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Stuttgart - Mit intensiven Diskussionen und kreativen Arbeitskreisen startete am Montag die dritte von vier Regionalkonferenzen zum Thema "Reisemanagement für Fußballfans" 2014. 130 Teilnehmer aller Netzwerkpartner kamen auf Einladung der DFL Deutsche Fußball Liga und des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in der "Soccer Lounge" der "Mercedes-Benz Arena" des VfB Stuttgart zusammen.

Wie zuvor in Dresden und Mönchengladbach waren in Stuttgart zahlreiche  Interessengruppen versammelt. Neben Vertretern der Bundes- und Landespolizei, der Deutschen Bahn AG, regionaler freier Bahnanbieter, Fanvertretern einzelner Klubs aus Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga, Veranstaltungsleitern und Sicherheitsbeauftragten, sowie Vertretern des DFB und der DFL waren erstmals  unabhängige Fanorganisationen vor Ort.  "Wir vom VfB Stuttgart freuen uns besonders über das große Interesse", sagte Bernd Wahler, der Präsident des VfB. "Konstruktiv und gemeinsam zu diskutieren, ist eine wichtige Grundlage, um gegenseitiges Verständnis zu schaffen und Perspektiven zu erarbeiten", so Wahler. 

"Für uns ist das Thema Sicherheit von großer Bedeutung"

Für den DFB unterstrich DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock die Bedeutung der Regionalkonferenzen, die seit 2011 jährlich stattfinden. "Für uns ist das Thema Sicherheit von großer Bedeutung. Die vielen Teilnehmer sind ein klares und positives Signal aller Interessengruppen, die der Fußball vereint.  Auf diesem Wege schaffen wir die Grundlage, Abläufe weiter zu optimieren."           

Für die DFL skizzierte Thomas Schneider, Leiter Fanangelegenheiten der DFL, Entstehungsgeschichte und Ziele der Initiative. "Zusammen mit dem DFB wollen wir eine aktive Rolle in der Frage übernehmen, wie Reisewege optimal organisiert werden können", erläuterte Schneider die Bereitschaft der Fußball-Verbände, Verantwortung zu übernehmen.   Neben Schneider begleitet Gerhard Kißlinger, DFB Hauptabteilung Prävention und Sicherheit, als Moderator durch alle vier Regionalkonferenzen.

Kommunikation aller Interessengruppen

Die Arbeitsgemeinschaft Regionalkonferenz hatte in den vergangenen zwölf Monaten acht verschiedene Themen aus dem Bereich Reisemanagement erarbeitet. Zeitnah sollen Ergebnisse und Ideen in verschiedenen Projekten umgesetzt werden. Die Ergebnisse der intensiven Arbeit vieler Experten sollen nicht ohne konkrete Folgen bleiben.

In großen Arbeitsgruppen von 15 bis 20 Personen setzten sich die Teilnehmer in Stuttgart mit den vielfältigen Aspekten eines gelungenen Reisemanagements auseinander. Im Zentrum der Projektziele steht die direkte Kommunikation aller Interessengruppen. "Wer die Probleme des anderen kennt, kann besser zu einer für alle zufriedenstellenden Lösung kommen", sagte Schneider. Vertrauensvolle und kontroverse Diskussionen abseits der Öffentlichkeit schaffen dafür die Basis.

Bei einer Abschlusspräsentation werden am Dienstag alle acht Arbeitsgruppen die Ergebnisse der einzelnen Workshops in Stuttgart präsentieren.  Am Mittwoch schließt sich die vierte Regionalkonferenz in Hamburg an. Bis 2015 soll die Wirksamkeit des wissenschaftlich begleiteten Projektes analysiert werden. Die Ergebnisse werden im Mai 2015 präsentiert.