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Köln – Eintracht Frankfurt und der VfB Stuttgart liefern sich das spektakulärste Spiel der noch jungen Bundesliga-Saison. Neun Tore fallen. Drei Mal wechselt die Führung. Am Ende jubeln aber nur die Schwaben (5:4).

"Das war ein Wahnsinnsspiel", schwärmte VfB-Coach Armin Veh nach unfassbaren 90 Minuten und brachte es auf den Punkt: "Das war verrückt, aber das macht unseren Sport aus." Das letzte 5:4 in der Bundesliga gab es am 18. Januar 2013 zu bestaunen. Der FC Schalke 04 besiegte vor heimischem Publikum Hannover 96 ebenfalls mit 5:4. Es war gleichzeitig auch das letzte Mal, dass in einem Bundesliga-Spiel neun Tore fielen.

Die Keeper verhindern Schlimmeres

Die Zuschauer in der Commerzbank-Arena sahen einen furiosen Schlagabtausch zweier Teams, die über die komplette Spielzeit mit offenem Visier agierten. 41 Torschüsse sind Saison-Bestwert. Und das Ergebnis hätte durchaus höher ausfallen können, wären da nicht die beiden Keeper gewesen. Felix Wiedwald und Thorsten Kirschbaum parierten zusammen 13 Torschüsse – ebenfalls ein Höchstwert.

Eintracht Coach Thomas Schaaf konnte dem Spiel natürlich nicht so viel abgewinnen. “Wir wollen ja immer ein Spektakel erleben. Leider ist das dann nicht so gut zu verkraften, wenn man nicht gewinnt", sinnierte der 53-Jährige, der sich sein 750. Bundesliga-Spiel anders vorgestellt hatte: "Nach so einer Partie ist es dann natürlich nicht leicht zu schmunzeln."

"Zwischen überragend und katastrophal"

Allen Grund zum Schmunzeln hatten Frankfurts Alexander Madlung und die Stuttgarter Christian Gentner und Martin Harnik, die jeweils einen Doppelpack schnürten. Das letzte Mal, dass drei Spieler mindestens zwei Tore in einem Bundesliga-Spiel erzielten, war am 7. Mai 2011 im Spiel St. Pauli gegen Bayern. Beim 1:8 trafen Arjen Robben und Franck Ribery doppelt, Mario Gomez sogar dreifach.

Es war ein Spiel voller Highlights. Und auch wenn es für Eintracht-Kapitän Alex Meier eine Partie “zwischen überragend und katastrophal“ war, wird es der objektive Beobachter mit Armin Veh halten: “Fußball ist einfach geil!“ Punkt!

Thomas Ziemann und Tobias Anding