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München - Seit 13 Bundesliga-Partien ist der 1. FC Kaiserslautern mittlerweile ohne Sieg. FCK-Trainer Marco Kurz sprach nach der Niederlage im Rheinland-Pfalz-Derby gegen den 1. FSV Mainz 05 vom "absoluten Tiefpunkt" in seiner Zeit bei den "Roten Teufeln". Doch die Vereinsbilanz und der kommende Bundesliga-Gegner geben Grund zur Hoffnung.

Seit dem1:0-Heimsieg gegen den SC Freiburg am 22. Oktober 2011 blieb der 1. FC Kaiserslautern in der Bundesliga ohne einen "Dreier". Nach der derben am vergangenen Samstag rutschten die Pfälzer sogar erstmals seit dem 5. Spieltag in der Tabelle wieder auf einen direkten Abstiegsplatz.

Negativlauf als gutes Omen

Die Mannschaft von Marco Kurz wartet seit 13 Spielen (sieben Unentschieden, sechs Niederlagen) auf einen Erfolg. Damit ist Kaiserslautern aktuell von allen Bundesligisten am längsten ohne Sieg. In der Bundesliga-Geschichte blieb insgesamt 49 Mal ein Verein innerhalb einer Spielzeit 13 oder mehr Spiele in Folge ohne Sieg. In 34 Fällen stiegen diese Mannschaften am Ende der Saison ab (69 Prozent), lediglich 15 hielten die Klasse (31 Prozent).

Ausgerechnet die "Roten Teufel" haben es bisher jedes Mal geschafft. Zum vierten Mal in ihrer Bundesliga-Geschichte erleben die Pfälzer eine Negativserie von 13 Begegnungen ohne Sieg. In der Saison 1967/1968 blieb Kaiserslautern sogar 16 Spiele in Serie ohne Erfolg, doch bei allen drei vorherigen Negativläufen reichte es für den FCK zum Klassenerhalt.

Auswärtsschwache "Wölfe"

Am Samstag erwartet FCK-Vorstandschef Stefan Kuntz gegen den VfL Wolfsburg "eine Leistung, die in Richtung Sieg geht". Seine Hoffnung auf einen Heimsieg gegen die Niedersachsen ist trotz der zuletzt enttäuschenden Auftritte seiner Mannschaft in der Liga durchaus berechtigt.

Das Team von Felix Magath stellt momentan die schlechteste Auswärtsmannschaft der Bundesliga. Wolfsburg hat in der Fremde in dieser Spielzeit erst vier Punkte geholt. Seit dem 10. Spieltag beim 1:1 gegen den Hamburger SV haben die Niedersachsen überhaupt keine Zähler mehr aus der Ferne entführen können.

Zuhause noch ungeschlagen

Hinzu kommt, dass die "Roten Teufel" in der Bundesliga zuhause noch nie gegen die "Wölfe" verloren haben. Von den zehn Duellen zwischen Kaiserslautern und Wolfsburg im Fritz-Walter-Stadion trennten sich die beiden Clubs fünf Mal remis, fünf Mal ging Kaiserslautern sogar als Sieger vom Platz.

"Sich wehren kann jeder, unabhängig von seiner Qualität. Laufen, kratzen, kämpfen, beißen - das haben wir aber nicht gemacht", resümierte Pierre De Witt nach dem Spiel gegen den FSV ernüchtert. Ob die Mannschaft von Marco Kurz zu alter Willensstärke findet, ihren Negativlauf beendet und das Ruder im Kampf gegen den Abstieg noch herumreißt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Die Fakten geben jedenfalls Grund zur Zuversicht.

Benedikt Büschleb