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Jan Schlaudraff muss sich vorzeitig aus dem Trainingslager von Hannover 96 in Portugal verabschieden und sich voraussichtlich am Freitag einem operativen Eingriff an seiner weichen Leiste unterziehen.

Damit fehlt die Offensivkraft den "Roten" zum Rückrundenstart.

Konservative Behandlung abgebrochen

Am Mittwochmorgen bestand der 25-Jährige, der sich seit einiger Zeit mit Leistenproblemen herumplagt, den geplanten Lauftest nicht, so dass entschieden wurde, die bisherige erfolglose konservative Behandlung abzubrechen.

Immer wieder leidet der mit fünf Saisontoren erfolgreichste 96-Hinrundenschütze bei Belastung an Schmerzen im Adduktorenbereich. "Wir sind an einem Punkt angelangt, wo es nicht weitergeht", musste 96-Cheftrainer Dieter Hecking zu Protokoll geben: "Es hat für Jan keinen Sinn, im Trainingslager zu bleiben." Bereits am Freitag soll Schlaudraff nun vom Berliner Spezialisten Dr. Jens Krüger operiert werden.

Vier bis sechs Wochen Pause

Schlaudraff betonte, dass es sein ausdrücklicher Wunsch sei, die zunächst von ihm präferierte konservative Behandlung abzubrechen, auch wenn es sich um einen "sehr schlechten Zeitpunkt" handele. "Natürlich ist das eine sehr blöde Situation", sagt der Angreifer: "Gerade hatte ich gehofft, dem Team nach der schwierigen Hinrunde zum Rückrundenstart helfen zu können."

Nun müssen die "Roten" voraussichtlich vier bis sechs Wochen auf ihren Kreativspieler verzichten, wie Mannschaftsarzt Dr. Wego Kregehr prognostiziert. Schlaudraff hatte sich im Juni 2007 bereits einer Bandscheiben-OP unterziehen müssen und wollte daher zunächst einem weiteren Eingriff unbedingt aus dem Weg gehen.

Nach Chavdar Yankov (Knie) ist Schlaudraff der zweite Spieler, der zu Beginn der Rückrundenvorbereitung unters Messer muss. Gedanken, personell auf die Ausfälle reagieren zu müssen, hegt Hecking jedoch nicht: "Wir haben einen guten Kader, dem wir vertrauen können."

Rückkehrer trainieren nach Plan

Einige zuletzt fehlende Spieler sind bereits wieder auf dem Sprung, das sollte Mut machen. So verläuft die gezielte Aufbauarbeit für Innenverteidiger Vinicius (nach langen Rückenproblemen) und Mittelfeldwühler Altin Lala (nach Bandscheiben-OP) voll nach Plan.

Das Duo soll nun wieder "nach und nach integriert" werden, auch wenn zumindest beim Albaner an Ballarbeit noch nicht zu denken ist.

In einigen Tagen wieder ins Mannschaftstraining zurück erwartet wird dagegen Gaetan Krebs, der seine Sprunggelenksprellung überwunden hat und zurzeit Lauftraining absolviert.