ANZEIGE

Köln - Es gehört nicht gerade zum Bundesliga-Alltag, dass der 1. FC Nürnberg in der Tabelle vor dem FC Bayern München steht. Schon gar nicht nach jetzt immerhin elf Spieltagen. Die Fachpresse schwärmt von den jungen Wilden beim traditionsreichen Club, von Ilkay Gündogan, Julian Schieber und Mehmet Ekici. Der FC Bayern dagegen dominiert die sportlichen Schlagzeilen noch nicht wie gewohnt.

Im Offiziellen Bundesliga Manager (OBM) ist die Erfolgsserie der Nürnberger nicht ohne Folgen geblieben. Die Verpflichtungen von Profis des Clubs gehen spürbar in die Höhe. Und auch das sportliche Abschneiden auf den virtuellen Plätzen wird immer besser – auch wenn der FC Bayern in diesem Vergleich noch klar vorne liegt.

Schäfer vor Butt

Nürnbergs Torhüter Raphael Schäfer schnitt am 11. Spieltag sogar besser ab als sein Bayern-Pendant Jörg Butt; sowohl in der Bundesliga als auch im OBM. Während Schäfer im Heimspiel gegen den 1. FC Köln nur einen Treffer hinnehmen musste, kassierte Butt in Mönchengladbach drei Gegentore. Im Managerspiel blieb Schäfer in 30 Prozent seiner Spiele ohne Gegentor und Butt in 28 Prozent seiner Partien.

In den übrigen Mannschaftsteilen dominieren aber die virtuellen Bayern – zum Teil sogar erdrückend. Im Mittelfeld schnitten am 11. OBM-Spieltag gleich fünf Akteure des Rekordmeisters besser ab als der beste Clubberer. Thomas Müller, Toni Kroos, Bastian Schweinsteiger, Danijel Pranjic und Hamit Altintop erreichten bessere Gesamtwerte als Gündogan. Aber: Gündogans Zweikampfbilanz war besser als die von Schweinsteiger, Pranjic und Altintop.

OBM-Gomez zurzeit Bayerns Alleinunterhalter im Angriff

Im Angriff steht Mario Gomez wegen der großen Verletzungsprobleme beim FC Bayern zurzeit fast allein auf weiter Flur. Auch im OBM werden diese Probleme überdeutlich. Während Gomez immerhin noch als Achtbester aller Bundesliga-Stürmer auf der Rangliste des 11. Spieltags auftaucht, folgt OBM-Offensivallrounder Thomas Müller als nächstbester Bayern-Profi erst auf Platz 48.

Julian Schieber zählt als 38. dieser Rangliste auch nicht gerade zur Spitzengruppe der OBM-Stürmer. Dennoch ist seine Trefferquote nicht schlecht: Der 21-jährige Ex-Stuttgarter trifft etwa in jeder dritten virtuellen Partie. Damit liegt er über seiner Bundesliga-Ausbeute von drei Toren in elf Spielen.

Meistgekaufte Profis: Zwölf Bayern vor Pinola

Meilenweiten Vorsprung haben die Bayern beim Vergleich der meistgekauften Profis im Managerspiel. Toni Kroos (33.640) und Thomas Müller (31.713) sind die nach Schalke-Keeper Manuel Neuer (37.245) beliebtesten Verpflichtungen der OBM-Gamer. Es folgen zehn (!) weitere Bayern-Stars, ehe in Javier Pinola der erste Nürnberger auf Platz 86 mit 9287 Verpflichtungen auftaucht.

Wäre die letztgenannte Rangliste ausschlaggebend für den Ausgang des bayerisch-fränkischen Derbys zum Abschluss des 12. Spieltags, so sähe es richtig düster aus für den Club. Sollten aber Raphael Schäfer und seine jungen Nürnberger Mitspieler weiter so überzeugen wie bisher, dann dürften weder die virtuellen noch die echten Bayern vor einem Sonntagsspaziergang stehen.