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München - Die Saison neigt sich ihrem Ende entgegen und offenbart die letzten beiden Brandherde, die die Bundesliga noch zu bieten hat: Der Traum von der Königsklasse und der Kampf gegen den Abstieg. In der 2. Bundesliga hat der SC Paderborn die Chance, sich den letzten direkten Aufstiegsplatz zu sichern. Gleichzeitig könnte sich Arminia Bielefeld aus dem Unterhaus verabschieden. bundesliga.de zeigt die möglichen Entscheidungen am 33. Spieltag.

Stuttgart hat es in der Hand

Der VfB Stuttgart steht vor dem finalen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Die Schwaben sind mit einem Heim-Sieg gegen den VfL Wolfsburg (Samstag, ab 15 Uhr im Live-Ticker) nicht mehr von Platz 15 zu verdrängen, sodass es für die drei Teams dahinter dann nur noch um das Erreichen des Relegationsplatzes gehen wird. Im Moment liegt der HSV auf Rang 16 und will diesen mit allen Mitteln gegen den 1. FC Nürnberg und Eintracht Braunschweig verteidigen.

Seit dem vergangenen Spieltag steht fest: Alle Mannschaften bis Rang 14 sind gerettet. Stuttgart hat aktuell fünf Punkte Vorsprung auf die Hamburger und ein sechs Punkte dickes Polster auf den 1. FC Nürnberg. Ein Remis langt dem VfB, um zumindest den direkten Abstieg auf alle Fälle zu verhindern - rein rechnerisch ist dieser noch möglich, doch bei einer 17 Tore besseren Differenz im Vergleich zum "Club", mehr als unwahrscheinlich. Zumal der VfB in den letzten Wochen defensiv sehr stabil war.

Die Tür schließt sich

Der HSV muss ausgerechnet gegen den FC Bayern München gewinnen, um noch einmal Druck auf die besser platzierten Schwaben ausüben zu können. Ein Sieg der Hamburger würde gleichzeitig bedeuten, dass Braunschweig und Nürnberg definitiv absteigen, wenn sie ihrerseits sieglos bleiben (Tabellenrechner). Bei einer Niederlage droht dem HSV der Verlust des Relegationsplatzes, wenn die beiden anderen Teams den Fehler nutzen und punkten.

Schalke strauchelt - Bayer, Fohlen und Wölfe lauern

Das zähe Ringen um die begehrten Plätze drei und vier, die die Champions League-Teilnahme, beziehungsweise die Qualifikation bedeuten, geht in die entscheidende Phase. Der FC Schalke 04 hat trotz der 0:1-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach auch weiterhin die besten Karten. Gewinnen die Königsblauen in Freiburg und Bayer 04 lässt in Frankfurt Punkte, ist der Elf von Jens Keller der dritte Platz nicht mehr zu nehmen und die direkte Teilnahme an der Champions League perfekt. Selbst ein Remis würde Schalke reichen, wenn Leverkusen verliert und Wolfsburg in Stuttgart nicht gewinnt.

Allerdings müssen die Knappen, die zuletzt zwei Pleiten in Folge kassierten, bei einer Niederlage weiter um den dritten Platz zittern. Derzeit hätte dann selbst Mönchengladbach bei einem eigenen Sieg gegen Mainz Chancen, noch an Huntelaar & Co. vorbeizuziehen. Für die Fohlen und die Wölfe ist jedoch der vierte Platz das realistischere Ziel. Leverkusen sichert sich - in der Praxis - nur dann jetzt schon den vierten Platz, wenn Bayer selbst gewinnt und Gladbach und Wolfsburg Punkte liegen lassen. In der Theorie wäre Leverkusen bei einem eigenen Sieg und einem Wolfsburger Remis noch einzuholen.

Schafft Paderborn den Sprung?

Der 1. FC Köln steht als Aufsteiger und Zweitliga-Meister fest. Am 33. Spieltag hat nun der SC Paderborn die Chance, sich den verbliebenen direkten Aufstiegsplatz zu sicher. Dafür muss die Elf von Trainer Andre Breitenreiter in Aue gewinnen (Sonntag, ab 15:15 Uhr im Live-Ticker) und Konkurrent Greuther Fürth beim Absteiger Energie Cottbus Punkte lassen. Trotz des 1:1-Unentschiedens gegen Union Berlin ist der 1. FC Kaiserslautern noch nicht ganz aus dem Aufstiegs-Rennen raus. Die Pfälzer haben weiterhin die theoretische Chance auf Platz 2. Allerdings braucht der FCK hierfür sechs Punkte, Paderborn darf nur noch einen Punkt holen und Fürth maximal drei.

Letzte Chance für den KSC

Im Kampf um Rang 3 geht es deutlich enger zu. Der Karlsruher SC ist weiterhin in Schlagdistanz und wartet auf einen Patzer der Konkurrenz, um vielleicht doch noch den Durchmarsch in die Bundesliga zu schaffen. Die Badener müssen gewinnen, sonst verabschiedet sich die Elf von Markus Kauczinski aus dem Kreis der Aufstiegskandidaten. Allerdings trifft der KSC auf formstarke Düsseldorfer, die mit einer Serie von vier Siegen in Folge im Wildparkstadion aufschlagen (Sonntag, ab 15:15 im Live-Ticker). Die besten Karten im Kampf um den Relegationsplatz hat jedoch Paderborn, das mit einem Sieg - unabhängig von den Ergebnissen der Konkurrenz - den 3. Platz absichern würde.

Kollektives Aufatmen?

Im Tabellenkeller könnten bereits am 33. Spieltag klare Verhältnisse herrschen. Das wichtigste Spiel findet auf dem Betzenberg statt: Wenn der Tabellensechzehnte Dynamo Dresden dort nicht gewinnt, sind Ingolstadt, Frankfurt und Bochum auf alle Fälle gerettet. In diesem Fall würden Bielefeld und Dresden den direkten Abstieg dann unter sich ausmachen, da Cottbus bereits als erster Absteiger feststeht. Beide Teams treffen nämlich am 34. Spieltag aufeinander.

RB Leipzig vor Durchmarsch

Auch in der 3. Liga stehen am vorletzten Spieltag wichtige Entscheidungen an. Heidenheim hat den direkten Aufstiegsplatz schon in der Tasche und steigt damit erstmals in die 2. Bundesliga auf. RB Leipzig kann nachziehen, wenn die Sachsen am kommenden Wochenende zumindest genau so viele Punkte wie Verfolger Darmstadt holen. Dann bleibt nämlich der Vier-Punkte-Vorsprung auf die Lilien bestehen, die gegen den Tabellenvierten aus Wiesbaden ran müssen. Mit einem Sieg gegen Absteiger Saarbrücken können die Leipziger den Durchmarsch in die zweithöchste Spielklasse im deutschen Fußball aus eigener Kraft perfekt machen.