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Beim VfB Stuttgart läuft es noch nicht wie erhofft. Dieses Zwischenfazit mutet zunächst etwas seltsam an, steht die Mannschaft von Trainer Armin Veh in der Bundesliga doch nach dem 3:1 gegen Karlsruhe auf Rang 3, und mit einem Bein in der Hauptrunde des UEFA-Pokals.

Trotzdem hatte Kapitän Thomas Hitzlsperger Recht, als er nach dem glücklichen Erfolg im Nachbarschaftsduell feststellte, "dass wir noch viel Luft nach oben haben".

Die Abwehr, diesmal eine Viererkette, stand lange unsicher, im Spielaufbau lief vieles verkehrt und im Angriff war es zunächst vor allem der "Lebensversicherung" Gomez zu verdanken, dass die wenigen Vorstöße genutzt wurden.

Gomez in Topform

Der Nationalspieler legte das 1:1 von Sami Khedira (22.) auf und schoss das 2:1 selbst (68.) - Gomez' neuntes Tor im neunten Saisonspiel, 2008 hat er in 24 Spielen schon 26-mal getroffen.

"Ich habe immer gesagt, dass ich ruhig bleibe. Alles kommt wieder, ich fühle mich einfach wohl", sagte Gomez.

In der 87. Minute hatte Ciprian Marica mit dem finalen 3:1 dann noch seinen Beitrag zum schwäbischen Gemeinwohl beigetragen.

"Das muss man der Mannschaft zugute halten"

Auch ohne spielerischen Glanz sind die Stuttgarter voll im Plan. "Wir wussten, dass es eine schwierige Phase ist. Aber wir schaffen es, die Ergebnisse einzufahren. Das muss man der Mannschaft zugute halten", lobte VfB-Manager Horst Heldt.

Offensiver und attraktiver Fußball sei das Ziel, "aber das klappt noch nicht so, wie wir uns das vorstellen". Das liegt unter anderem auch an Antreiber Thomas Hitzlsperger, der der Vierfachbelastung mit Länderspielen im Moment Tribut zollen muss und nur kämpferisch überzeugen kann.

Rückendeckung für Simak

Auch mit Jan Simak haben die Defizite im Spiel nach vorn zu tun. Er ist noch nicht die erhoffte Verstärkung. Der Tscheche wurde zur Pause ausgewechselt.

"Jan wird noch wichtig. Er bekommt hier Zeit und Ruhe, keiner setzt ihn unter Druck", verteidigte Heldt den Regisseur, "wir sind überzeugt, dass er es schafft."