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Als Spieler und Trainer hat Fred Rutten fast 25 Jahre beim FC Twente in Enschede verbracht. Nun kehrt er mit dem FC Schalke 04 an seine alte Wirkungsstätte zurück und warnt: "Wir dürfen nicht hingehen und die Mannschaft unterschätzen."

"Rund 90 Prozent der Spieler kenne ich noch aus der vergangenen Saison", weiß der Fußball-Lehrer um die Qualitäten der "Tukkers". Vor allem in Spielen gegen große Vereine sei der niederländische Erstligist traditionell in der Lage, sich voll und ganz auf dieses eine Match zu fokussieren und sein Niveau immens zu steigern. Deswegen sind die "Knappen" gewarnt.

Rutten warnt vor Offensivspielern

Im Vorfeld der Partie (ab 20:30 Uhr im Live-Ticker) habe er viele SMS aus seiner Heimat bekommen, erklärte Rutten. "Das war auch schon vor dem Spiel gegen Manchester City der Fall, denn sie wollten natürlich auch, dass wir die Engländer schlagen", erinnert sich der Trainer. "Aber nun müssen wir bei Twente gewinnen, um am letzten Spieltag nicht auf die Ergebnisse anderer Vereine angewiesen zu sein."

Seit seinem Weggang aus den Niederlanden habe sich die Spiel-Philosophie seines Ex-Clubs nicht wesentlich verändert. Als größte Stärke des UEFA-Cup-Gegners sieht Rutten die Außenbahnen.

"Mit Marko Arnautovic und Eljero Elia verfügt Twente über zwei sehr gute Flügelspieler in der Offensive, die dribbelstark, schnell und wendig sind", sagt der Übungsleiter. Außerdem warnt er vor Blaise N Kufo, "der immer in der Lage ist, ein Tor zu erzielen".

Hexenkessel Enschede

Außerdem weiß der 45-Jährige um die besondere Atmosphäre, die in der Grolsch Veste herrscht. "Twente hat sehr begeisterte Fans, die immer zu 200 Prozent motiviert sind und die Mannschaft stets unterstützen, egal wie die Partie läuft", so Rutten. "Ich habe ein Heimspiel erlebt, in dem wir 0:2 zurückgelegen haben, aber die Fans haben uns unglaublich unterstützt und uns damit den Sieg geschenkt, denn nur so war es möglich, noch drei Treffer zu erzielen."

Unabhängig von den Rahmenbedingungen, die die "Königsblauen" in Enschede erwarten, steht fest: "Wir wollen auch im neuen Jahr noch auf europäischer Ebene vertreten sein."

Und Rutten ist überzeugt davon, dass seine Elf ungeachtet der Niederlage beim VfB Stuttgart vom Kopf her so frei sein wird, um sich in Enschede gut zu präsentieren. "Außerdem ist ein UEFA-Cup-Spiel immer etwas anderes als eine Begegnung in der Bundesliga."