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Dank Claudio Pizarro hält Werder Bremen im "Millionen-Spiel" Champions League den Anschluss. Der Treffer des peruanischen Nationalspielers in der 62. Minute sicherte dem Bundesliga-Dritten ein 1:1 (0:1) beim hohen Gruppenfavoriten Inter Mailand.

Die Hanseaten waren vor zwei Wochen mit einem mageren 0:0 gegen Anorthosis Famagusta in die "Königsklasse" gestartet.

Den Sieg auf dem Schlappen

Den möglichen Sieg im Giuseppe-Meazza-Stadion vergab Pizarro in der Nachspielzeit, als er nach einem Freistoß von Naldo das Tor der Mailänder freistehend verfehlte.

"Es war insgesamt eine gute Leistung. In der ersten Halbzeit haben wir reagiert anstatt agiert. In der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht", sagte Trainer Thomas Schaaf.

Maicon nutzt Unachtsamkeit in Werder Abwehr

Vor 30.000 Zuschauern im Giuseppe-Meazza-Stadion hatte es mehr als eine Stunde lang nach einer Niederlage für die Gäste ausgesehen. Denn Inter beherrschte über weite Strecken Ball und Gegner und ging auch schon in der 13. Minute in Führung.

Der aufgerückte Außenverteidiger Maicon nutzte eine Unaufmerksamkeit in der Bremer Hintermannschaft und überwand Werder-Torhüter Tim Wiese mit einem Lupfer. Bei weiteren Torgelegenheiten hingegen fand die Mannschaft von Mailands Trainer Jose Mourinho in Wiese ihren Meister oder verfehlte knapp das Ziel.

Der deutsche Vizemeister, bei dem Coach Thomas Schaaf eine eher defensive Aufstellung gewählt hatte, brauchte lange, um sich vom großen Angriffsdruck des italienischen Meisters zu lösen.

Bremer steigern sich kontinuierlich

Doch da die Gastgeber nach ihrer Führung die Zügel ein wenig schleifen ließen, kamen die Hanseaten peu a peu immer besser zur Geltung und hätten mit ein wenig Glück schon vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Lubos Michel aus der Slowakei den Ausgleich erzielen können. Aus kurzer Distanz traf Pizarro in der 39. Minute nur den Pfosten.

Nach dem Seitenwechsel war der 16-malige italienische Champion einem zweiten Treffer sehr nahe. Insbesondere in der 48. Minute, als der Brasilianer Adriano in aussichtsreicher Position den Ball knapp verzog.

Inter trifft den Pfosten

Danach steigerten sich die Norddeutschen von Minute zu Minute, erarbeiteten sich sogar Feldvorteile und hätten schon elf Minuten vor ihrem Ausgleichstreffer jubeln können. Der wie schon in den vergangenen Spielen sehr auffällige Mesut Özil scheiterte mit einem Distanzschuss am nicht immer sicheren Inter-Schlussmann Julio Cesar.

In der Schlussphase verlor Inter dann völlig seine spielerische Linie und versuchte nur noch mit der Brechstange den zweiten Sieg der Gruppenphase nach dem 2:0-Auftakterfolg bei Panathinaikos Athen doch noch unter Dach und Fach zu bringen. Die Bremer hingegen konnten mit spielerischen Mitteln das Remis halten, hatten aber drei Minuten vor Schluss viel Glück, als Maicon mit einem 20-Meter-Knaller den Pfosten traf.

Schema:

Mailand: Julio Cesar - Maicon, Cordoba, Materazzi (19. Burdisso), Zanetti - Stankovic (72. Quaresma), Cambiasso, Muntari - Balotelli, Ibrahimovic, Adriano (78. Cruz). - Trainer: Mourinho

Bremen: Wiese - Prödl (86. Fritz), Mertesacker, Naldo, Pasanen - Baumann - Frings, Özil (82. Jensen) - Diego - Pizarro, Rosenberg (77. Hunt). - Trainer: Schaaf

Schiedsrichter: Lubos Michel (Slowakei)

Tore: 1:0 Maicon (13.), 1:1 Pizarro (62.)

Zuschauer: 32.965

Gelbe Karten: Stankovic, Cruz - Baumann, Diego, Frings (2), Jensen