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Köln - Während die deutschen Teilnehmer in der Champions-League erfolgreich durchstarten, streben der VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach ebenfalls die ersten Siege in der Europa-League an. Beide brauchen international endlich den ersten Sieg. Auf die zuletzt gezeigten Leistungen in der Liga können beide Teams aufbauen. 

Die Wölfe treten beim FK Krasnodar an, die Fohlen empfangen Apollon Limassol aus Zypern (beide im Live-Ticker auf bundesliga.de).

In der Liga auf der Erfolgswelle, auf der europäischen Bühne unter Druck: Nach den zuletzt starken Leistungen in der Bundesliga könnten die Chancen auf ein Weiterkommen schon früh auf ein Minimum schrumpfen.

BMG: Volle Konzentration auf Limassol

"Es ist ein wegweisendes Spiel, das wir sehr ernst nehmen", sagte Gladbachs Torhüter Yann Sommer vor dem Duell gegen den dreimaligen zyprischen Meister Apollon Limassol am Donnerstag. Angesichts von zwei Unentschieden in den ersten beiden Spielen und Platz drei in der Gruppe A tritt beim Team vom Niederrhein sogar das anschließende Topspiel gegen Bayern München am Sonntag in den Hintergrund. "Ich konzentriere mich nur auf Limassol. Punkt", sagte Trainer Lucien Favre.

Der Schweizer kann dabei personell aus dem Vollen schöpfen. Weltmeister Christoph Kramer steht nach überstandener Magen-Darm-Grippe wieder zur Verfügung. Ob Favre den Nationalspieler von Beginn an bringt, ließ er aber offen: "Mal sehen, wie weit er ist." Unabhängig vom Topspiel gegen die Bayern wird Favre aber wohl wieder rotieren, die Belastungen der vergangenen Wochen sind auch an den in 13 Pflichtspielen noch unbesiegten Gladbachern nicht spurlos vorübergegangen. "Wir dürfen aber nicht nachlassen. Es gibt keine leichten Gegner", so Favre.

VfL: Druck in Erfolg umwandeln

Dies betonten auch die Wolfsburger unisono. Der hierzulande fast unbekannte russische Gegner FK Krasnodar hat den in der Europa League noch sieglosen Niedersachsen Respekt eingeflößt. "Das wird eine hammerharte Aufgabe für uns. Das ist eine richtig gute Mannschaft, sogar die beste in der Gruppe", sagte Trainer Dieter Hecking vor dem Duell mit dem aktuell Tabellenfünften der russischen Liga am Donnerstag: "Man darf die Mannschaft nicht daran messen, dass sie unbekannt ist". Und Manager Klaus Allofs betonte: "Natürlich sind wir unter Druck. Wir sollten etwas mitnehmen."

Denn in den bisherigen Auftritten auf dem internationalen Parkett zeigten die "Wölfe" ihre Qualität nur selten. 1:4 beim FC Everton, 1:1 gegen den OSC Lille - derzeit belegen die Niedersachsen nur den letzten Platz der Gruppe H. Dabei lief es für das Team von Hecking in der Liga zuletzt rund. Drei Siege in Serie, mittlerweile hat sich der deutsche Meister von 2009 in die Spitzengruppe vorgeschoben. "Wir stehen gut da", sagte Allofs: "Wir müssen jetzt aber dran bleiben, in der Bundesliga und auch in der Europa League."

Im Gegensatz zu den Gladbachern haben die Wolfsburger einige personelle Probleme. Der zuletzt formstarke Linksverteidiger Ricardo Rodriguez (Oberschenkelproblemen) und Mittelfeldspieler Aaron Hunt (Sprunggelenkverletzung) werden ausfallen. Auch Stürmer Nicklas Bendtner (Leistenprobleme) wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht auflaufen können.