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Madrid/London - Real Madrid hat im Schongang das Traum-Halbfinale gegen Bayern München perfekt gemacht. Im zweiten Duell der Vorschlussrunde der Champions League stehen sich der FC Chelsea und Titelverteidiger FC Barcelona gegenüber, der sich ebenso wie die Bayern bereits am Dienstag für die Runde der besten vier Teams Europas qualifiziert hatte.

Real setzte sich im Rückspiel gegen das Überraschungsteam APOEL Nikosia aus Zypern auch ohne Mesut Özil und andere Stars 5:2 (2:0) durch, nachdem das Hinspiel bereits 3:0 für den spanischen Tabellenführer ausgegangen war. Chelsea gewann nach dem 1:0 bei Benfica Lissabon an der heimischen Stamford Bridge ein 2:1 (1:0) gegen die Portugiesen.

Bayern trifft am 17. April im Hinspiel zuhause auf Real, am 25. April findet das Rückspiel in Madrid statt. Am 18. April emfängt Chelsea Barcelona mit Superstar Lionel Messi, am 24. April sind die Engländer in Camp Nou zu Gast. Das Finale steigt am 19. Mai in München.

Sahin und Hamit Altintop von Beginn an



In Madrid hatte Trainer Jose Mourinho wie angekündigt einige Veränderungen in seiner Startelf vorgenommen. Özil bekam ebenso eine Pause verordnet wie sein Nationalmannschaftskollege Sami Khedira, der an seinem 25. Geburtstag noch nicht mal im Kader stand. Karim Benzema, der im Hinspiel zwei Mal getroffen hatte, saß wie Özil 90 Minuten auf der Bank.

Unter anderem erhielten der ehemalige Dortmunder Nuri Sahin und der frühere Münchner Hamit Altintop eine Chance bei den Königlichen, die den Außenseiter vor der Pause ohne große Anstrengungen beherrschten. Cristiano Ronaldo (26.) und Kaka (37.), der in der 42. Minute noch den Pfosten traf, sorgten bereits vor der Pause für klare Verhältnisse.

Einen historischen Treffer durften dann die Gäste bejubeln, als dem gebürtigen Brasilianer Manduca in der 67. der Anschlusstreffer gegen viel zu passive Madrilenen gelang. Ronaldo mit seinem achten Treffer im laufenden Wettbewerb (75.) stellte dann den alten Abstand wieder her, Jose Callejon (80.) erhöhte auf 4:1. Esteban Solari verwandelte einen Foulflemeter zum 4:2 (82.), bevor Angel Di Maria (84.) den Schlusspunkt setzte.

"Blues" mit etwas Mühe



In London brachte Frank Lampard die Hausherren mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 21. Minute in Führung. Benfica-Kapitän Javi Garcia hatte zuvor im eigenen Strafstoß Ashley Cole von den Beinen geholt. Nach der Führung taten sich die Engländer leichter, wobei ihnen auch noch eine Gelb-Rote Karte gegen Uruguays Nationalspieler Maxi Pereira in der 40. Minute in die Karten spielte.

Fünf Minuten nach der Pause hätte Ramires frühzeitig den Sack zumachen müssen, der Brasilianer verfehlte aber aus kurzer Distanz das Ziel. Lissabon mühte sich in Unterzahl aber nach Kräften und machte die Partie durch den Ausgleichstreffer von Javi Garcia (85.) noch einmal spannend. Raul Mereiles machte in der zweiten Minute der Nachspielzeit gegen seine Landsleute aber alles klar.