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Der irre Titelkampf, das Ringen ums internationale Geschäft und das Abstiegsdrama - für den Samstagnachmittag (Sa. ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) müssen mal wieder die Herztropfen her. Besonders im Blickpunkt: Schalkes Auftritt bei Hannover 96, bei dem die "Knappen" Titelkonkurrent FC Bayern mit einem Sieg unter Druck setzen könnten.

Hannover 96 - FC Schalke 04

Im Heimspiel gegen den Meisterschaftsanwärter Schalke 04 will Hannover nach dem überraschenden Punktgewinn beim HSV nachlegen. Hoffnung macht die Rückkehr einiger Leistungsträger. Die zuletzt ausgefallenen Arouna Koné und Elson sind unter der Woche wieder voll ins Mannschaftstraining eingestiegen und werden am Samstag wohl auch beginnen. Lediglich Leon Andreasen, der sich auf dem Trainingsplatz versuchte, diverse Übungen jedoch mehrmals vorzeitig abbrechen musste, wird nicht zur Verfügung stehen. Für ihn könnte Hanno Balitsch nach Gelb-Rot-Sperre zurück ins Team rutschen.

96-Coach Mirko Slomka hat verschiedene Stärken bei den "Königsblauen" ausmachen können. Neben der sich mittlerweile herumgesprochenen Klasse bei Standardsituationen sieht der Trainer eine weitere besondere Fähigkeit der Magath-Elf: "Ich habe selten eine Mannschaft so schnell von Abwehr auf Angriff umschalten sehen. Da müssen wir höllisch aufpassen." Die "Partie der Gegensätze" ist zudem das Wiedersehen mit Slomkas Ex-Team. Hannovers Coach saß von Oktober 2004 bis April 2008 auf der Trainerbank der "Königsblauen" (zunächst als Ralf Rangnicks Co-Trainer, ab Januar 2006 als Chef). Nach einer 1:5-Pleite in Bremen musste Slomka vor fast exakt zwei Jahren seinen Hut nehmen.

Das Schalker Ziel ist klar: "Auch wenn es schwer wird, wollen wir gewinnen; auch um nach der Niederlage gegen Bayern schnell wieder in die Erfolgsspur zu kommen", so Coach Felix Magath. Dass Hannover seinerseits drei Punkte als Muss ausgegeben hat, könne der "Knappen"-Taktik buchstäblich entgegenkommen: "Wir sind auswärts nicht einfach zu spielen. Ich hoffe, meine Mannschaft weiß, wie stark sie in der Fremde auftreten kann und wie erfolgreich sie dort schon gepunktet hat. Dabei mithelfen könnte auch Rafinha. Der Brasilianer hatte diese Woche wegen einer Erkältung zwei Tage mit dem Training aussetzen müssen, dürfte es aber bis zum Anpfiff schaffen.

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1. FSV Mainz 05 - Borussia Dortmund

Am Mainzer Bruchweg wird es am Samstag zu einem Wiedersehen mit Zeljko Buvac, Neven Subotic, Markus Feulner, Mohamed Zidan und Jürgen Klopp kommen. Die Spieler und der nach wie sehr populäre Coach haben alle eine Mainzer Vergangenheit. "Jürgen Klopp hat es absolut verdient, hier abgefeiert zu werden. Ich bin in keinster Weise neidisch oder eifersüchtig. Er hat seinen Status hier zweifelsohne verdient", sagt Mainz-Trainer Thomas Tuchel.

Tuchel konzentriert sich jedoch auf den sportlichen Aspekt: "Jetzt kommt wieder eine Kategorie Gegner zu uns, wo es nicht nur auf unsere eigene Leistung ankommt. Eine Führung würde helfen, und natürlich das Publikum. Dortmund ist gemeinsam mit dem FC Bayern München derzeit in der besten Form, dementsprechend hoch wird die Hürde." Verzichten muss Tuchel auf Andreas Ivanschitz, der nach seiner Roten Karte im Spiel gegen Nürnberg für zwei Partien gesperrt wurde.

Kehl erneut verletzt

Gutes Omen für die Mainzer: Ein Blick auf die Statistik verrät, dass der BVB von seinen drei Gastspielen in Mainz bislang keines gewinnen konnte: Zwei Unentschieden und eine Niederlage stehen zu Buche. Zudem attestiert Klopp dem Gegner trotz der zuletzt drei Niederlagen "eine herausragende Rückrunde". Mainz gehört aus seiner Sicht zu den heimstärksten Mannschaften der Liga: "Sie haben eine sehr spezielle Art Fußball zu spielen: sehr lebendig in ihrer Herangehensweise und äußerst laufbereit."

Definitiv nicht zur Verfügung stehen wird Sebastian Kehl, der wegen eines Faserrisses auf der linken Seite des Adduktorenansatzes drei bis vier Wochen ausfällt. Aller Voraussicht nach wird Sven Bender den Platz neben Nuri Sahin vor der Abwehr einnehmen. Positive Signale gibt es von Lucas Barrios zu vermelden. Zwar nahm der Torjäger nach seiner Verletzung am linken Fuß am Donnerstagnachmittag nicht am Mannschaftstraining teil, für Samstag jedoch stehen seine Einsatzchancen sehr gut.

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Hertha BSC - VfB Stuttgart

Wegen der Zuschauerausschreitungen beim Spiel gegen Nürnberg wird die Ostkurve laut DFB-Urteil diesmal leer bleiben. Zudem darf Hertha BSC nur 25.000 eigene Zuschauer - das Gästekontingent bleibt unberührt - ins Stadion lassen. Für die Herthaner gilt es in dieser Partie, den positiven Trend der vergangenen drei Begegnungen fortzusetzen und weitere Punkte im Kampf gegen den Abstieg einzufahren. Im Falle eines Sieges besitzen die Berliner bei entsprechenden Ergebnissen der unmittelbaren Konkurrenz sogar die Möglichkeit, die direkten Abstiegsränge zu verlassen und auf Relegationsplatz 16 vorzustoßen.

