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Peking - Der FC Bayern München hat auf seiner China-Reise gelungene Werbung in eigener Sache betrieben. Der deutsche Rekordmeister gewann am Dienstag in Peking ein Testspiel gegen Beijing Guoan, Tabellenfünfter der chinesischen Super League, souverän und locker mit 6:0 (3:0). Am Donnerstag treffen die Münchner im Rahmen ihres fünftägigen PR-Trips dann im südchinesischen Guangzhou auf Bundesliga-Konkurrent VfL Wolfsburg.

Die Tore für die Vize-Bayern zum vierten Sieg im fünften Testspiel erzielten vor 50.000 begeisterten Zuschauern im Workers-Stadium von Peking Claudio Pizarro (7. und 43.), Arjen Robben (10.), Thomas Müller (74.), Mario Mandzukic (78.) und Mario Gomez (80.). Gegen die harmlosen Chinesen wäre sogar ein weitaus höheres Ergebnis möglich gewesen, doch die Münchner vergaben vier Wochen vor dem Bundesliga-Start noch einige hochkarätige Chancen - den Yingli-Pokal bekam der FC Bayern nach Spielschluss dennoch überreicht.

EM-Rückkehrer im Einsatz



Bei Temperaturen um die 30 Grad und schwüler Witterung kamen auch die sechs mitgereisten deutschen Nationalspieler erstmals seit dem EM-Aus gegen Italien (1:2) vor knapp vier Wochen wieder zum Einsatz. Toni Kroos, Jerome Boateng und Manuel Neuer spielten in der ersten Hälfte. Gomez, Holger Badstuber und Müller brachte Trainer Jupp Heynckes nach dem Wechsel. Auch für Franck Ribery war es das erste Spiel für den FC Bayern nach seinem dreiwöchigen EM-Urlaub.

Dagegen durften die beiden Kapitäne Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger zu Hause bleiben. Sie bereiten sich derzeit in München mit Fitnesstrainer Thomas Wilhelmi individuell vor. Verletzt fehlten zudem Rafinha und David Alaba, der am Dienstag wegen eines Ermüdungsbruchs im linken Fuß operiert wurde.

"Weiterer Schritt zur Globalisierung des FC Bayern"



Die Bayern, die am Freitag nach München zurückkehren, waren am Montag in Peking frenetisch empfangen worden. Neben den Spielen und einigen Trainingseinheiten steht für die Münchner die Imagepflege im Vordergrund. So absolvieren Robben, Ribery und Co. nicht nur einige Sponsorentermine, am Dienstagvormittag nahmen sie sich auch Zeit für ein Training mit chinesischen Kindern.

"Wir sind hier Botschafter des deutschen Fußballs in einem Land, das riesige Chancen hat für die Zukunft. Ich denke, ein Global Player, wie wir es sein wollen, muss diese Chance nutzen", sagte Bayern-Präsident Uli Hoeneß. Dies sei ein "weiterer Schritt zur Globalisierung des FC Bayern".