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Sportlich war es vielleicht seine härteste Zeit - dennoch blickt Lukas Podolski mit positiven Gedanken zurück. "Ich habe in München viele Freunde gefunden. Es waren drei schöne Jahre. Ich freue mich auf ein Wiedersehen", sagte der Nationalstürmer vor seiner Rückkehr mit dem 1. FC Köln zum FC Bayern (Sa., ab 15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

In 71 von 102 Bundesliga-Spielen zwischen 2006 und 2009 wurde "Prinz Poldi" bei den Bayern eingesetzt, häufig nur kurz, weil er die dritte Geige hinter Luca Toni und Miroslav Klose spielte. Aber: Alles vergessen. Nun zählt nur das Duell am Samstag.

"Wenn wir so diszipliniert spielen wie in Stuttgart und gegen Wolfsburg, können wir auch in München bestehen", sagt Podolski und betont immer wieder: "Die Freude auf das Spiel ist da."

Hoeneß als Ratgeber gefragt

Er hat gelernt, mit Kritik umzugehen. Uli Hoeneß ist er offenkundig alles andere als böse für die klaren Aussagen, die er zuweilen vom Bayern-Manager in den schwierigen Phasen hatte einstecken müssen.

"Er hat mir angeboten, dass ich ihn jederzeit anrufen kann, wenn ich ein Problem habe oder einen Rat brauche. Ich habe immer schon sehr viel Wert auf seinen Rat gelegt. Wenn ich irgendwann etwas brauche oder Probleme habe, greife ich darauf zurück, was er mir versprochen hat, und rufe ihn an", sagte Poldi unlängst in einem Interview.

Nach der WM 2006 wagte der Shootingstar den Schritt in die große Fußball-Welt, zum FC Bayern. Vier Trainer hat Podolski erlebt, doch weder unter Felix Magath noch unter Ottmar Hitzfeld und Jürgen Klinsmann konnte er sich einen Stammplatz erkämpfen. Lediglich in den letzten Spielen unter Jupp Heynckes kam er wieder richtig zum Zug. Da stand seine Rückkehr in die Heimat allerdings schon seit Monaten fest.

"Ich wusste, dass es eine schwere Saison wird"

"Mein Weggang hatte damals Gründe. Der FC war leider abgestiegen. Sonst hätte ich den Verein nie verlassen", sagte Podolski im aktuellen "Bundesliga-Magazin". Nun ist er wieder in der geliebten Domstadt zurück, der FC sportlich aber derzeit angeschlagen und nur Tabellenvorletzter.

Auf die Frage, ob er aus diesem Grund die Rückkehr bereue, antwortet er klar und deutlich: "Ich werde niemals sagen, dass es der falsche Schritt war. Ich wusste, dass es eine schwere Saison wird. Ich liebe diesen Club genau wie Wolfgang Overath (Kölns Präsident/Anm. d. Red.) oder viele andere Leute, die für den Club alles geben - egal ob wir als Letzter mit nur einem Punkt dastehen, Zehnter oder Fünfter sind. Ich bereue die Rückkehr keinesfalls."