ANZEIGE

Der FC Bayern München ist wie ein reißender Fluss und manchmal auch wie ein tosender Ozean. Meist schlagen die Wellen hoch und die Quelle des Erfolgs scheint nie zu versiegen. Nur einer wirkt da immer - um im Vergleich zu bleiben - wie ein klarer, ruhiger Bergsee: Philipp Lahm.

Zwischen all den Stars und Sternchen des Rekordmeisters, die fast täglich ihr Konterfei auf den Gazetten des Landes wiederfinden, ist Lahm die Ausgeglichenheit in Person. Eine Führungspersönlichkeit, die durch Taten - und wenn nötig auch durch Worte - glänzt.

Für andere da sein

Kaum einer schuftet so hart wie er, sprintet die Außenbahnen hoch und runter, bringt die Gegner mit seinen genauen und vor allem fairen Tacklings zur Verzweiflung und hat dabei immer ein Auge für den freien Mitspieler. Und wenn es geht, schießt er auch noch traumhafte Tore. Und all das gelingt Lahm, ohne dabei viel Aufsehen zu erregen.

Sich selbst nie in den Vordergrund drängen wollen, für andere da sein. Diese Dinge wurden Lahm schon in die Wiege gelegt. Seine Eltern sind seit vielen Jahren ehrenamtlich aktiv und auch der Filius stellt sich auf dem Rasen in den Dienst der Mannschaft und engagiert sich abseits des Grüns für gemeinnützige Projekte.

So gründete er die Philipp Lahm-Stiftung, welche benachteiligte Kinder und Jugendliche aus Deutschland und Afrika in den Bereichen Bildung, Sport und Gesundheit unterstützt. Weiterhin ist er unter anderem für die SOS-Kinderdörfer und als Botschafter des Welt-Aids-Tages aktiv. Schon mehrfach wurde Lahm für sein karitatives Engagement ausgezeichnet.

Wechsel nach Stuttgart

Aufgewachsen im Münchner Stadtteil Gern begann er seine Fußballlaufbahn bei der Freien Turnerschaft Gern, jenem Verein, bei dem schon sein Vater gegen das runde Leder trat. 1995 folgte der Wechsel in die Jugend des FC Bayern München. Es brauchte jedoch eine Einladung als Balljunge zu einem Bayern-Spiel, um den jungen Lahm zum Wechsel zu überreden.

Lahm lernte schnell und arbeitete sich in der Hierarchie nach oben. Im November 2002 debütierte er mit einem Kurzeinsatz in der Champions League für die Profimannschaft der Bayern. Doch an Bixente Lizarazu und Willy Sagnol war noch kein Vorbeikommen. Und so stimmte er einer Ausleihe zum VfB Stuttgart zu.

Zurück in die Heimat

Zwei Jahre spielte Lahm bei den Schwaben und erstmals hieß sein Zuhause nicht Gern. "Stuttgart ist im Vergleich zu München wie ein Dorf. Da wurde auch geschaut, was kauft er denn so ein, welche Lebensmittel hat er im Korb?", erinnert er sich auf seiner Homepage an "zwei super Jahre" beim VfB.

Zu jener Zeit empfahl sich Lahm auch für die Nationalmannschaft, in der er am 18. Februar 2004 debütierte. Seither ist er gesetzt auf der linken Abwehrseite der DFB-Elf. Selbst ein Riss des rechten Kreuzbandes konnte die Karriere des Münchners nicht aufhalten.

Die Bayern holten den sich noch in der Reha befindlichen Lahm im Sommer 2005 zurück an die Isar und im November desselben Jahres lief er erstmals in der Bundesliga für "seine" Bayern auf. Die "Familie" war wieder vereint und eigentlich kann sich Lahm auch nichts anderes vorstellen, als in München zu bleiben. Schließlich ist seine Heimatstadt "die schönste Stadt, die ich kenne".

Zurück zum Spielerprofil von Philipp Lahm