ANZEIGE

München - Daniel van Buyten machte sich beim 0:2 des FC Bayern in Manchester in der zweiten Halbzeit im Wechsel mit den anderen Ersatzspielern warm, zum Einsatz kam der belgische Hüne aber nicht.

Nach seinem Magen-Darm-Infekt gönnte Trainer Jupp Heynckes dem Innenverteidiger - genau wie einigen anderen Stammspielern - eine Pause, um für die Partie am Sonntag in Stuttgart topfit zu sein.

Dort wollen die Bayern dem souveränen 4:1 gegen Bremen einen weiteren "Dreier" folgen lassen, um weiterhin von der Tabellenspitze zu grüßen. "Wir haben uns gegen Bremen eindrucksvoll zurückgemeldet. Deshalb ist unser Selbstbewusstsein trotz der Niederlage in Manchester groß und wir gehen extrem positiv in das Spiel beim VfB", sagte van Buyten im Interview mit bundesliga.de.

bundesliga.de: Herr van Buyten, für einen Bayern-Spieler gehören die "Englischen Wochen" zum Alltag. In Manchester wurden nun viele Stammspieler geschont. Bringt einen so etwas nicht aus dem Rhythmus?

Daniel van Buyten: Es war wichtig, dass auch die anderen Spieler, die sonst nicht so oft zum Einsatz kommen, in solchen Top-Spielen auflaufen. Es macht ungemein Spaß, auf diesem Niveau Fußball zu spielen. Das motiviert ja auch. Und für die anderen wird es sicherlich kein Problem. Wir kennen diese Situationen aus der Vergangenheit.

bundesliga.de: Kam Ihnen die Pause angesichts der anstrengenden Hinrunde gelegen?

Van Buyten: Ich war nicht ganz fit und hatte immer noch mit den Folgen eines Magen-Darm-Infekts zu kämpfen. Einige andere plagen sich mit der Grippe oder Erkältungen herum. Von daher war es ganz gut, dass diese Spieler nicht zum Einsatz kamen.

bundesliga.de: Nach den Pleiten gegen Dortmund und in Mainz folgte ein Sieg gegen Werder. Nun setzte es erneut eine Niederlage. Ist dieses auf und ab in den Ergebnissen ein Problem für die Psyche?

Van Buyten: Wir haben uns gegen Bremen eindrucksvoll zurückgemeldet. Deshalb ist unser Selbstbewusstsein trotz der Niederlage in Manchester groß und wir gehen extrem positiv in das nächste Spiel beim VfB Stuttgart.

bundesliga.de: Lässt es sich lockerer aufspielen, wenn man wieder als Tabellenführer in den Spieltag geht?

Van Buyten: Wir haben zuletzt auch als Spitzenreiter verloren. Es war ja klar, dass wir nicht jedes Spiel 3:0 oder 4:0 gewinnen werden. Schwierige Phasen gehören nun einmal in der Bundesliga für jede Mannschaft dazu. Aber wichtig ist es dann, dass man sich schnell zurückmeldet - so wie wir es gegen Bremen getan haben.

bundesliga.de: In der vergangenen Saison gewannen die Bayern in der Bundesliga kurz vor Weihnachten mit 5:3 in Stuttgart und nur wenige Tage später gar mit 6:3 im DFB-Pokal. Wird es dieses Mal wieder ein Torspektakel geben?

Van Buyten: Für die Fans wäre es natürlich wünschenswert. Aber ob es dieses Mal so wird? Auf jeden Fall ist Stuttgart auch eine Mannschaft, die den weg zum Tor sucht. Vor heimischem Publikum will sich der VfB sicherlich auch von der allerbesten Seite zeigen. Die Stuttgarter werden uns das Leben nicht leicht machen.

Das Gespräch führte Michael Reis