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Paderborn - Mit reichlich neuem Personal geht der SC Paderborn in seine erste Bundesligasaison. Bislang präsentierte der Aufsteiger mit Moritz Stoppelkamp, Lukas Rupp, Idir Ouali, Marvin Ducksch und Stefan Kutschke fünf Neuzugänge, die allesamt das Potenzial besitzen, es in die Startelf zu schaffen.

Dabei setzt SC-Cheftrainer Andre Breitenreiter im Sturm mit Kutschke und Ducksch auf zwei Spieler, die sich sowohl in ihrer Vita als auch in den Anlagen ähneln. Beide konnten sich zuletzt in ihrem jeweiligen Clubs nicht durchsetzen - und beide gehören zum Typus des klassischen Mittelstürmers. 

Kutschke mit Hattrick - Ducksch muss warten

"Wir haben Spieler gesucht, die in ihrer Entwicklung noch nicht am Ende sind, die Bedingungen hier annehmen, Lust auf Paderborn haben und sich auf der Plattform 1. Liga präsentieren wollen", sagt Breitenreiter. Die Jungs müssen lernwillig und leistungsbereit sein sowie charakterlich passen. Davon haben wir uns bei allen in persönlichen Gesprächen überzeugt." 

Einen ersten guten Eindruck hinterließ Kutschke bereits beim ersten Testspiel des Aufsteigers, als ihm beim 15:0-Sieg gegen SC Rot-Weiß Verne gleich ein Hattrick gelang. Dagegen musste Ducksch wegen Rückenbeschwerden zunächst kürzer treten. bundesliga.de zeigt, wie sich die beiden beim Aufsteiger durchsetzen wollen und wie Breitenreiter mit ihnen plant.

Marvin Ducksch

Der bullige Angreifer kommt von Borussia Dortmund zum Aufsteiger und will dort seine Bundesliga-Tauglichkeit unter Beweis stellen. "Er möchte den nächsten Schritt gehen, das war ihm bei Borussia Dortmund nicht möglich. Er hat eine gewisse Größe, um Kopfballduelle zu gewinnen, ist sehr willensstark und hat einen guten Abschluss", freut sich SC-Trainer Andre Breitenreiter auf seinen Neuzugang. Ducksch (Foto © imago) selbst will seinem Ex-Verein nach eigener Aussage "zeigen, dass es ein Fehler war, mich gehen zu lassen". Sechs Mal bekam der 20-Jährige in der vergangenen Bundesliga-Saison seine Chance bei Kurzeinsätzen, er blieb aber torlos. Dafür traf er mit der zweiten Mannschaft des BVB in der 3. Liga insgesamt zwölf Mal und weckte damit offenbar das Interesse von Breitenreiter. Momentan muss der Youngster allerdings aufgrund einer Wirbelblockade im Rücken mit dem Training aussetzen.

Stefan Kutschke

Zwei Jahre lang versuchte Kutschke (Foto © imago) sein Glück beim VfL Wolfsburg, doch ähnlich wie Marvin Ducksch blieb der 1,94 Meter große Stürmer ohne echte Chance, sich durchzusetzen. Auf 14 Bundesliga-Spiele, ebenfalls meist nur Kurzeinsätze, kann der 25-Jährige zurückblicken - und auf zwei Tore. Kutschke ist froh, dass er in Paderborn die Möglichkeit hat, dauerhaft zum Einsatz zu kommen. "Ich möchte mich beim Trainer und beim Manager bedanken, dass sie drangeblieben sind, denn es war nicht einfach, sich mit Wolfsburg zu einigen." Am Ende schnappten die Ostwestfalen Fulham-Cheftrainer Felix Magath den Stürmer vor der Nase weg. Kutschkes Vorzüge, die auch dem Ex-VfL-Coach nicht vorbergen geblieben sind, betreffen vor allem seine Kopfballstärke. "Ein weiteres Plus ist seine Mentalität, er haut sich immer voll rein", sagt Breitenreiter. "Stefan ist keiner für außen. Als zentraler Stürmer kann er als einzige Spitze oder zweiter Angreifer auflaufen."