Hertha-Trainer Friedhelm Funkel kann dabei voraussichtlich personell aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Roman Hubnik steht nach seiner Knie-Operation nicht zur Verfügung. Florian Kringe, Patrick Ebert und Rasmus Bengtsson sind hingegen unter der Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen und könnten somit weitere personelle Alternativen darstellen.

Gross warnt vor dem Schlusslicht

VfB-Coach Christian Gross zeigt sich nach der zuletzt gezeigten Leistungen der "Alten Dame" beeindruckt : "Hertha ist spielstark und stemmt sich mit aller Macht gegen den drohenden Abstieg. Sie stehen sehr kompakt und lassen nur wenige Treffer zu. Wir sind aufs Äußerste gefordert." Aliaksandr Hleb, der noch immer an seiner Oberschenkelverletzung laboriert, wird seinen Kollegen gegen Hertha nicht helfen können.

Zudem ist der Einsatz von Julian Schieber (Erkältung) und Sami Khedira (Anriss des Kreuz- und Innenbands) fraglich. "Sami macht sehr gute Fortschritte, aber wir müssen sehen, ob es für Samstag reicht", so Christian Gross. Bei Sebastian Rudy (Adduktorenprobleme) wolle man abwarten, wie das Training am Nachmittag laufe, und ob er gegebenenfalls ein Kandidat für die Bank sein kann. In der Innenverteidigung legte sich der Schweizer derweil auf das Duo Matthieu Delpierre und Serdar Tasci fest.

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Werder Bremen - SC Freiburg

Nach dem Rückschlag von Dortmund will Werder wieder Fahrt aufnehmen - und kann auf Tim Borowski zurückgreifen. Der Mittelfeldspieler gab nach der Belastung am Donnerstagnachmittag Grünes Licht: "Ich habe keine Probleme, es ist alles wieder in Ordnung." Auf dem Weg der Besserung befindet sich auch Sebastian Mielitz. Der Keeper, der sich langsam von seiner Innenbanddehnung im Knie erholt, absolvierte am Donnerstag leichtes Lauftraining. "Ich würde gern schon mehr machen, weil ich mich gut fühle, aber ich muss noch etwas Geduld aufbringen", so der Schlussmann.

Freiburgs Trainer Robin Dutt weiß um die Schwere der Aufgabe: "Auch wenn sie schwer berechenbar sind, spielerisch zählt Bremen zu den besten Mannschaften der Liga." Wie zuletzt muss der SC im Weserstadion auf die verletzten Ömer Toprak, Du-Ri Cha, Hamed Namouchi und Manuel Salz verzichten.

Immerhin hat der SCF zuletzt mehrfach gepunktet. "Wir haben endlich ein System gefunden, das funktioniert und in dem wir die Ordnung halten", erklärt Julian Schuster. Gemeint ist jenes 4-1-4-1-System, das Robin Dutt erstmals in der Partie beim FC Bayern München spielen ließ und dessen Vorteil Schuster auch darin sieht, "dass wir dadurch gegen individuell sehr starke Mannschaften wenig Chancen zulassen."

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1899 Hoffenheim - 1. FC Köln

Beim Duell des Tabellenelften gegen den Tabellendreizehnten treffen zwei Teams aufeinander, die beide am vergangenen Spieltag eine deutliche Niederlage einstecken mussten. Während die Kölner ein 0:3 gegen Berlin hinnehmen mussten, verlor 1899 Hoffenheim in Wolfsburg mit 0:4. Doch trotz des Ergebnisses bot die Leistung der Rangnick-Elf Grund zur Hoffnung. "Die Leistung aus der ersten Halbzeit am Sonntag wollen wir gegen Köln über 90 Minuten zeigen", sagt der Trainer mit Blick auf den Samstag und bringt es auf den Punkt: "Wir müssen den Ball ins Tor schießen."

Dabei könnte Stürmer Chinedu Obasi eine Option von Beginn an sein. Sicher ausfallen wird neben Matthias Jaissle, Isaac Vorsah und Demba Ba dagegen Kapitän Per Nilsson (Innenbandzerrung im Knie). Auch Torhüter Timo Hildebrand (Rückenprobleme) muss weiter passen. Bei den Kölnern fehlen Youssef Mohamad (Rotsperre), Zoran Tosic (Gelb-Rot-Sperre), Pierre Wome (Innenbandriss Knie), Christopher Schorch (Kreuzbandriss) und Adil Chihi (Riss des Syndesmosebandes) sowie Kevin Pezzoni (Innenbandriss Knie).

Weil der 1. FC Köln wegen eines DFB-Urteils ohne Anhänger in den Kraichgau reisen muss, bleibt der gesamte Gästebereich am Samstag leer. Dafür können die FC-Fans in der Heimat den "Geißböcken" die Daumen drücken. Um 14 Uhr steigt im RheinEnergieStadion das Regionalliga-Spiel der U23 gegen den SV Waldhof Mannheim. Im Anschluss daran können alle Fans im Business-Bereich des Stadions das Bundesliga-Spiel bei der TSG Hoffenheim auf zahlreichen Monitoren verfolgen. In großer Runde gibt es die Möglichkeit gemeinsam mit einigen FC-Spielern, die nicht in Hoffenheim auflaufen, die Partie zu verfolgen.

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