürfen. Die Verunsicherung war bei meiner Mannschaft deutlich zu erkennen. Wir hatten uns mehr vorgenommen, konnten aber vieles nicht umsetzen. Freiburg hätte am Ende gewinnen können.


1. FC Nürnberg - 1. FSV Mainz 05 2:0 (2:0)

Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): Wenn man sieht, mit welchem Schwung, welchem Elan meine Mannschaft in der 1. Halbzeit gespielt hat - das war richtig klasse, erfrischender Fußball. Das muss man erstmal in unserer Situation so spielen. Kompliment an die Truppe, auch wenn es kein Spektakel war. Unser Weg ist aber noch nicht zu Ende, wir haben noch fünf schwere Spiele. Wir müssen sehr konzentriert weiterarbeiten.

Thomas Tuchel (1. FSV Mainz 05): Es war ein verdienter Sieg für Nürnberg. Die spielentscheidende Szene gab es schon nach drei Minuten. Das ist sehr ärgerlich, weil wir uns viel vorgenommen haben, gleich in die Partie gekommen sind und auch die erste Chance hatten. In Unterzahl haben wir einen Tick zu offensiv, zu mutig, zu euphorisch weitergespielt und zu viele Räume gelassen. Dadurch haben wir auch die zwei Tore bekommen.


VfB Stuttgart - Borussia Mönchengladbach 2:1 (0:1)

Christian Gross (VfB Stuttgart): Wir haben uns lange sehr schwer getan. Wir haben erst in der 2. Hälfte schneller und druckvoller gespielt. Ich bin froh, dass wir gewonnen haben. Es war ein Sieg des Charakters.

Michael Frontzeck (Borussia Mönchengladbach): Wir hätten nach der 1:0-Führung konsequenter die Räume nutzen müssen. Aber bei der Klasse des VfB ist es schwer, alles zu verhindern. Ich bin traurig, dass wir nichts Zählbares mitgenommen haben. Die Mannschaft hat sehr viel investiert.